Berlinale 2017

Berlinale 2017 - Tag 4

Die Emotionen gehen hoch nach „Viceroy’s House“ und „Una mujer fantástica“ fragt nach der Progressivität unserer Gesellschaft.
Nach „On Body and Soul“ war der polnische Wettbewerbsbeitrag „Pokot (Spoor)“ der zweite Film, der seine Geschichte mit dem Sinnbild der Tiere erzählt. Eine pensionierte Brückenbauerin, die als strikte Vegetarierin lebt, gerät unter Verdacht, eine Mörderin zu sein, als nach der Rehe die Jäger in der Region sterben.

Viceroy’s House - Der Stern von Indien“ setzt sich mit der Trennung Indiens 1947 unter dem Vorsitz des letzten Vizekönigs von Indien auseinander. Die Regisseurin, eine Verfechterin des ungetrennten Indiens, macht aus dieser Gesinnung keinen Hehl in ihrem Werk. Die Pressekonferenz wurde somit zum politischen Podium, vor allem, als ein Journalist aus Bangladesch, ebenfalls einem ehemaligen indischen Gebiet, eine Diskussion startete. „Viceroy’s House“ war auch abends am roten Teppich zu sehen, die Darsteller Hugh Bonneville und Gillian Anderson waren vor Ort.

Als letzter Wettbewerbsfilm war der chilenische Beitrag „Una mujer fantástica“. Eine transsexuelle Frau verliert ihren Freund durch einen Schlaganfall und muss sich nun gegen seine sie ablehnende, teils gewalttätige Familie behaupten. Zu trauern sei ein Menschenrecht, wie es die Protagonistin Marina darlegt.

Insgesamt war es ein Tag der tausend Enden, kein Film an diesem Tag vermochte es seine Geschichte komplett zufriedenstellend abzuschließen.

Marina hat sich heute den österreichischen Film „Die beste aller Welten“ von Adrian Goiginger und den brasilianischen Streifen „Como Nossos Pais - Just Like Our Parents“ angesehen. Beim Photocall zu „Der junge Karl Marx“ waren unter anderem der Hauptdarsteller August Diehl und Regisseur Raoul Peck anwesend.

Die Autorin
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susn

Forum

  • Stadtneurotiker + Stadtneurotikerin

    Mein Highlight des vierten Tages der Berlinale war es, einen meinen Lieblingsfilme auf der großen Leinwand zu sehen. Ich weiß nicht, wie oft ich Woody Allens "Der Stadtneurotiker" gesehen hab, aber oft genug, um mich hier auf Uncut stolz Die Stadtneurotikerin zu nennen. Deswegen ist mein Herz natürlich fast vor Freude zersprungen als Diane Keaton als Annie Hall die Leinwand geziert hat. Grund für das Screening ist eine digital neu restaurierte Version des Klassikers, die in der Sektion Berlinale Classics läuft. Die Stadtneurotikerin hats gefreut! :)
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    14.02.2017, 00:01 Uhr