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  • Bewertung

    Tarantion Western

    Was erwartet bei einem Film von Quentin Tarantino anderes als Brutalität, tiefe Witze und Schießereien? Interessante Charaktere die nicht nur eindimensional sind. Und diese bekommt man auch in seiner Hommage an die Italowestern des letzten Jahrhunderts.
    Der Film ist mit DiCaprio, Foxx und Waltz top besetzt, wobei für mich DiCaprio doch mit Abstand am Besten gespielt hat.
    Neben dem Schauspielern glänzt der Film auch mit einem schnellen Schnitt, der gerade die Actionszenen noch schneller macht, aber die etwas langsameren Szenen abwechslungsreich macht.
    Der Gastauftritt von Franco Nero war genial, wird für mich aber von Tarantions Auftritt überboten.
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    27.03.2015
    23:09 Uhr
  • Bewertung

    grandios

    von vorn bis hinten! ;) einfach schön zum anschauen, unblutig und sehr actionfrei. tarantino halt :)
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    19.03.2013
    12:53 Uhr
  • Bewertung

    Unglaublich ...

    ... gut gemachter Streifen, großartige Dialoge und ein noch großartigerer Christoph Waltz.
    Typischer Tarantine-Humor und starke Bilder.
    Brutalität ist bei Tarantino serienmäßig - aber mit einem gewissen Witz versehen.
    In Summe ein Meisterwerk.
    image
    02.03.2013
    10:09 Uhr
  • Bewertung

    Waffen

    Kurz: Dieses Herumgeballere aller Action-Western gab es zu dieser Zeit noch nicht. Dieses künstliche Verzerren der Tatsachen finde ich grauenhaft.
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    24.02.2013
    16:56 Uhr
  • Bewertung

    Großartige Crew!

    Eines vorweg: Ausnahmslos ALLE Schauspieler machen ihren Job großartig! Christoph Waltz ist natürlich herausragend (schon allein wegen ihm sollte man den Film in der OV ansehen, denn die Witze, die immer wieder eingeworfen werden, deutsche Wörter inmitten englischer Sätze, kommen sonst sicher nicht so großartig rüber).
    Tarantino nähert sich einem nach wie vor "schwierigen" Thema, das er aber sehr gut aufrollt und meistert (trotz aller Gegenstimmen, er nehme "Sklaverei" auf die leichte Schulter) es bravourös (man darf nicht vergessen - es handelt sich um einen Tarantino-Film, da darf man Gewalt nicht unbedingt als solche wahrnehmen bzw. alles ganz so ernst nehmen). Trotz der Länge wird der Film nie langweilig, bleibt immer unterhaltsam, spannend und featured die Schauspieler perfekt! MIt Abstand mein Lieblingstarantino!!
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    02.02.2013
    21:10 Uhr
  • Bewertung

    Wie entfesselt

    Tarantino ist eine großartige Huldigung an den guten, alten Spaghetti-Western gelungen. Auf Schritt und Tritt assoziiert man Querverbindungen mit dem ‘Lied vom Tod‘. Nicht nur bei den musikalischen Übernahmen von Ennio Morricone. Auch der Woodstock-Veteran Richie Havens berührt immer noch mit seinem Schrei nach ‘Freedom‘. Lange Kameraeinstellungen mit Slow-Mo und viel verspritztem Tomatensaft verdeutlichen die emotionale Schlagkraft dieses Rachedramas, das durch exzessive Folterszenen schockiert. Wir Deutschen spielen nicht nur wegen Christoph Walz als Dr. King Schultz eine bedeutende Rolle: es sind z.B. Namen wie ‘Broomhilda’ oder die nordisch variierte Siegfried-Sage. Walz ist überhaupt der überragende Akteur dieses Films, dem es gelingt durch seinen abgehobenen, etwas gespreizten Sprachgebrauch eine Distanz zum brutalen Kopfgeldjäger-Geschäft herzustellen. So verleiht leise Komik dem Geschehen eine zusätzliche Qualität. Daneben beeindruckt Leonardo diCaprio, der den geschäftstüchtigen, herzlosen Südstaaten-Macho sehr differenziert darstellt und von Jetzt-auf-Gleich vom liebenswürdig-schleimigen Geschäftsmann zum bestialischen Monster werden kann, beraten vom alten Stephen (Samuel L. Jackson beeindruckt als Typ).
    Das große Thema – neben der Liebesgeschichte – ist natürlich die Sklaverei. Eines der häufigsten Worte ist ‘Nigger‘. Bei uns sollen ja Kinderbücher vom Wort ‘Neger‘ gesäubert werden.. Großartig, historisch, oscarwürdig.
    8martin
    27.01.2013
    12:33 Uhr
  • Bewertung

    Mehr als ein Italo-Western

    Tarantino lässt die Weißen schlecht aussehen (so wie die Nazis in "Inglorious Basterds"). Dass er das aber nicht einfach dadurch erreicht, dass er die Schwarzen "gut" aussehen lässt, sondern sie als angepasste Überlebens-Schuldige darstellt, gibt dem Film dann doch eine überraschend differenzierte Note in all der Action. Und für einen Italo-Western vollkommen untypisch ist einer der Helden gar ein Idealist (und ein deutscher noch dazu). Eine gewisse Redlichkeit kann man Tarantinos Massakern immer weniger absprechen. Und die Szene, wo ein Haufen kleinkarierte Kuklux-Klaner sich selbst Schande und Untergang bereitet, ist urkomisch zum Anschauen.
    karlmay_3
    21.01.2013
    09:28 Uhr
  • Bewertung

    Ein Schrei nach Freiheit - in Blut getränkt

    Quentin Tarantinos Filme sind fürwahr keine jugendfreien Märchen, die im Kinderfernsehen gezeigt werden würden. Schon bisher vermochte es der Filmfreak, der nie auf eine Filmakademie gegangen ist, sondern sich seine Kenntnisse allein aus der Faszination für das Kino in all seinen Facetten destilliert hat, einzigartige Charaktere zu erschaffen, die in mehr oder weniger blutgetränkten Epen voller Zitate aus früheren Filmklassikern und Anspielungen auf zahlreiche Genres ihr Publikum verstörten oder genauso fesselten wie den Meister das Kino. Sein jüngster Film nimmt in einem Atemzug das Westerngenre aufs Korn und setzt ihm zugleich ein Denkmal. Und im Nachklang dieser Hommage gelingt ihm der geniale Schachzug, eine waschechte und (wie könnte es historisch betrachtet anders sein?) blutgetränkte Kritik an der Epoche der Sklaverei in den USA in die Handlung zu verpacken, die man ihm trotz aller Schießduelle und Brutalität in jeder Sekunde sofort abnimmt. Das Konzept ist in jeder Hinsicht geglückt, angefangen vom großartigen Drehbuch zu den Haupt- und Nebendarstellern bis hin zur Musik, bei der alles an fetten Beats der damaligen und der heutigen Zeit zu hören ist und für angenehme Ironie zwischen den blutigen Bildern und der fetten Mucke sorgt, die so manch brutale Szene leichter verdauen hilft. Gegen Ende kam mir vor, als verliere der Meister aber den Takt - die letzte Viertelstunde wirkt stark angehängt und verlängert, obwohl sie die Handlung herrlich abschließt.
    IMG_0012
    20.01.2013
    22:58 Uhr
  • Bewertung

    Djangos Rückkehr

    Tarantino bleibt weiterhin ein Filmbesessener und das sieht man in jeder Minute vom Film. Das Westerngenre und insbesondere DJANGO feiern eine gelungene Auferstehung! Es fällt auf, dass die schauspielerischen Leistungen außergewöhnlich sind: DiCaprio, Foxx und Waltz sind umwerfend!
    leander-caine
    19.01.2013
    09:38 Uhr
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    History Unchained


    Kopfgeldjäger und Zahnarzt Dr. King Schultz (Christoph Waltz), und der sich in Sklavenschaft befindende Django (Jamie Foxx) gehen eine Abmachung ein: Django führt Schultz zu seiner nächsten Beute – den Brittle Brothers –, dafür hilft Schultz Django dabei, dessen Frau Broomhilda (Kerry Washington) aus den Fittichen von Plantagenbesitzer Calvin Candie (Leonardo DiCaprio) zu befreien. Eine Hand wäscht die andere, quasi.

    Eingebettet in diese Story geht es freilich um weitaus größere Zusammenhänge. Denn in „Django Unchained“ nimmt ein schwarzer Sklave exemplarisch Rache an seinem weißen Peiniger. Dies stellt keine Ausnahme in Tarantinos Œuvre dar. Bereits zuvor nahm dieser in der Historie (und teilweise auch noch heute) Unterdrückte und lässt sie Rache an ihren Counterparts üben – darunter bereits Frauen („Death Proof“, „Kill Bill“ und wenn man so will auch „Jackie Brown“), sowie Juden („Inglourious Basterds“). Vor allem aber in seinen letzten beiden Filmen, „Inglourious Basterds“ und eben „Django Unchained“, lässt er Minderheiten, die in den jeweiligen Vergangenheiten ihrer größten Unterdrückung im Kino zumeist als hilfloses Opfer dargestellt werden, ohne mit der Wimper zu zucken aktiv werden.

    Der Film wirkt zweigeteilt – zuerst Kings bounty hunting- und dann Djangos rescue business. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass, wie vor Kurzem verlautbart, von Seiten der Produzenten auch eine „Kill Bill“-mäßige Zweiteilung des Films im Raum gestanden ist.

    Der erste Teil nimmt sehr schnell die sprichwörtliche Fahrt auf und macht einfach Spaß, im Zuschauersaal und wie es scheint auch vor, sowie hinter der Kamera. Man merkt die Freude von den beteiligten Kreativen, einen Italowestern im Süden der USA spielen zu lassen.

    Vor allem diese erste Hälfte des Filmes gehört schauspielerisch Christoph Waltz. Bei seinen Hollywood-Engagements wurde oft die Befürchtung geäußert, dass er nach seiner fabulösen Leistung in „Inglourious Basterds“ in folgenden Filmen steroegecastet wird und weiterhin nur den intelligenten elegant-wahnsinnigen Bösewichtig geben wird. Abgesehen davon, dass er in „Django Unchained“ einen Protagonisten und nicht einen Antagonisten mimt, hat sein Spiel einen komplett anderen – und, man glaubt es kaum: rhetorisch noch ausgeklügelteren – Ton.

    In dieser Phase kreiert „Django Unchained“ so viele Lacher, dass es den Cameo-Auftritt von Jonah Hill gar nicht gebraucht hätte. Dieser spielt in einer aberwitzigen Szene ein Mitglied einer Vorgängergruppierung des Ku-Klux-Klans, welche direkt aus einer Judd Apatow-Komödie stammen könnte.

    Der Schnitt zur zweiten Hälfte des Filmes ist abrupt und geht einher mit einer Eingewöhnungsphase für den Zuschauer. Während anfangs Locationwechsel und Zeitsprünge en masse am Programm stehen, spielt der Film folgend nur noch an einem Ort. Einige könnten gar davon enttäuscht werden, dass Tarantino nicht stringent das Genre des Westerns durchzieht – aber das konnte man vom Hollywoods Genremix-Künstler schlechthin auch nicht erwarten. Augen- bzw. ohrenscheinlich ist dies am Soundtrack, in welchem sich vor allem in der zweiten Hälfte sogar Hip Hop-Stücke wiederfinden lassen.

    Leonardo DiCaprio spielt im zweiten Teil den Bösewicht, den es zu bezwingen gilt. Und das macht dieser so herrlich, dass sein Charakter übermächtig, locker und äußerst furchteinflößend zugleich wirkt und es einem dabei kalt den Rücken runter läuft.

    Im selben Atemzug muss auch Samuel L. Jacksons Spiel erwähnt werden, der als Butler Stephen ebenso den Plan des schwarzen Titelhelden (cool wie eh und je: Jamie Foxx) zu durchkreuzen versucht und dieser ambivalenten Figur Leben (was in diesem Fall vor allem eines wäre: Hass) einhaucht. Der Butler Stephen ist für den Film insofern äußerst wertvoll, da u.a. dieser die „Aussage“ des Filmes nicht zu plakativ werden lässt und „Django Unchained“ einen Touch verleiht, den Filme, die sich selbst als einer Agenda folgend bzw. einem hehren Zweck dienend einordnen, nur sehr selten haben.

    Mit „Django Unchained“ wird wieder einmal offensichtlich, dass im zeitgenössischen Kino wohl kein anderer Regisseur eine Rachegeschichte so gut auf die Leinwand bringen kann, wie Filmfreak Tarantino, der hinter der Fassade einer simplen Story eine solche Komplexität verbirgt, deren Bewusstwerdung nicht notwendig für den Genuss des Filmes ist, aber sehr wohl die Intensität des Filmerlebnisses beeinflusst.
    Josko
    23.12.2012
    14:54 Uhr
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