Neu im Kino
Neu im Kino (Woche 3/2022)

Neu im Kino (Woche 3/2022)

Von Guillermo del Toro bis zu Catherine Deneuve - die neue Kinowoche kommt mit Schirm, Charme und Heiligenschein.
Foto: The Walt Disney Company

Nightmare Alley

Guillermo del Toro ist einer der renommiertesten Regisseure, vor allem wenn es um das fantastische Kino geht. 2017 wurde sein Film „The Shape of Water“ mit zahlreichen Oscars ausgezeichnet, unter anderem für die beste Regie und den besten Film. Seitdem warten wir gespannt auf Neues vom kultigen Regisseur. Erste Gründe für Vorfreude gab es dann 2020, als Bilder veröffentlicht wurden, die Cate Blanchett und Rooney Mara in Retro-Kostümen unter tanzenden Schneeflocken zeigten. Was eine Fortsetzung von „Carol“ hätte sein können, entpuppte sich dann als etwas, was die Welt genauso verdient hatte: der neue Guillermo del Toro. Sein neuestes Werk ist ein ästhetisch äußerst ansprechender Neo-Noir-Thriller, der in den 1940ern spielt und von einem Karneval-Gauner handelt, der sich mit einer mysteriösen Psychiaterin zusammentut, um einem Schwerreichen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Doch ungeteilt hat man weitaus mehr von der Beute. Für alle, die Cate Blanchett als Femme fatale nicht verpassen wollen.

Foto: Filmladen

Moneyboys

Dieses österreichisch-taiwanesische Drama feierte seine Weltpremiere beim Filmfestival in Cannes in der Schiene „Un Certain Regard“ bevor es im Herbst auf der Viennale zu Gast war. Die Viennale ist dem Regisseur C.B. Yi bestimmt keine Fremde, studierte er doch auf der Wiener Filmakademie und lernte unter anderem sein Handwerk von Michael Haneke. Das berührende Drama, das in China spielt, erzählt die Geschichte vom Stricher Fei, der sich prostituiert, um seine Familie zu ernähren. Als seine Eltern jedoch erfahren, woher das Geld stammt, verstoßen sie ihn. Ein Selbstfindungs-Trip beginnt, bei dem Fei allerdings nicht immer nach vorne schaut, sondern auch voller Schuldgefühle zurück. Für geduldiges Publikum, das sich auf lohnenswerte Bilder einlassen kann.

Weitere Neustarts

Des Weiteren startet noch der Animations-Spaß „Sing - Die Show deines Lebens“. Die singenden Tiere sind wieder los und diesmal wollen sie auf die ganz große Bühne, um dort ein spektakuläres Space-Musical zu realisieren.

Im französischen Drama „In Liebe lassen“ spielt die famose Grande Dame Catherine Deneuve eine Mutter, die versucht loszulassen, während ihr Sohn sich weigert, seine todbringende Krankheit zu akzeptieren.

In der deutsch-serbischen Koproduktion „Der Schein trügt“ ziert nach einem Unfall, der eine Glühbirne involviert, ein Heiligenschein das Haupt des Protagonisten. Doch seine post-kommunistischen Nachbar*innen zu bekehren, ist kein Leichtes.

Wien

Vorerst leider nur in Wien startet der ungewöhnliche animierte Dokumentarfilm „Flee“, der die berührende und wahre Geschichte eines afghanischen Flüchtlings erzählt. Der Film wurde im letzten Filmfestival-Jahr stolze 60 Mal preisgekrönt.
Die Autorin
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Stadtneurotikerin

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