Neu im Kino
Neu im Kino (Woche 35/2021)

Neu im Kino (Woche 35/2021)

Die neue Kinowoche bringt uns unter anderem den ersten asiatischen Marvel-Leinwandhelden und die neueste James-Wan-Horrorfantasie.
Foto: The Walt Disney Company

Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings

Bereits in den „Iron Man“-Filmen angeteasert, schafft es die Geschichte rund um den legendären Kung-Fu-Meister Shang-Chi nun endlich auf die ganz große Leinwand. Als erster Marvel-Film mit einem vorwiegend asiatisch-stämmigen Cast und den Newcomer Simu Liu in der Titelrolle, verspricht „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ neben der üblichen Marvel-Action spektakuläre Kampfchoreographien und das Eintauchen in die fernöstliche Kultur ohne der oftmals üblichen Stereotype und vermischt dabei klassische Stilelemente des Martial-Arts-Films mit dem Fantasy-Genre. Regisseur Destin Daniel Cretton, der zuvor mit Filmen wie „Short Term 12“ und „Just Mercy“ vorwiegend im Indie-Bereich tätig war, ist zudem der erste Filmemacher mit asiatischen Wurzeln, der von Marvel als Regisseur angeheuert wurde.

Der Action-Streifen folgt dem mit außergewöhnlichen Kampfsportfähigkeiten ausgestatteten Shang-Chi der in Form der geheimnisvollen Verbrecherorganisation „Ten Rings" von der kriminellen Vergangenheit seines Vaters eingeholt wird.

Foto: Warner Bros

Malignant

Durch Horrorfilme wie „Saw“, „The Conjuring” oder „Insidious“ hat sich der chinesisch-australische Filmemacher James Wan einen Namen gemacht, zuletzt führte er 2018 beim DCEU-Blockbuster „Aquaman“ Regie. Mit seinem neuesten Projekt „Malignant“ kehrt der 44-Jährige zu seinen stolzen Horrorwurzeln zurück und verspricht den Zusehern einen übernatürlichen Albtraum.

Im Fokus des Gruselfilms steht die traumatisierte Madison (Anabelle Wallis), der es schwer fällt ihre tragische Kindheit zu verarbeiten. Als ihr immer wieder Visionen grauenhafter Morde widerfahren, die tatsächlich zu geschehen scheinen, erinnert sich die Frau an ihren imaginären Freund Gabriel aus Kindertagen, der auf seltsame Weise in Verbindung zu den Gräueltaten steht.

Weitere Neustarts

Der Dokumentarfilm „Gunda“ von Victor Kossakovsky wirft auf eindrückliche Art und Weise einen Blick auf die Lebenswelt verschiedener Bauernhoftiere, allen voran der Muttersau Gunda. In schwarz-weiß gehalten und völlig ohne Dialoge zeichnet der Filmemacher ein herzliches, zurückhaltendes Bild einer Scheinidylle, deren unglückliches Ende bereits vorauszuahnen ist. Der Film wurde im Zuge der Berlinale 2020 uraufgeführt und war unter anderem auch im Programm der letztjährigen Viennale zu sehen.

Ebenfalls ein Teil des Viennale-Programms im letzten Jahr war das mexikanisch-kanadische Drama „Fauna“ von Nicolás Pereda, in welchem sich ein junges Paar auf den Weg durch die karge mexikanische Landschaft macht, um die Eltern der Frau zu besuchen. Der Film feierte seine Premiere im Rahmen des Toronto International Film Festivals 2020.

Im Dokumentarfilm „Weiyena – ein Heimatfilm“ arbeitet Co-Regisseurin Weina Zhao gemeinsam mit Kamerafrau Judith Benedikt ihre eigene Herkunft und Familiengeschichte auf, die sie zwischen Peking und Wien verortet. Der Film geht den Fragen nach Identität und der eigenen Vergangenheit nach und erzählt dabei eine berührende Geschichte von Migration und Selbstfindung.

Das französische Drama „Unter den Sternen von Paris“ von Claus Drexel beschäftigt sich mit dem schwierigen Alltagsleben einer obdachlosen Frau (Catherine Frot) inmitten von Paris, ein Thema, mit dem sich der Regisseur bereits 2012 im Rahmen eines Dokumentarfilms eindrücklich beschäftigt hatte.

Der bereits dritte Teil der „After“-Reihe, „After Love“ von Castille Landon, basierend auf den Romanen der Schriftstellerin Anna Todd, setzt die Geschichte rund um die Protagonist*innen Tessa und Hardin fort, die in ihrer Beziehung vor der nächsten Hürde stehen.

Es geht wieder ans Schrumpfen: Im dritten Teil der Filmreihe „Hilfe, ich hab meine Freunde geschrumpft“ von Granz Henman verliebt sich Protagonist Felix sehr zum Missfallen seiner Freunde, die er folglich unbeabsichtigt auf Taschenformat schrumpfen lässt, wodurch er zufällig den Plan der bösen Hulda begünstigt.

Der kluge Wikingersohn Wickie hat auf der Leinwand schon so manches Abenteuer durchstanden, im neuen Animationsfilm „Wickie und die starken Männer - Das magische Schwert“ von Eric Cazes möchte der nasereibende Halbstarke seinem mächtigen Vater imponieren und gerät dabei in ein unvergessliches Erlebnis.
Die Autorin
juliap_6446b04045.jpg
juliap

Forum