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68.2% Bewertung
  • Bewertung

    etwas überladene, aber durchaus unterhaltsame Fortsetzung

    Das größte Highlight des 2. Teiles der Reihe sind eindeutig wieder die tierischen Charaktere. Wenn die riesige Raubkatze Zouwu sich angesichts eines kleinen Federspielzeuges in ein handzahmes, verspieltes „Hauskätzchen“ verwandelt, geht sicher nicht nur Katzenfreunden das Herz auf. Und auch sonst gibt es neben den altbekannten Tierchen jede Menge interessante Neuzugänge und sogar süßen Nachwuchs.

    Beim menschlichen Cast sticht vor allem Jude Law hervor, der den jungen Professor Dumbledore mit einer Mischung aus Gelassenheit und spitzbübischen Charme perfekt verkörpert. Der Besetzung des Grindelwald mit Johnny Depp stand ich anfangs eher skeptisch gegenüber, wurde jedoch positiv überrascht.

    Die bereits in den anderen Kritiken angesprochenen vielen Details, Nebenhandlungsstränge und Harry Potter Querverweise sind zwar nette Zuckerln für Harry Potter Fans, jedoch für die Aufrechterhaltung der Spannung leider nicht sehr förderlich und führen dazu, dass man den roten Faden der Story zwischendurch aus den Augen verliert. Gegen Ende des Films, wenn sich die Handlung wieder etwas mehr auf das Wesentliche konzentriert, entfaltet der Film jedoch sein volles Potential und lässt den Zuseher zufrieden und mit Vorfreude auf Runde 3 zurück.
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    20.01.2019
    17:06 Uhr
  • Bewertung

    Eigentlich großartig gemacht, aber viel zu viel auf einmal

    Mit großer Faszination habe ich damals dieses kleine extra-Büchlein gelesen, das nach dem letzten Band der "Harry Potter"-Reihe erschienen war. Es ging dabei um einen Zauberer der etwas schrulligen Art, den seine Kollegen nicht ganz ernst nahmen, weil er sich um jene Wesen kümmerte, die die anderen nicht wichtig nahmen. Newt Scamander wurde schon im ersten Teil der Verfilmung großartig von Eddie Redmayne verkörpert, für den die Figur eine willkommene Fortsetzung seiner Oscar-prämierten Leistung als Steven Hawking darstellt, nur ohne Rollstuhl: ein schrulliger Wissenschaftler, aber zugleich ein Genie. Jetzt ging die Geschichte in die Fortsetzung und das grundsätzliche Rezept blieb das Gleiche: zahlreiche Hintergründe der Harry Potter-Bücher beleuchten, erklären und insgesamt so etwas wie einen Teil der Vorgeschichte zu allem erzählen, was mit Harry viel später erst beginnen sollte. Gerade das finde ich an dem Film auch nach wie vor faszinierend: diese Bezüge zu Hogwarts, zu Albus Dumbledore (ich bin begeistert von Jude Law in der Rolle des jungen Zauberlehrers) und zu dem Unheil, das sich schon Generationen vor Harry und seinen Freunden über ihm und über Hogwarts zusammen gebraut hatte. Der Film spricht die eindeutig erkennbare visuelle Sprache von David Yates, dem man es damals zuerst kaum zutraute, das große Vehikel zu einem würdigen Abschluss zu bringen und der es dann mehr als passabel ins Finale führte. Diesmal aber gibt es in ausnahmslos jeder Szene eine kleine animierte Spezialkreatur oder einen Effekt und sei er noch so klein. Damit gerät das Gesamte der Erzählung aber zunehmend in der beeindruckenden Masse von Eindrücken unter. Ich bin mir sicher, dass sich hinter jeder noch so kleinen Anspielung auch ein existierender Anknüpfungspunkt im Universum von Hogwarts & Co verbirgt. Dass ich es meistens (und in der Schnelligkeit des Geschehens) nicht schaffte, alles zuzuordnen liegt eindeutig daran, dass schon einige Jahre vergangen sind, seitdem ich die Bücher gelesen habe. Das stört den Film aber nicht so sehr, ich konnte damit auch leben, nicht alles mitbekommen zu haben. Ein visuelles Erlebnis ist der Film auf jeden Fall, auch die Charaktere fand ich liebenswert, insgesamt aber hatte ich auch den Eindruck, es wäre zu viel auf einmal gewesen, um es zu verdauen.
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    16.12.2018
    18:42 Uhr
  • Bewertung

    Kommentar von einem Harry Potter Fan

    Ich war schon ein großer Fan der Harry-Potter-Reihe. Deshalb liebte ich auch den 1. Teil der Fantastischen Tierwesen Reihe. Im Vergleich dazu bin ich allerdings etwas entäuscht, im Bezug auf die Geschichte. Es war schon schwierig, für mich als Leser der Harry-Potter-Reihe, einige Handlungen der Figuren nachzuvollziehen.

    Der Film wurde, für mich, durch das wie immer bezaubernte Art Department gerettet. Die liebevoll gestalteten Szenenbilder und Kostüme sind es auf alle Fälle wert sich den Film troztdem anzusehen. „(Filmfrühstück)“
    01.12.2018
    11:27 Uhr
  • Bewertung

    Don‘t find them

    Obwohl ich leider nie eine Faszination für die Harry Potter-Movies entwickeln konnte, wollte ich dem 2. Teil der Phantastic Beasts-Serie eine Chance geben. Das Kurzresumee ist, dass ich weiterhin keinen Zugang finde. Zu viel los, Charaktere, die mich nicht abholen, ein Effektgewitter ohne Seele und das Gefühl im falschen Film zu sein.
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    18.11.2018
    20:39 Uhr
  • Bewertung

    Nicht ganz so phantastische Tierwesen und wie man eine Fortsetzung mit Storylines überfrachten kann

    Exklusiv für Uncut
    Im heutigen Blockbuster-Kino scheint es Gang und Gäbe geworden zu sein, beliebten Film-Franchises ab einem gewissen Punkt eigene Prequel-Filme zu widmen, die sich ausschließlich mit der Vorgeschichte bestimmter Figuren und Begebenheiten innerhalb der bereits etablierten Welt auseinandersetzen. Auch die beliebte „Harry Potter“-Reihe wurde mittlerweile schon vom Prequel-Wahn Hollywoods eingeholt. Ende 2015 erschien unter dem Titel „Fantastic Beasts and Where to Find Them“ bereits der erste Teil der Prequel-Reihe im „Harry Potter"-Universum. Zunächst war die Reihe als Trilogie angelegt, wurde aber nach dem Erfolg des ersten Films noch um zwei weitere Teile erweitert. Diese Woche läuft nun die erste Fortsetzung der Prequel-Serie mit dem Titel „Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen“ an, die abermals von Regisseur David Yates inszeniert wurde.

    Die Fortsetzung setzt ein paar Monate nach den Geschehnissen des Vorgängers an. Nach seiner Verhaftung am Ende des ersten Teils ist es dem dunklen Magier Gellert Grindelwald (Johnny Depp) mittlerweile gelungen aus der Gefangenschaft auszubrechen. Gemeinsam mit neugewonnenen Anhängern will er seine finsteren Pläne in die Tat umsetzen. Albus Dumbledore, der einst eine enge Freundschaft zu Grindelwald pflegte, bittet daher Newt Scamander (Eddie Redmayne) gegen Grindelwald vorzugehen und dessen Vorhaben zu unterbinden. Newt verschlägt es während seiner Suche nach Paris, wo er schon bald Unterstützung von seinen Freunden Tina, deren Schwester Queenie und dem No-Maj Jacob Kowalski (Dan Fogler) bekommt.

    Da zur „Fantastic Beasts“-Reihe im Gegensatz zu den „Harry Potter“-Filmen keine konkrete literarische Vorlage existiert, wurde das Drehbuch auch diesmal wieder von niemand anderem als J.K. Rowling höchstpersönlich geschrieben. Dass Rowling abermals selbst das Drehbuch zum Film verfasste, stellt sich jedoch als große Fehlentscheidung heraus. Auch wenn Rowling zweifelsohne eine tolle Roman-Autorin ist, beweist dieser Film eindrücklich (noch weit mehr als in Teil 1), dass Film und Buch zwei völlig unterschiedliche Medien sind und Rowling momentan leider nur letzteres zu beherrschen scheint.

    Rowlings Drehbuch ist ein guter Beweis dafür, dass mehr nicht immer automatisch besser sein muss. Anstatt sich primär auf einen Hauptplot zu fokussieren, verliert sich der Film andauernd in viel zu vielen Nebengeschichten und Flashbacks, die oft wenig mehr als nur billigen Fan-Service bieten. Dabei gibt es stets interessante Ansätze wie beispielsweise eine genauere und deutlich spannendere Auseinandersetzung mit der Figur des Credence und dessen Beziehung zur noch menschlichen Version von Nangini, die den meisten noch als die Schlange von Lord Voldemort aus der Harry Potter-Reihe geläufig sein dürfte. Die durchaus interessanten Momente, von denen es nicht zu wenige gibt, werden aber leider zu oft von anderen Handlungsebenen durchbrochen, die den Film qualitativ runterziehen.

    War der Comic-Relief, der von der Figur des No-Maj Jacob Kowalski und dessen Beziehung zur exzentrischen Magierin Queenie ausgeht, im ersten Teil noch sehr charmant und amüsant, wurden deren Charaktere diesmal lieblos in den Hintergrund gerückt und können in der Fortsetzung leider nur noch sporadisch unterhalten.

    Auch die Darstellerriege wirkt im zweiten Teil oft ein wenig unterfordert. Lediglich zwei Darsteller können aus der eher unterkühlten Besetzung so richtig herausstechen. Johnny Depp zeigt sich in schauspielerischer Höchstform, in der man ihn schon seit Jahren nicht mehr erleben durfte und geht in der sinistren Figur des Grindelwalds komplett auf. Auch Jude Law schafft es in große Fußstapfen zu treten und macht als junger Albus Dumbledore eine durchaus solide Figur.

    Immerhin auf technischer Ebene weiß die Fortsetzung weitestgehend zu überzeugen. Während sich der Vorgänger einer Vielzahl halbgarer CGI- und Greenscreen-Effekte bediente, wirken die visuellen Effekte in Teil 2 weit ausgereifter und wurden diesmal öfter mit echten Locations kombiniert als mit artifiziellen Greenscreen-Hintergründen. Dadurch schafft es der Film szenenweise sogar mit Momenten visueller Brillanz zu bestechen.

    Am Ende des Tages lässt sich sagen, dass „Pantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen“ keineswegs ein schlechter Film geworden ist. Nein, er ist sogar schwer in Ordnung und bietet einige Pluspunkte. Als Teil des „Harry Potter“-Universums bleibt der Film jedoch stark hinter den Möglichkeiten zurück und steht als der bisher vermutlich schwächste Eintrag da. Zu viel ist nicht immer besser!
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    15.11.2018
    20:04 Uhr