Neu im Kino
Neu im Kino: Woche 04/2014

Neu im Kino: Woche 04/2014

Actionkracher mit alten Haudegen und alten Monstern sowie zwei ungewöhnliche Beziehungen bereichern die heimischen Kinosäle.
I, Frankenstein
Frankensteins Monster wurde bekanntermaßen vor langer Zeit von Dr. Viktor Frankenstein in einem grauenhaften Experiment erschaffen. Doch mit der von Mary Shelley 1818 veröffentlichten Geschichte hat dieser Actionkracher nur noch wenig zu tun. Vielmehr basiert er auf einem Graphic Novel, in dem das mit Unsterblichkeit „gesegnete“ Monster seit nunmehr 200 Jahren auf der Erde wandelt und inmitten eines Krieges zwischen Gargoyles und Dämonen gerät. Und natürlich liegt es nun am wohl bestaussehensten Monster der Frankenstein-Filmgeschichte (Aaron Eckhart), die Menschheit zu retten.

Homefront
Eigentlich wollte Sylvester Stallone selbst die Hauptrolle in diesem von ihm geschriebenen Drehbuch übernehmen. Doch entweder hatte der Hollywood-Dauerbrenner keine Zeit, (gefühlt kommt gerade alle 2 Monate ein neuer Stallone ins Kino), oder er sah dann doch ein, dass er vielleicht schon etwas zu alt für diese Rolle sein könnte – wobei man sich das beim Italian Stallion nur schwer vorstellen kann. Also übergab er an seinen designierten Nachfolger Jason Statham. Dieser spielt nun einen ehemaligen Drogenagenten, dessen 9-jährige Tochter den Neffen eines Drogenbosses (James Franco) verprügelt, sodass dieser Rache schwört.

Belle & Sebastian
„Belle & Sebastian“ basiert auf einer erfolgreichen französischen Kinderbuchreihe, die in den 60ern auch als Fernsehserie europaweite Erfolge feierte. Das Abenteuer spielt 1943 hoch oben in den französischen Alpen und erzählt die Geschichte der Freundschaft zwischen dem Waisenjungen Sebastian und der wunderschönen Hündin Belle. Nur blöd, dass alle anderen Dorfbewohner hinter der Hündin her sind, da sie Belle für eine Schafe reißende Bestie halten.

Der deutsche Freund
Buenos Aires in den 50ern: Sulamit, die Tochter einer im Krieg geflohenen jüdischen Familie, verliebt sich in Friedrich - Sohn eines ehemaligen SS-Offiziers. Als Friedrich die Vergangenheit seines Vaters herausfindet, trennt er sich voller Scham von Sulamit und wandert nach Deutschland aus, wo er sich im Umfeld der 68er-Bewegung politisch engagiert. Doch Sulamit will in diesem stark autobiographischen Drama der Argentinierin Jeanine Meerapfel ihre große Liebe nicht so schnell aufgeben.

Sonstiges

Vorerst nur in Wien startet der deutsche Dokumentarfilm „Die mit dem Bauch tanzen“, über eine Gruppe Durchschnittsfrauen, die den Bauchtanz für sich entdecken. Ebenfalls aus Deutschland und ebenfalls nur in Wien zu sehen ist das Drama „Crashkurs“, das die Finanzkrise von 2008 aus der Perspektive eines Rentnerehepaares erzählt, das seine Ersparnisse verliert.

Nachdem der Dokumentarfilm „Omsch“ des Linzer Filmemachers Edgar Honetschläger bereits im Oktober vorigen Jahres in Wien lief, darf nun auch das Grazer Publikum diese Geschichte über eine außergewöhnliche Freundschaft bewundern. Ebenfalls in Graz startet nun auch die türkische Komödie „Dügün Dernek - Der Hochzeitsverein“, in der es um die turbulenten Vorbereitungen einer unerwarteten Hochzeit geht.
Der Autor
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patzwey

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