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Filmfestspiele von Venedig 2018

Filmfestspiele von Venedig 2018

Heute werden mit Damien Chazelles „First Man“ die 75. Internationalen Filmfestspiele von Venedig eröffnet.
Vom 29. August bis 8. September finden in Venedig die 75. Internationalen Filmfestspiele statt. Das Festival hat gemeinsam mit dem TIFF in Toronto einen gewissen Ruf entwickelt die kommenden Oscarkandidaten zu screenen, und daher darf man als Cineast ein ganz genaues Auge auf die Filme werfen, die gezeigt werden.

Für dieses Jahr hat sich wieder ein umfangreiches interessantes Lineup angekündigt. Eröffnet wird heute Abend mit Damien Chazelles „First Man“ (Aufbruch zum Mond). In den Film reist Ryan Gosling als Neil Armstrong als erster Mann zum Mond. Chazelle hatte in der Vergangenheit mit Filmen wie „Whiplash“ und „La La Land“ auf sich aufmerksam gemacht.
Nach dem norwegischen „U July 22“ auf der Berlinale kommt mit „22 July“ von Paul Greengrass eine weitere Adaption des Breivik-Massakers auf der Insel Utøya auf die Kinoleinwand. Alfonso Cuarón zeigt mit „Roma“ sein erstes Werk seit dem Oscar-Abräumer „Gravity“. Beide Filme sind übrigens Filme des Streamingportals Netflix, das im Frühjahr noch höchstdramatisch von den Cannes Filmfestspielen verbannt wurde, da ihm die authentische cineastische Aura abgesprochen wurde.

Sonst sind noch das amerikanische Erfolgsduo Joel und Ethan Cohen mit ihrem „The Ballad of Buster Scruggs“ dabei, einem episodischen Spielfilm mit Namen wie James Franco, Liam Neeson oder Tom Waits auf der Besetzungsliste, Julian Schnabel‘s „At Eternity's Gate“ mit Willem Dafoe als Vincent van Gogh, Luca Guadagnino’s heiß erwarteter Horrorschocker „Suspiria“ mit Dakota Johnson und renommiertes Autorenkino von Olivier Assayas, Jacques Audiard und Mike Leigh. Die Australierin Jennifer Kent ist die einzige Frau in der Gruppe an Regisseuren, sie präsentiert ihr Werk „The Nightingale“. Außer Konkurrenz läuft Bradley Cooper’s „A Star Is Born“, in dem er gemeinsam mit Lady Gaga eine der beiden Hauptrollen spielt.

Zur Jury gehören heuer unter anderem Christoph Waltz und Naomi Watts. Den Vorsitz hat der letztjährige Festival-Gewinner und Regisseur von „The Shape of Water“, Guillermo del Toro. Fix sind aber bereits die folgenden zwei Trophäen: Der kanadische Filmemacher David Cronenberg und die britische Schauspielerin Vanessa Redgrave werden für ihr Lebenswerk geehrt.

Im Wettbewerb der 75. Filmfestspiele von Venedig laufen:

22 July ( USA/Nor/IS, Regie: Paul Greengrass)
Acusada ( Mex/Arg, Regie: Gonzalo Tobal)
At Eternity's Gate ( USA/F/UK, Regie: Julian Schnabel)
The Ballad of Buster Scruggs (USA, Regie: Ethan Coen, Joel Coen)
Capri-Revolution ( I/F, Regie: Mario Martone)
Doubles vies (Frankreich, Regie: Olivier Assayas)
The Favourite ( USA/UK/IRL, Regie: Yorgos Lanthimos)
Aufbruch zum Mond (USA, Regie: Damien Chazelle)
Frères ennemis ( F/B, Regie: David Oelhoffen)
The Mountain (USA, Regie: Rick Alverson)
Sunset ( F/H, Regie: László Nemes)
The Nightingale (Australien, Regie: Jennifer Kent)
Nuestro tiempo ( D/F/S/ Mex/DK, Regie: Carlos Reygadas)
Peterloo (Großbritannien, Regie: Mike Leigh)
Roma (Mexiko, Regie: Alfonso Cuarón)
The Sisters Brothers ( USA/F/E/ RO, Regie: Jacques Audiard)
Suspiria ( USA/I, Regie: Luca Guadagnino)
Vox Lux (USA, Regie: Brady Corbet)
What You Gonna Do When the World's on Fire? ( USA/I/F, Regie: Roberto Minervini)
Werk ohne Autor (Deutschland, Regie: Florian Henckel von Donnersmarck)
Zan (Japan, Regie: Shin'ya Tsukamoto)

Weiters laufen außer Konkurrenz:

„L’amica geniale“ von Saverio Costanzo
Dragged Across Concrete (Kanada, Regie: S. Craig Zahler)
Driven ( USA/UK, Regie: Nick Hamm)
Les estivants ( I/F, Regie: Valeria Bruni Tedeschi)
Mi obra maestra ( E/Arg, Regie: Gastón Duprat)
Un peuple et son roi ( F/B, Regie: Pierre Schoeller)
La quietud ( F/Arg, Regie: Pablo Trapero)
Una storia senza nome ( I/F, Regie: Roberto Andò)
A Star Is Born (USA, Regie: Bradley Cooper)
A Tramway in Jerusalem ( F/Isr, Regie: Amos Gitai)
Shadow (China, Regie: Yimou Zhang)
Die Autorin
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susn

Forum

  • Verbannt

    Also dass Netflix in Cannes „verbannt“ wurde, so habe ich das nicht mitbekommen. Ist es nicht eher so, dass Cannes sagt, Streamingdienste sind sehr wohl im Wettbewerb willkommen, solange der Film dann auch ins Kino kommt. Es ist also egal ob ein großes Studio oder ein Streamingdienst etwas produziert, wichtig, ist dass der Film ins Kino kommt. Und Netflix ist dann auf dieses Angebot nicht eingestiegen.

    Ansonsten sind heuer einige sehr interessante Filme im Programm. Freue mich schon auf eure Kritiken.
    treadstone71_02519ad8f6.jpg
    30.08.2018, 08:29 Uhr