Neu im Kino
Neu im Kino: Woche 11/2016

Neu im Kino: Woche 11/2016

Zwei dritte Teile und ein Film der sagt, dass drei einer zu viel ist, starten neben zwei Oscar-gekrönten Dramen.

Kung Fu Panda 3

2008 feierte der nudelverkaufende Kung Fu Pandabär Po seine Leinwandpremiere - und das gleich in Cannes. Die Dreamworks-Produktion war ein Riesenerfolg. 2011 wurde die Geschichte in 3D fortgesetzt und auf Nickelodeon lief eine gleichnamige Serie an. Die Handlung von Teil 3 erinnert dabei stark an Akira Kurosawas Meisterwerk „Die sieben Samurai“, an dessen Handlung „Für eine Hand voll Dollar“ angelehnt wurde: Panda Po kommt in ein fremdes Dorf und bereitet die tollpatschigen Bewohner auf den Angriff des bösen Schurken Kai vor. Wer die Originalstimmen von Jack Black, Bryan Cranston, Angelina Jolie, J.K. Simmons, Seth Rogen, Kate Hudson & Co genießen möchte, sollte sich den Film in Original ansehen.

Die Bestimmung – Allegiant

Die Bestimmungs-Reihe wirkt auf den ersten Blick irgendwie wie ein Abklatsch von „Die Tribute von Panem“. Dennoch konnte der erste Teil durchaus überraschen. Teil 2 war schon nicht mehr ganz so spritzig. Und Teil 3? Wie auch immer: bevor mit dem vierten Teil das große Finale der Jugendbuch-Verfilmung bevorsteht, schaffen es die „Auserwählte“ Tris und ihre große Liebe Four erstmals auf die andere Seite des gigantischen Zauns – also in das verbotene Gebiet. Was sie in dieser dystopischen Welt dort erwartet, ist freilich überraschend.

Lolo - Drei ist einer zu viel

Julie Delpy machte bereits in sehr jungen Jahren (u.a. „Hitlerjunge Salomon“) auf sich aufmerksam und erlangte spätestens mit den Linklater-Filmen an der Seite von Ethan Hawke große Bekanntheit. Mittlerweile ist die Französin eine sowohl von der Kritik als auch vom Publikum geschätzte Regisseurin. In ihrem neuesten Film machte sie gleich alles: Sie schrieb das Drehbuch, führte Regie und spielt darüber hinaus noch die Hauptrolle – eine neurotische Pariserin in der Midlifecrisis, die sich im Urlaub in den französischen Komödienstar Dany Boon verliebt. Alles scheint perfekt, doch ihr verwöhnter Sohn Lolo kommt mit der Situation gar nicht zurecht.

Raum

Brie Larson wurde bei der diesjährigen Oscarverleihung als Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Und zwar für ihre Rolle in „Raum“. In dieser irisch-kanadischen Produktion wird sie zusammen mit ihrem fünfjährigen Sohn in einem nur neun Quadratmeter großen Zimmer gefangen gehalten - bis die beiden die Flucht versuchen. „Raum“ war zudem auch als Bester Film, für die Beste Regie und das Beste adaptierte Drehbuch nominiert. Klingt nach einem Werk, das man sich nicht entgehen lassen sollte!

Son of Saul

Das ungarische Holocaust-Drama „Son of Saul“ sorgte bereits bei seiner Premiere in Cannes für Furore und avancierte schlagartig zu einem der Kritikerfavoriten. László Nemes' Film wurde letztendlich mit dem Jurypreis und dem FIPRESCI-Preis ausgezeichnet. Der Erfolgslauf war damit jedoch nicht zu Ende: Unter anderem bekam der in Auschwitz spielende Film über 50 Preise. Unter anderen den Golden Globe sowie den Oscar als Bester fremdsprachiger Film.

Weitere Neustarts

Die österreichische NSA-Doku „A Good American“ beleuchtet auf spannende Art und Weise die Geschichte eines Überwachungstool, das die Welt veränderte. Bei „Thank You For Bombing“ handelt es sich ebenfalls um einen österreichischen Film. Regisseurin Barbara Eder begleitet darin drei Auslandskorrespondenten an ihre gefährlichen Arbeitsplätze in Krisengebieten.
Nur in Graz startet Andrew Bujalskis („Computer Chess“) Fitness-Komödie „Results“ mit Guy Pearce und Cobie „Robin“ Smulders in den Hauptrollen.
Der Autor
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patzwey

Forum

  • Danke!

    ... dass Du in dieser Woche für mich eingesprungen bist!
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    18.03.2016, 07:30 Uhr