Neu im Kino
Neu im Kino (Woche 39/2022)

Neu im Kino (Woche 39/2022)

Michael Bully Herbig lässt in seinem neuen Film einen Reporter Geschichten erfinden, während Juliette Binoche als Autorin mit ihren Recherchen tief in die Arbeiterschicht eintaucht.
Wahrheit und Lüge liegen in der neuen Kinowoche sehr nah beieinander.

Tausend Zeilen

Michael „Bully“ Herbig ist aus Deutschlands Comedy-Szene nicht wegzudenken und legte 2001 mit „Der Schuh des Manitu“ auch ein wahnsinnig erfolgreiches Regiedebüt hin. Dass seine späteren Filme nicht ganz an den frühen Erfolg anknüpfen konnten, hinderte Herbig nicht daran, sich immer wieder in den Regiesessel zu setzen. Dabei wagte er sich in seinen späteren Filmen, wie etwa „Ballon“ an andere Genres als die Komödie heran und beleuchtete durchaus ernstere Thematiken. In seinem neuen Film wagt er eine Mediensatire. Interessant dabei ist, dass er sich für seine Satire einer wahren Begebenheit bedient. Die besten Satiren schreibt eben das Leben.
Bild aus dem Film „Tausend Zeilen“ (Warner Bros)

Erzählt wird die Geschichte des Journalisten Juan Romero, der Zweifel an den Berichten seines Kollegen Lars Bogenius (in echt Claas Relotius) hegt. Zurecht, denn dieser veröffentlichte eine Vielzahl an weitgehend erfundenen Berichte im „Spiegel“. Gespielt wird Juan Romero von niemand Geringerem als Elyas M’Barek, doch Michael Ostrowksi als journalistischer Fotograf imponiert uns fast noch mehr. Für alle, die eine Lektion über Fake-News über sich ergehen lassen wollen.


Wie im echten Leben

Juliette Binoche spiet in Emmanuel Carréres französischem Drama eine Schriftstellerin, die alle Vorzüge der Pariser Kulturelite genießt – bis sie entschließt, diese Privilegien auf Zeit abzulegen, um darüber ein Buch zu schreiben.
Bild aus dem Film „Wie im echten Leben“ (Filmladen)

Sie lässt sich in einer kalten Hafenstadt nieder, wo sie vorgibt nach einer Scheidung dringend einen Job zu suchen. Aus gespielter Not heraus nimmt sie einen Job als Reinigungskraft an und leistet fortan eine wörtliche Drecksarbeit. Als jedoch aus einer Kollegin eine wahre Freundin wird, steht bald ihr Scheinleben zwischen ihrer Freundschaft.


Weitere Neustarts

Des Weiteren startet noch der amerikanische Horrorstreifen „Smile - Siehst du es auch?“ über eine Psychiaterin, die nach einem erlittenen Trauma selbst fast den Verstand verliert. Zeit, sich ihren Dämonen zu stellen – wortwörtlich!
Bild aus dem Film „Smile - Siehst du es auch?“ (Constantin Film, Paramount Pictures)



Die französische Komödie „Weinprobe für Anfänger“ erzählt von einem mürrischen Betreiber eines Weinladens, dem in seiner Midlife-Crisis nur seine Weinflaschen zur Seite stehen – bis er eine charmante Hortense kennenlernt.
Bild aus dem Film „Weinprobe für Anfänger“ (Constantin Film, Studio Canal)



Die deutsche Dokumentation „Into the Ice“ begleitet die Expedition eines Forscher*innen-Teams nach Grönland mit dem Ziel, die Klimaschäden am Eisschild zu dokumentieren.
Bild aus dem Film „Into the Ice“ (Polyfilm)



Im deutschen Familien-Abenteuer „Die Schule der magischen Tiere 2“ kommt vor allem das junge Kino-Publikum auf seine Kosten und bekommt gleich was auf die Augen und die Ohren, denn an der Schule der magischen Tiere wird ein Musical geprobt. Doch droht die Schulproduktion im Chaos zu versinken, als seltsame Löcher am Schulgelände entdeckt werden.
Bild aus dem Film „Die Schule der magischen Tiere 2“ (Constantin Film, Leonine)
Die Autorin
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Stadtneurotikerin

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