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Festivals, Wien
Slash 2018 - Ein Rückblick

Slash 2018 - Ein Rückblick

Nach 11 Tagen voller Blut und abgetrennter Körperteile ging heute die 9. Ausgabe des Slash-Filmfestivals zu Ende. Ein Rückblick auf die Highlights des diesjährigen „Festival des fantastischen Films“.
Als einziges österreichisches Filmfestival, das sich dem fantastischen Kino widmet, hält das Wiener SLASH immer wieder große Überraschungen parat. Auch die mittlerweile neunte Edition des Festivals konnte bereits im Vorfeld mit einigen neuen Änderungen überraschen. Fand das SLASH zuvor (abgesehen von der Eröffnung) noch stets ausschließlich im Wiener Filmcasino statt, kam in diesem Jahr mit dem Metro Kinokulturhaus ein zweites fixes Kino dazu. So wurde das auch sonst schon breitgefächerte Programm in diesem Jahr noch um rund 20 Filme reicher und zudem wurden erstmalig auch zahlreiche Filme in Zusatzvorstellungen wiederholt, um Festivalgängern die Möglichkeit zu geben, die gesamte Bandbreite des Festivalprogramms zu genießen. Ebenfalls wurde in diesem Jahr das Programm zum allerersten Mal in die folgenden sieben Schienen unterteilt.

Der Schiene /Competition, der ein gutgemixter Cocktail verschiedenster Genre-Langfilme angehörte, wurde gar eine eigene Jury zu Teil. Diese bestand aus den Filmemachern Jonas Govaerts und Till Kleinert sowie der Schauspielerin Sabrina Reiter. Als großer Gewinner der Wettbewerbsschiene wurde gestern der sehr experimentelle Genre-Beitrag „Luz“ des deutschen Regisseurs Tilman Singer ausgezeichnet. Den Preis als bester Kurzfilm bekam „The Girl in the Snow“ von Dennis Ledergerber.

Während die Schiene /Midnight sich besonders gorehaltigen Einträgen ins fantastische Kino widmete, wurden unter /Vortex Genre-Filme, die sich bereits auf anderen Festivals als Publikumsfavoriten herausstellten, gezeigt. In der Sparte /Asia wurden Zuschauern - wie der Name schon verrät - Gustostücke des modernen asiatischen Kinos präsentiert. Mit /Animated gab es in diesem Jahr auch erstmals eine eigene Schiene für die Bandbreite des modernen Animationsfilms, wobei sowohl kindgerechte Werke als auch Animation für Erwachsene im Programm stand.

Unter /Legendary bekamen Zuschauer Sondervorstellungen wie Double Features zu sehen oder durften auch Filmklassiker auf der großen Leinwand wiederentdecken. Dieses Jahr wurde beispielsweise Todd Brownings einflussreicher Genre-Klassiker „Freaks“ aus dem Jahre 1932 im Metro Kinokulturhaus gespielt und soll von nun an auch jährlich im Rahmen des Festivals gezeigt werden. Abgesehen von Kinovorstellungen, finden unter dieser Schiene von nun an auch Spezialveranstaltungen statt. So wurde im Anschluss an das Screening von „Barb Wire“ im Metro Kinokulturhaus eine waschechte Burlesque-Show veranstaltet oder fand im Zuge des Double Features von „Santo vs Evil Brain“ und „Lowlife“ ein kleines Underground-Wrestling-Match im Wiener Filmcasino statt.

Fotos: slash filmfestival

Mit der Sparte /❤ will sich das SLASH von nun an in Form einer Retrospektive dem Schaffenswerk des jährlichen Spezialgastes widmen. In diesem Jahr konnte die deutsche Horror-Legende Udo Kier als Ehrengast für das Festival gewonnen werden. In Zuge dessen wurden unter anderem Udo-Klassiker wie „Hexen bis aufs Blut gequält“ oder „Andy Warhol's Dracula“, aber auch zum Beispiel dessen Schauspiel-Debüt „Schamlos“ oder sogar der noch nagelneue „Puppet Master: The Littlest Reich“ gezeigt. Kier war bei den meisten Vorstellungen der Retrospektive höchstpersönlich anwesend, um Publikumsgespräche zu geben und amüsante Anekdoten zu erzählen. UNCUT durfte sich mit dem Paradiesvogel sogar für ein kleines Gespräch zusammensetzen.



Eingeleitet wurde das Festival in diesem Jahr von Panos Cosmatos’ psychadelischen Metal-Horror-Trip „Mandy“, der bis zum Ende mein großer Favorit des diesjährigen Festivalprogramms geblieben ist. Für die Eröffnung hielt das SLASH zudem ein besonderes Schmankerl für Genre-Liebhaber bereit. Es gelang dem diesjährigen Festival-Team nämlich der unglaubliche Coup, „Mandy“-Hauptdarsteller und Kino-Legende Nicolas Cage zur Eröffnungsgala ins Gartenbaukino nach Wien zu bekommen. Cage gab dort eine sehr unterhaltsame Einleitung zum Eröffnungsfilm und verfiel - während er eine Anektode von ihm und Regisseur Werner Herzog erzählte - sogar kurzzeitig in Meme-verdächtigen Cage-Rage-Modus.

Gestern wurde das Rahmenprogramm des Festivals mit dem diesjährigen Abschlussfilm „Border“ des Iraners Ali Abassi beendet. Neben dem Eröffnungsfilm „Mandy“ gehören zu meinen Highlights unter anderem das Schweizer Fantasy-Coming-of-Age-Drama „Blue My Mind“, die pechschwarze australische Tragikomödie „Brothers' Nest“, der skandinavische Hochspannungsthriller „The Guilty“, das emanzipatorische Katz-und-Maus-Spiel „What Keeps You Alive“ oder auch die hochunterhaltsame Gangster-Groteske „Lowlife“.

Es war mal wieder ein im wahrsten Sinne des Wortes fantastisches Fest!
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