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10 Bewertungen
76% Bewertung
  • Bewertung

    Umgedrehte Weihnachten

    Ich finde, dass der Grinch an sich sehr gut gemacht ist, aber dass er auch ein bisschen gemein und zugleich lustig ist. Weihnachten wird hier umgedreht: die Geschenke werden nicht gebracht, sondern gestohlen. Das geht gar nicht! Mir gefällt die Szene am besten, wo er Fred, das Rentier trifft und sich damit tröstet, dass er zwar nicht 8 Rentiere, aber dafür eines, das so dick wie sieben andere ist, bekommen hat. Der Film war sehr lustig.
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    27.12.2020
    08:57 Uhr
  • Bewertung

    Richtig lustig - sogar auf Deutsch!

    Um Otto Waalkes ist es in den letzten Jahren einigermaßen still geworden, hat der deutsche Komödienstar doch seinen Zenit schon länger überschritten. Hier meldet er sich mit einem starken Lebenszeichen zurück und leiht dem bösen und fiesen grünen Anti-Weihnachtsmann Grinch seine Stimme - und sein Herz. Dass der Film nämlich so richtig lustig ist und zugleich zu Herzen geht liegt nicht zuletzt an seiner Mitwirkung. Daneben gibt es natürlich eine ganze Reihe von gelungenen Witzen, herrlich komischen Szenen und auch gut verpackter Kritik am Rummel und so manchem Kitsch rund um Weihnachten. Illumination Studios erleuchten Weihnachten mit diesem Film auf herrlich erfrischende und zugleich rührende Art und Weise - denn natürlich lernt auch hier Mr. Grinch sein Herz zu öffnen und wird - warum sonst wohl wäre Dr. Seuss Geschichte so ein großer Erfolg geworden - zu einem besseren Menschen: einer, der genießen kann und damit auch genießbar wird, weil er es lernt, Menschen, die es gut mit ihm meinen, an ihn heran zu lassen.
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    27.12.2020
    08:40 Uhr
  • Bewertung

    Die deutschsprachige Synchronisation ...

    ... war überraschenderweise wunderbar.

    Vor allem Otto hat sich mit seiner Version in die Herzen gesprochen.

    Obwohl das Herz vom Grinch 3 x kleiner ist als normalerweise ein Menschenherz es ist, so hat er doch immer wieder Gefühle gezeigt. In Erinnerungen an die Zeit im Waisenhaus und in der Interaktion mit Max (seinem Hund) und Fred (Renntier).

    Ein Film für die ganze Familie ...

    PS: Mir persönlich hat die Verfilmung mit Jim Carrey, Christine Baranski und Taylor Momsen viel besser gefallen ...
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    03.12.2018
    09:43 Uhr
  • Bewertung

    Charmante kurzweilige Suess-Adaption

    Exklusiv für Uncut
    18 Jahre nach der überdrehten Ron-Howard-Version mit Jim Carrey darf ein neuer Grinch, diesmal komplett in 3D, den fröhlichen Bewohnern von Whoville das Weihnachtsfest stehlen. Unter der Regie von Scott Mosier und Yarrow Cheney entstand ein Film, der sich mehr in vorhergegangene Dr. Seuss Verfilmungen wie „Horton hört ein Hu“ oder „Der Lorax“ einordnet, sich aber vielleicht gerade deswegen nicht aus der Masse an Adaptionen heraushebt und dem Material, trotz seiner Unterhaltsamkeit, wenig Neues hinzufügt.

    Die Story ist bekannt. Der Grinch, im Original gesprochen mit dem tiefen Bariton von Benedict Cumberbatch, im Deutschen von Otto Waalkes, eine überraschende Wahl die dennoch hervorragend funktioniert, designierter Weihnachtshasser und Einsiedler, will das große Whoville Weihnachtsfest unterbinden. Gemeinsam mit seinem Hund Max verkleidet er sich in der Weihnachtsnacht als Santa und schleicht sich von Haus zu Haus um die Geschenke und Bäume der Einwohner zu stehlen. Doch wie bekannt lassen sich die Whoville-Bewohner davon nicht in ihrem Weihnachtsgeist beirren und feiern trotzdem gemeinsam ein Fest, was beim Grinch zu einem Wandel seines kalten Egos führt.

    Wie bei allen Dr. Seuss Büchern handelt es sich bei der Vorlage um ein vorwiegend bebildertes, schlankes Buch mit überschaubarem Plot (Sofern dieser überhaupt vorhanden ist, Werke wie „Green Eggs und Ham“ oder „Fox in Socks“ werden wahrscheinlich nie ihr Filmpotenzial erreichen). Die Frage ist somit weniger wie getreu die Adaption ist, sondern was die Drehbuchautoren um die Kernhandlung herum erfinden, um auf Spielfilmlänge zu kommen. Die Fülle an Plot schöpft die 2018er-Version Gott sei Dank nicht aus einer dramatischen Dreiecksbeziehung, in der der Grinch dem Bürgermeister eins auswischen will weil er dessen Angebetete heiraten will. Auch versucht der Film nicht mithilfe der kleinen Cindy Lou eine Konsumkritik aus dem Nichts zu fabrizieren, gerade weil das „Liebe statt Geschenke“ Ende so ikonisch ist und dahingehend eigentlich alles gesagt ist.

    Der Film macht sich viel eher einen Spaß daraus, den etwas öden Alltag des Grinchs und Max in ihrer einsamen Höhle zu zeigen oder seine chaotischen Vorbereitungen auf seinen Coup, die unter anderem darin ausarten, dass er ein dickes Rentier entführt, um es vor seinen Schlitten zu spannen. Dass Otto hier als Sprecher fungiert macht die Sache umso lustiger, weil er dadurch ungeplant etwas von seinem alten „Ice Age“-Charakter Sid kanalisieren kann. All das in einem Film der eigentlich nicht mit ihm im Kopf geschrieben wurde.

    Die zeitlosen Humor- und Slapstick-Einlagen des Trios verhindern auch, das aus dem Grinch ein ähnlich Zeitgeist-gebundener Hipster-Emo wie der „Oncler“ in „Der Lorax“ wird. Keine Bieber-Frisuren, flotten Gitarrenriffe und kreischenden Fans, sondern elektronische Frühstücksmaschinen und übergroße Katapulte, die nie das durch die Luft schleudern was sie eigentlich sollten.

    Cindy Lou, das kleine Mädchen, das den Grinch inmitten seines Raubzugs überrascht, darf sich in dieser Filmversion um das Wohlergehen ihrer alleinerziehenden Mutter sorgen. Statt Kritik am Weihnachtskonsum also ein Wink mit dem Zaunpfahl wie schwer es vielen Versorgern heutzutage geht, wenn sie sich um Kinder kümmern müssen und arbeiten. Das traurige Lied vieler Mütter weltweit.

    „Der Grinch“ ist eine weitere Dr. Seuss Adaption mit viel Fluff und dem neumodischen schrillen Popkulturhumor, der die letzten 20 Jahre in Kinderfilmen Einzug gefunden hat. Wie seine Vorgänger blödelt er vorwiegend herum und erdrückt mit der Breite seiner dazu gedichteten Handlung den schwarzhumorigen Grundtenor, den Suess in all seine Bücher eingepflanzt hat. So kurzweilig die Unterhaltung daher auch ist, so schnell ist sie auch wieder vergessen.
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    24.11.2018
    23:03 Uhr