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  • Bewertung

    Robin is not (w)right at all

    Exklusiv für Uncut von der Berlinale 2009
    Wie oft im Leben treffen wir Entscheidungen? Nicht nur jene kleinen im Alltag, sondern auch solche, die unser Leben für lange Zeit prägen oder ihm sogar eine Wendung verleihen können, die uns keine zweite Chance mehr lässt. Auch Pippa hat für ihr Leben eine Entscheidung getroffen, für die sie von vielen belächelt wurde, denn schließlich ist ihr Mann ja 30 Jahre älter als sie. Dennoch will sie sich so gut wie möglich um ihn kümmern und ihm zeigen, wie sehr sie ihn liebt, deshalb ist sie auch bereit, alles für ihn zu tun, bis zum Ende. Dass dieses Ende dann schneller kommt, als sie es gedacht hatte und sie noch dazu Schritt für Schritt dahinter kommt, warum ihr Leben so verläuft und nicht anders. Je besser sie sich kennen lernt, desto besser versteht sie ihre Entscheidungen und lernt aber auch, so manches Unverrückbare neu zu bewerten und zu entdecken, wie viel Raum und Zeit für sie selbst da ist, die sie für sich nutzen kann, wenn sie nur will. Regisseurin Rebecca Miller hat mit ihrem Film aber kein Plädoyer für die Relativierung von ernst gemeinten Versprechen gedreht, sondern sie zeigt eine Frau, die in den besten Jahren ihres Lebens noch einmal die Chance bekommt, glücklich zu sein und kein schlechtes Gewissen dabei haben muss. Er ist hochkarätig besetzt und durch die Bank hervorragend gespielt. Allen voran führt Robin Wright Penn in einer weiteren gefühlvollen, vielschichtigen Rolle das Ensemble an. Ein schöner Film, der Mut darauf macht, nicht nur als Jugendlicher seine Träume zu leben oder sich so gut wie möglich darum zu bemühen, dass sie sich erfüllen.
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    (Dr. Markus Löhnert, MA)
    10.02.2009
    23:58 Uhr
    Draco dormiens nunquam titillandus.
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