Caines Corner
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Caines Corner: Star Wars Overkill

Walt Disneys Overkill mit Marvel und Star Wars am Box-Office
Comic-Verfilmungen habe ich mein ganzes Leben geliebt. Noch mehr konnte ich mich nur für STAR WARS begeistern. Ich freue mich sehr, dass „Black Panther“, „Avengers: Infinity War“, „Deadpool 2“ und bald „Ant-Man and the Wasp“ ins Kino kommen. Und das sind nur die Marvel-Comicverfilmungen - DC sowie andere Labels gibt’s auch noch. Aber gleichzeitig spüre ich eine Übersättigung mit dem Walt-Disney-Portfolio. Vor allem das neueste Abenteuer „Solo: A Star Wars Story“ inklusive der enttäuschenden Box-Office-Zahlen beweist, dass die Zuschauer vom Disney-Comic/Star Wars-Overkill langsam die Schnauze voll haben. Episode 8 ist nicht einmal ein halbes Jahr her.

Was kann man daraus lernen? Ich habe das Gefühl, dass es vollkommen ausreichend wäre ein bis max. zwei Comicverfilmungen im Jahr im Kino zu starten – egal von welchem Label. Und mit einem Star-Wars-Streifen wäre das Kinoprogramm einfach nur top. Wie oft im Leben ist die Vorfreude die schönste Freude. Wenn es aber nur kurze Zeitfenster zwischen den verschiedenen Filmen aus dem gleichen Genre Comic/Star Wars-Sci-Fi gibt, dann entsteht nicht das Gefühl auf etwas Besonderes zu warten.

Als „Batman“ 1989 ins Kino kam, war das etwas Unglaubliches und die Vorfreude auf den Film war unbeschreiblich. Zur Erinnerung: Das war das einzige Comic-Adventure auf der Leinwand im gesamten Jahr. Ich verstehe natürlich, dass wir in der Zukunft angekommen sind und dass der Disney-Konzern die 8 Mrd. USD für den Kaufpreis von Marvel/Lucasfilm einspielen und maximal Kohle machen möchte. Dagegen ist nichts einzuwenden, aber alles mit besserer Planung und vor allem längeren Zeitfenstern zwischen den Filmen. Aus dem aktuellen STAR WARS-Beispiel kann man und sollte man lernen. „Solo: A Star Wars Story“ ist kein Meisterwerk, aber durchaus sehenswert. Ich bin mir sicher, dass auch bei zukünftigen Comic-Verfilmungen die Zuschauer den einen oder anderen Kinoflop verursachen werden. Das ist nicht notwendig. Und wenn der Zuschauer NICHT mit 3D zwangsbeglückt wird, dann wird die Macht wieder mit uns sein!
Der Autor
leander-caine


Forum

  • Gier

    Schöner Gedanke, aber geht so natürlich nicht. Wenn Marvel nur ein bis zwei Filme im Jahr rausbringen würde, würde die Lücke von anderen geschlossen. Für Comicverfilmungen ist ein großer Markt da. Und wenn ein Studio hier nichts liefert verlieren sie Geld. Filme werden halt leider vorwiegend gemacht um Geld zu verdienen und erst in zweiter Linie um zu „gefallen“. Gier regiert das Filmgeschäft.
    treadstone71
    06.06.2018, 15:02 Uhr
  • ad Comic Verfilmungen

    Ich denke, dass es durchaus Raum für mehr Comic-Verfilmungen gibt. Schließlich sind Comics ein Medium, das alle Genres beinhaltet. Wichtig ist , dass sich Comic-Verfilmungen nicht gleichen. Logan etwa ist moderner Western, der sich (zum Glück) vollkommen anders anfühlte als Disney's MCU Filme. Selbst im MCU gehört nicht ein jeder Film zum Einheitsbrei der "Marvel Formel". Winter Soldier ist ein gutes Beispiel für "Spy-Thriller" von herausragender Qualität.
    Czpkg7FXAAEGrSW
    06.06.2018, 13:14 Uhr