Berlinale 2014
Berlinale 2014

Berlinale 2014

23 Filme aus 20 Nationen laufen im Wettbewerb der 64. Berlinale und fast alle davon wollen einen goldenen oder silbernen Bären mit nachhause nehmen.
In wenigen Tagen startet in Berlin wieder das Internationale Filmfestival, die Berlinale. Insgesamt sind 20 Nationen an der Produktion der eingereichten und offiziell angenommenen Wettbewerbsbeiträge beteiligt und anders als man es vielleicht erwarten würde finden sich darunter diesmal nur 2 Filme aus den USA. Den Löwenanteil der Festivalbeiträge steuerte diesmal Deutschland mit insgesamt 12 (Ko-)Produktionen bei, auch Österreich ist mit 2 Filmen im Wettbewerb vertreten, das Immigrationsdrama „Macondo“ sogar als eine rein österreichische Produktion. Sieben Filme kommen aus Frankreich, dem Heimatland der Brüder Lumière, die der Welt am 22. März 1895 ihren Cinematografen präsentierten und damit uns allen den Film und das Kino geschenkt haben.

Inhaltlich und stilistisch zeigt sich der Wettbewerb auch in diesem Jahr wieder so bunt gemischt wie die Zahl der Nationen, aus denen die Filme kommen. Schon fast traditionell ist aber auch in diesem Jahr unter den vollwertigen Wettbewerbsfilmen keine Komödie dabei, denn George Clooneys Film „Monuments Men“, in dem es sicherlich so manche komischen Momente geben wird, läuft ja bekanntlich außer Konkurrenz. Ich gebe jedoch die Hoffnung nicht auf, dass auch in diesem Jahr so mancher Film beim Publikum bzw. bei der Kritik weniger gut ankommen und für unfreiwilliges Gelächter sorgen wird.

Mit Lars von Triers „Nymphomaniac 1“ gibt es in diesem Jahr (außer Konkurrenz) zumindest einen angekündigten, wenn auch nicht automatisch vorprogrammierten Skandalfilm im Programm. Alles wird davon abhängen, ob sich Lars von Trier bei der Pressekonferenz diesmal wieder zu politisch inkorrekten Aussagen hinreißen lässt, wie in Cannes oder ob sich der Skandinavier mit der instabilen und abgründigen Psyche diesmal benehmen wird.

Die Langfassung seines bereits im Kino gestarteten Psychodramas ist jedenfalls mit rund 150 Minuten bei weitem nicht der längste Wettbewerbsbeitrag. Mit 170 Minuten wird er nämlich von dem deutschen Film „Die geliebten Schwestern“ über das Liebesleben des Dichters Friedrich Schiller noch übertroffen. Der hingegen kürzeste Wettbewerbsfilm kommt mit 79 Minuten aus Argentinien und heißt „History of Fear - Historia del miedo“.

In diesem Jahr hat die wichtigste Programmschiene der Berlinale auch keinen Animationsfilm im Programm, dafür wird uns George Clooney gemeinsam mit Matt Damon zum wiederholten Male und Shia LaBoeuf zum zweiten Mal mit seinem Besuch beehren und damit für ein bisschen Hollywood auf einer Berlinale sorgen, in denen in diesem Jahr deutlich weniger große Stars zu sehen sein werden als zuletzt. Vielfältig ist das Programm aber allemal und es wird spannend, wer diesmal die Preise bekommen wird. Schließlich ist der neueste Film „Aloft“ der Regisseurin Claudia Llosa, die für ihren Film „The Milk of Sorrow“ im Jahre 2009 den Goldenen Bären bekommen hatte, diesmal wieder mit von der Partie und es gibt keine Filme aus dem Iran, die zuletzt so favorisiert worden waren.

In diesem Sinne werden die 64. Filmfestspiele von Berlin also durchaus spannend werden. Wir sind für Euch live dabei.

Im Wettbewerb um den goldenen und silbernen Bären laufen:

'71
Großbritannien 2014, Regie: Yann Demange
Aimer, boire et chanter - Life of Riley
Frankreich 2014, Regie: Alain Resnais
Aloft
USA/F/E 2014, Regie: Claudia Llosa
Feuerwerk am helllichten Tage
China 2014, Regie: Yi'nan Diao
Boyhood
USA 2014, Regie: Richard Linklater
The Little House - Chiisai ouchi
Japan 2014, Regie: Yôji Yamada
Die geliebten Schwestern
A/D/CH 2014, Regie: Dominik Graf
Grand Budapest Hotel
USA 2014, Regie: Wes Anderson
History of Fear - Historia del miedo
D/F/Arg/ Uru 2013, Regie: Benjamín Naishtat
Jack
Deutschland 2014, Regie: Edward Berger
Einer nach dem anderen
Norwegen 2014, Regie: Hans Petter Moland
Kreuzweg
Deutschland 2014, Regie: Dietrich Brüggemann
Macondo
Österreich 2014, Regie: Sudabeh Mortezai
Futuro Beach
D/BRA 2014, Regie: Karim Ainouz
La tercera orilla - The Third Side of the River
Argentinien 2014, Regie: Celina Murga
To mikro psari - Stratos
D/Gri/CY 2014, Regie: Yannis Economides
Tui Na - Blind Massage
F/Chi 2014, Regie: Ye Lou
La voie de l'ennemi - Two Men in Town
USA/F 2014, Regie: Rachid Bouchareb
Wu Ren Qu - No Man´s Land
China 2013, Regie: Hao Ning
Zwischen Welten
Deutschland 2014, Regie: Feo Aladag


Weiters sind im Wettbewerb außer Konkurrenz zu sehen:

Die Schöne und das Biest
Frankreich 2014, Regie: Christophe Gans
Monuments Men
USA/D 2014, Regie: George Clooney
Nymphomaniac 1
D/F/UK/ DK/B 2013, Regie: Lars von Trier
Der Autor
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Harry.Potter

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