Berlinale 2020
Berlinale 2020 - Panorama

Berlinale 2020 - Panorama

Während die Wettbewerbsfilme aus dem Festival-Programm um den Goldenen Bären kämpfen, ringen die Filme aus dem Panorama um die Gunst des Publikums.
Die Panorama-Schiene steht für subversives Kino, für politischen Widerstand und gesellschaftliche Rebellion. Dabei feiert sie stets die Vielfalt, die uns das Leben bietet, was sich auch im Programm niederschlägt, das nur so vor Diversität strotzt. Die diesjährigen inhaltlichen Schwerpunkte sind ein Suchen und Finden nach neuen Heimaten, der Kampf um Mutter Erde und das Ausleben queerer Identitäten.

Eröffnet wird das Panorama dieses Jahr mit der Weltpremiere des deutsch-argentinischen Dramas „One in a Thousand“ von Clarisa Navas. Es erzählt von der Annäherung zweier Frauen in einer argentinischen Sozialbausiedlung. Für die zwei jungen Frauen wird ihre Freundschaft ein Grenzgang zwischen erster Liebe und sozialer Gewalt.

Bild aus dem Film „One in a Thousand“ (Filmverleih)

Weitere Highlights des Panorama sind „Bloody Nose, Empty Pockets“ von Bill Ross IV und Turner Ross. Hinter dem klingenden Filmtitel steckt ein Dokumentarfilm, der von den letzten Tagen einer berühmten Bar in Las Vegas erzählt. „The Assistant“ der Regisseurin Kitty Green leistet einen sehenswerten Beitrag zum Me-Too-Diskurs. „Surge“, ein packender Thriller mit Ben Whishaw in der Hauptrolle, nimmt einen mit auf einen brisanten Wettlauf gegen die Zeit. Auch der schwedische Beitrag „Håp - Hope“ mit Stellan Skarsgård handelt von einer lebensbedrohlichen Diagnose, die der Unendlichkeit der Zeit plötzlich Grenzen setzt.

Der beliebteste Film in der Panorama-Schiene wird jedes Jahr mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Ein weiterer Preis, der im Rahmen des Panorama-Programms verliehen wird, ist der Teddy Award, der jährlich einen Film mit LGBT+ Hintergrund auszeichnet.

Panorama 2020

À L'abordage (Frankreich, Regie: Guillaume Brac)
Bloody Nose, Empty Pockets (USA, Regie: Bill Ross IV, Turner Ross)
The Assistant (USA, Regie: Kitty Green)
Cidade Pássaro - Shine Your Eyes ( F/BRA, Regie: Matias Mariani)
Un crimen común - A Common Crime (Argentinien, Regie: Francisco Márquez)
Digger ( F/Gri, Regie: Georgis Grigorakis)
Eeb Allay Ooo! (Indien, Regie: Prateek Vats)
Exil ( D/B/RKS, Regie: Visar Morina)
Futur Drei - No Hard Feelings (Deutschland, Regie: Faraz Shariat)
Håp - Hope (Norwegen, Regie: Maria Sødahl)
Kød & Blod - Wildland (Dänemark, Regie: Jeanette Nordahl)
Mare ( CH/HR, Regie: Andrea Staka)
One in a Thousand (Argentinien, Regie: Clarisa Navas)
Minyan (USA, Regie: Eric Steel)
Mogul Mowgli (Großbritannien, Regie: Bassam Tariq)
One of These Days ( USA/D, Regie: Bastian Günther)
Otac - Father ( D/F/BiH/ Slo/SRB/HR, Regie: Srdan Golubovic)
Pari ( F/NL/Bul/ Gri, Regie: Siamak Etemadi)
Schwarze Milch ( D/MGL, Regie: Uisenma Borchu)
Sow the Wind (Italien, Regie: Danilo Caputo)
Suk Suk (Hong Kong, Regie: Ray Yeung)
Surge (Großbritannien, Regie: Aneil Karia)
Vento Seco - Dry Wind (Brasilien, Regie: Daniel Nolasco)

Panorama Dokumente

Always Amber von Lia Hietala, Hannah Reinikainen
Aufzeichnungen aus der Unterwelt (Österreich, Regie: Tizza Covi, Rainer Frimmel)
Days of Cannibalism von Teboho Edkins
I Dream of Singapore von Lei Yuan Bin
Aufzeichnungen aus der Unterwelt (Österreich, Regie: Tizza Covi, Rainer Frimmel)
Kotlovan - The Foundation Pit von Andrey Gryazev
Nardjes A. von Karim Aïnouz
Petite fille - Little Girl von Sébastien Lifshitz
O Reflexo do Lago - Amazon Mirror von Fernando Segtowick
Saudi Runaway von Susanne Regina Meures
Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien von Bettina Böhler
Si c’était de l’amour - If It Were Love von Patric Chiha
Welcome to Chechnya von David France
Die Autorin
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Stadtneurotikerin

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