Berlinale 2017
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Berlinale 2017 - Tag 6

„The Other Side of Hope“ Darsteller Sakari Kuosmanen singt in der Pressekonferenz über finnischen Tang. Catherine Deneuve begeistert die Fotografen, Robert Pattinson die weiblichen Fans.
Der sechste Tag des Wettbewerbs startete fulminant. Schon in der Früh drängten sich zahlreiche Journalisten an den Toren des Berlinale Palast um in den Kinosaal zu kommen. Der Grund war Aki Kaurismäkis neuestes Werk „The Other Side of Hope“. Nach dem exzellenten „The Party“ am Vortag präsentierten die Finnen dem Publikum hiermit einen weiteren starken Kandidaten um den Goldenen Bären. Der Presse gefiel es, bei der anschließenden Konferenz gab es langen und lauten Applaus für die Crew. Kaurismäkis unverblümte, humorvolle, kurz gehaltene und daher oft unvollständige Art, Fragen zu beantworten brachte ihn dazu, als Entgegenkommen seinen Darsteller Sakari Kuosmanen zu einem Gesangssolo über finnischen Tango zu überreden. Auch der Mikrofonverteiler stimmte zu, dass das die bisher lustigste Pressekonferenz der Berlinale war.

Beuys“, der danach gezeigt wurde, und der auch die Premiere am Abend bestritt, ist der einzige dokumentarische Film im Wettbewerb. Der renommierte Dokumentarfilmer Andres Veiel hat eine Biographie über den deutschen Künstler Joseph Beuys geschaffen, der kunstvoll verschachtelt in Filmkadern mit Archivmaterial dessen Lebensweg nachzeichnet.

Der letzte Wettbewerbsbeitrag war der außer Konkurrenz laufende französische Film „Ein Kuss von Béatrice“ (Sage Femme) mit der großartigen Catherine Deneuve. Sie ist als die exzentrische Béatrice zu sehen, die erneut in das Leben von Claire, der Tochter ihres ehemaligen Geliebten, stolpert, als sie die Diagnose eines inoperablen Tumors erhält. Die beiden Frauen, die sich seit 30 Jahren nicht gesehen haben, beginnen sich nun wieder zusammenzuraufen. Deneuve, ein wiederkehrender Gast bei der Berlinale, wusste die Fotografen bei der Pressekonferenz so sehr zu begeistern, dass der Moderator sogar ein Fotoverbot im Raum erließ.

Noch mehr Aufregung gab es aber am späten Abend bei der Premiere von „Die versunkene Stadt Z“ im Zoo Palast. Sienna Miller, Charlie Hunnam und vor allem Robert Pattinson sorgten für ein Geschrei der Fans, die teilweise schon Stunden vorher mit Decken den Roten Teppich belagerten. Neben diesem Film hat Christian heute auch noch das Regiedebüt von Trudie Styler „Freak Show“ angeschaut. Und Marina berichtet euch im Podcast vom Film „Berlin Syndrome“ der Australierin Cate Shortland.

Die Autorin
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susn

Forum

  • Berlin Syndrome

    Ich hab mich total gefreut, dass eine internationale Produktion Berlin als Schauplatz genommen hat. Aber nach einem schön gefilmten Spaziergang durch Kreuzberg, wird Teresa Palmer leider von einem Verrückten in seine Wohnung eingesperrt und sieht nichts mehr von der Stadt. Das war schade, aber hat auch gewisse Parallelen zu meinem derzeitigen Alltag. Auch ich bin im selben aufregenden Berlin und ich sehe genauso wenig davon wie Teresa Palmer in "Berlin Syndrome", weil ich auch im Kino "eingesperrt" bin. Ich hab dabei aber wesentlich mehr Spaß. :)
    image
    16.02.2017, 15:14 Uhr
  • The Lost City of Z

    würde ich mir bis dato am liebsten anschauen - natürlich neben WILDE MAUS und dem neuen Kaurismäki :-)
    leander-caine
    15.02.2017, 20:17 Uhr
    • Kinostart

      Da hast Glück, alle drei Filme starten auch in Österreich, bzw. sind sogar schon gestartet wie „Wilde Maus“. Kaurismäki kommt nächste Woche...
      uncut
      18.02.2017, 13:20 Uhr