Neu im Kino
Neu im Kino (KW 01/2020)

Neu im Kino (KW 01/2020)

Auch das neue Kinojahr beginnt vielversprechend und lädt uns unter anderem zu einer spannenden Murder-Mystery aus der Feder von Rian Johnson ein.
Foto: Constantin Film, Universum Film

Knives Out

Mit Filmen wie „Brick“ und „Looper“ vermochte Regisseur Rian Johnson längst seine Qualität als Filmemacher zu bekunden, durch seinen Eintrag ins Star-Wars-Universum, „The Last Jedi“, konnte er zudem sein Auge für große Blockbusterproduktionen unter Beweis stellen. Mit seinem neustem Werk „Knives Out“ kehrt er wieder zu seinen Wurzeln zurück – mit geringerem Budget und selbstverfasstem Drehbuch – und beweist, dass das als antiquiert verrufene Detektivgenre auch in der heutigen Zeit einen Platz im Kino verdient hat.

Nachdem der äußerst vermögende Autor Harlan Thrombey am Tag nach seinem 85. Geburtstagsfest ermordet aufgefunden wird, steht nach anfänglichen Zweifeln dessen gesamte Familie unter Verdacht, zumindest wenn es nach dem anonym beauftragten Detektiv Benoit Blanc geht. Sein Unterfangen den wahren Täter zu stellen, erweist sich jedoch schwieriger als erwartet, scheinen doch mehrere Verwandte des Opfers ein Motiv zu haben.

Mit Hilfe einer grandiosen Besetzung (unter anderem Daniel Craig, Chris Evans, Christopher Plummer) und fesselndem Storytelling gelingt es Johnson mit „Knives Out“ ein originelles Whodunit zu kreieren, welches seinen literarischen Vorbildern à la Agatha Christie und Sir Arthur Conan Doyle in nichts nachsteht.

Weitere Neustarts

Nach dem großen Erfolg den ihr ihr Regiedebüt „Pitch Perfect 2“ bescherte, versucht sich Schauspielerin Elizabeth Banks mit „3 Engel für Charlie“ nun am Reboot des gleichnamigen Franchises. Trotz eines tollen Jungschauspielercasts rund um Kristen Stewart, Naomi Scott und Ella Balinska scheint der Film über drei Agentinnen, die für die Townsend Agentur arbeiten, die Kritik nicht von sich überzeugen zu können.

Mit „Judy“ von Rupert Goold steht das nächste Biopic in den Startlöchern. Die Biographie widmet sich den letzten Lebensjahren der Schauspiel- und Gesangsikone Judy Garland, die (verkörpert von Renée Zellweger) mit ihrer Alkohol- und Tablettenabhängigkeit und ihrer schwindenden Karriere zu kämpfen hat.

Das chinesische Drama „Bis dann, mein Sohn“ von Wang Xiaoshuai feierte auf der letztjährigen Berlinale seine Weltpremiere und erzählt retrospektiv vom Leben zweier befreundeter Familien über mehrere Jahrzehnte hinweg. Der Film soll den ersten Teil von Wangs geplanter „Heimat-Trilogie“ darstellen.

Das in Frankreich sehr beliebte Subgenre der Cultureclash-Komödie scheint einfach nicht versiegen zu wollen. Mit „Ein Papa für alle“ von Xavier de Choudens wird die Geschichte des Lehrers Damien erzählt, der die Vaterschaft seines Schülers Bahzad annimmt, um ihn und dessen Mutter vor der drohenden Abschiebung zu retten.

Kaum jemand hat die Musiklandschaft so sehr geprägt wie Jazzlegende Miles Davis, der mit seiner Trompetenkunst Geschichte schrieb. In Stanley Nelsons Dokumentarfilm „Miles Davis: Birth of the Cool“ wird der Legende rund um das Musikergenie in Form von Interviews, Archivaufnahmen und Studio Outtakes nachgegangen.

Zu guter Letzt dürfen sich auch die Kleinsten unter den Kinogängern freuen, der Animationsfilm „Thomas & seine Freunde - Große Welt! Große Abenteuer! Der Film“ von David Stoten, der die populäre Lokomotive Thomas auf seiner Weltreise begleitet, eignet sich zur Ferienzeit perfekt für einen Familienausflug.
Die Autorin
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juliap

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