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Neu im Heimkino (Woche 48/2020)

Neu im Heimkino (Woche 48/2020)

Diese Woche mit einer starbesetzten Romanverfilmung, einem aufheiternden Weihnachtsmusical, einer kleinen Horror-Perle und den neuesten Abenteuern der wohl berühmtesten Fernsehfamilie.

Netflix:

Foto: Netflix

Hillbilly-Elegy

Der neueste Film des zweifachen Oscar-Preisträgers Ron Howard („Apollo 13“, „A Beautiful Mind“) basiert auf dem Leben und den gleichnamigen Memoiren des US-amerikanischen Kapitalmanagers J.D. Vance. Der heute wohlhabende Republikaner (hier als junger Mann von Gabriel Basso verkörpert) wuchs einst jedoch in ärmlichen Verhältnissen in Ohio auf. Aufgrund der selbstzerstörerischen Heroin-Abhängigkeit seiner Mutter Bev Vance (Amy Adams), kümmerte sich in der Kindheit oft seine sorgsame Großmutter Mamaw (Glenn Close) um ihn. Im Erwachsenenalter gelingt es dem „Hillbilly“-Sohn trotz seiner nicht selten belächelten Herkunft ein Jurastudium an der prestigeträchtigen Yale University aufzunehmen. Als sich innerhalb seiner engen Familie jedoch ein Notfall ereignet, begibt er sich zurück in seine Heimat und lässt seine schwierige Vergangenheit sowie die komplizierte Beziehung zu seiner suchtkranken Mutter nochmal Revue passieren.

Das Drama zeichnet das generationenübergreifende Porträt einer weißen Südstaaten-Familie aus der Arbeiterklasse, die trotz jahrelanger sozialer Benachteiligung den Glauben an den Amerikanischen Traum noch nicht aufgegeben hat. Kritiker*innen zeigten sich bisher wenig angetan von Howards neuestem Werk und bekrittelten insbesondere den neoliberalen Erzählansatz. Allein aufgrund der hochkarätigen Besetzung und der interessanten Grundgeschichte, wird jedoch der ein oder andere Zuschauer bestimmt trotzdem Gefallen am Film finden.

Hillbilly-Elegy“ ist seit dem 24. November im Programm von Netflix enthalten.

Foto: Netflix

Jingle Jangle Journey: Abenteuerliche Weihnachten!

Das im viktorianischen Zeitalter angesiedelte Filmmusical von Regisseur David E. Talbert (u.a: „First Sunday“) erzählt von einem erfinderischen Spielzeugmacher, der von seinem früheren Schützling hintergangen wird. Oscar-Gewinner Forest Whitaker verkörpert hier Jeronicus Jangle, einen Spielzeughersteller und Erfinder, der in der fiktiven Kleinstadt Cobbleton den weltberühmten Spielzeugladen „Jangles and Things“ besitzt. Als ihm sein eigener Lehrling Gustafson (Keegan-Michael Key) jedoch eine bahnbrechende Erfindung stiehlt, schwindet der Ruf des einst großen Erfindergeistes. Knapp 30 Jahre später ist Jeronicus beinahe völlig pleite gegangen und hat seinen ehemaligen Spielzeugladen in ein wenig erfolgreiches Pfandleihgeschäft umgewandelt. Die Ankunft seiner jungen Enkeltochter Journey (Madalen Mills) inspiriert ihn jedoch dazu, eine weitere Erfindung, einen kleinen Spielzeugroboter namens Buddy, fertigzustellen. Aber auch dieser wird von seinem ehemaligen Schützling und heutigen Widersacher Gustafson entwendet, was zur Folge hat, dass Jeronicus und seine ebenso ideenreiche Enkelin alles daran setzen, sich ihre Kreation wieder zurückzuholen und den Ruf der Familie zu retten.

Ein kunterbuntes Weihnachtsmusical mit eingängigen Songs, tollen Tanzeinlagen und prachtvollen Kulissen. Herzerwärmende Familienunterhaltung wie diese sollte man sich gerade in der tristen Winterzeit nicht entgehen lassen!

Jingle Jangle Journey: Abenteuerliche Weihnachten!“ ist seit dem 13. November im Programm von Netflix enthalten.

DVD/Blu-Ray/VOD:

Foto: Koch Films

Swallow

In diesem Independent-Horrorfilm von Regie-Debütant Carlo Mirabella-Davis wird die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die eine perfide Essstörung entwickelt. Nach außen hin führt die frisch verheiratete Hunter (Haley Bennett) ein nahezu perfektes Leben: eine scheinbar glückliche Ehe mit einem attraktiven Geschäftsführer, in der aktuell Nachwuchs erwartet wird. Innerlich droht die schwangere Frau, die einst noch als Drogerieverkäuferin tätig war, aber am Perfektions-Druck ihres Gatten zugrunde zu gehen und bekommt zunehmend das Gefühl, von dessen Familie nicht die gewünschte Anerkennung zu erhalten. Als sie ein paar Tage allein im gemeinsamen Haus verbringen soll, entwickelt Hunter in ihrer Verzweiflung und Isolation eine Krankheit, die sie dazu zwingt, kleine Gegenstände zu schlucken. Was harmlos anfängt, entpuppt sich bald schon als gefährliche Störung, die nach für nach extremere Ausmaße annimmt.

Wenn man den bisherigen Kritiken Vertrauen schenken darf, handelt es sich bei „Swallow“ trotz oder gerade eben wegen der obskuren Prämisse um eine wahre Perle des Body-Horror-Kinos, bei der Genre-Fans auf ihre Kosten kommen sollten!

Swallow“ ist ab dem 26. November im VOD-Bereich sowie im Handel als DVD und Blu-ray erhältlich.

Disney+

Simpsons
Die Simpsons (Staffel 31)
1989 rief der US-Amerikaner Matt Groening eine für Erwachsene gedachte Zeichentrickserie ins Leben, die die weltweiten Bildschirme wie im Flug eroberte und sich zu einem der größten Kultphänomene der Fernsehgeschichte entwickeln sollte. Fast ein Dritteljahrhundert später mögen die Glanzzeiten der ehemals als bahnbrechend und ungemein clever gegoltenen Cartoon-Sitcom zwar schon längst vorüber sein, dennoch lassen sich auch in der 31. Staffel noch ein paar wahre Glanzstücke entdecken. Unter anderem darf man sich auf die für den Emmy nominierte Episode „Thanksgiving of Horror“ freuen, in der in drei unterhaltsam-schaurigen Segmenten (ähnlich wie es in den jährlichen Halloween-Spezialfolgen der Fall ist) einer der wichtigsten Feiertage der US-Amerikaner*innen persifliert wird. Wer aber den neueren Abenteuern der berühmten gelben Familie rundum Homer, Bart, Lisa, Marge und Maggie Simpson nichts mehr abgewinnen kann („D'oh!”), der kann sich im Katalog von Disney+ natürlich auch wieder mal die nie langweilig werdenden alten Staffeln der Kultserie zu Gemüte führen. („Woo-hoo!“)

„Die 31. Staffel von „Die Simpsons“ ist ab dem 27. November im Programm von Disney+ enthalten.
Der Autor
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