Neu im Kino

Neu im Kino (KW 07/2017)

Mit Josef Haders Regiedebüt, das auf der Berlinale im Wettbewerb gezeigt wurde und einem mehrfach Oscarnominierten schwarzen Familiendrama steht uns eine Woche der potentiellen Preisträger bevor.

Wilde Maus

Immer wieder wurden auch schon in der Vergangenheit Filme aus Österreich im Wettbewerb der Berlinale gezeigt bzw. liefen in einer der übrigen Sektionen des Festivals. Dass Josef Haders Regiedebüt „Wilde Maus“ aber gleich vom Fleck weg im Wettbewerb um die Goldenen und Silbernen Bären gezeigt werden würde, erstaunte dann doch. Eine eindeutig positive Überraschung, zumal der Film insgesamt relativ gut aufgenommen wurde. Hader spielt in der Tragikomödie einen Musikkritiker, der eines Tages plötzlich seinen Job los ist, dafür aber schlagartig eine ganze Reihe anderer Probleme am Hals hat.

Empörung

In der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Philipp Roth spielt Nachwuchsstar Logan Lerman („Percy Jackson“) den jungen Studenten Marcus Messner, der im Jahre 1951 als gebürtiger, aber nicht religiös-praktizierender Jude an einer christlichen Universität inskribiert, um nicht für den Koreakrieg der USA eingezogen zu werden. James Schamus, als Produzent verantwortlich für „Brokeback Mountain“ oder „Tiger & Dragon“, führte bei diesem Film zum ersten Mal selbst Regie und schrieb das Drehbuch. An der Seite von Logan Lerman sehen wir die kanadische Nachwuchsschauspielerin Sarah Gadon, die zuletzt in „Dracula Untold“ oder „The Amazing Spider Man 2“ zu sehen war.

Fences

In dem mehrfach Oscarnominierten Drama „Fences“ spielen Denzel Washington (nominiert für den besten Hauptdarsteller) und Olivia Davies (nominiert als beste Nebendarstellerin) die Eltern ihres Sohnes Cory. Die Familie lebt in einfachen Verhältnissen, was nicht zuletzt damit zu tun hat, dass es Schwarze in den 1950er-Jahren, in denen der Film spielt, alles Andere als leicht hatten. Als Vorlage für das (ebenso Oscarnominierte) Drehbuch diente das gleichnamige und viel beachtete Theaterstück des US-Schriftstellers August Wilson, der im Jahre 2005 verstarb.

Außerdem wird Keanu Reeves in der Rolle des Auftragskillers John Wick in „John Wick: Kapitel 2“ erneut zu den Waffen gerufen und in der deutschen Komödie „Schatz, nimm Du sie!“ tragen die in Scheidung befindlichen Eltern Marc (Maxim Mehmet) und Toni (Carolin Kebekus) ihren Streit um das Sorgerecht gemeinsam mit ihren Kindern aus.

Auf seinen Spitznamen „Zucchini“ bezieht sich zu Guter Letzt der Titel des französischen Animationsfilmes „Mein Leben als Zucchini“, in dem sich ein kleiner Junge nach dem Tod seiner Eltern im Waisenhaus zurecht und im Leben seinen Platz finden muss.

Noch etwas mehr als eine Woche ist also Zeit, um sich den einen oder anderen potentiellen Preisträger in Hollywood oder Berlin oder auch einen der anderen Filme anzusehen. Ich wünsche dabei viel Spaß.
Der Autor
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Harry.Potter

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