Atomic Blonde

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Forumseintrag zu „Atomic Blonde“ von eibip

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eibip (11.08.2017 19:33) Bewertung
Erwartungen erfüllt
Nachdem David Leitch für den Film verantwortlich zeichnet, weiß man als Fan des Actionfilms, dass man nicht enttäuscht werden kann:
D. Leitch ist nicht nur Schauspieler, sondern war auch Stunt Double für u.a. Brad Pitt (5 Mal) und Jean-Claude Van Damme(2 Mal) sowie Regisseur von "John Wick" und "Deadpool 2", der demnächst in unseren Kinos startet. Für "Bourne Ultimatum" erhielt er mehrere Preise.
In "Atomic Blonde" schickt er die großartige und wandlungsfähige Charlize Theron als britische Geheimagentin des MI6 nach Berlin.
Die Handlung spielt im November 1989:
Die letzten Tage des Eisernen Vorhangs, kurz vor dem Fall der Berliner Mauer, sind herangebrochen. Lorraine, die britische Topagentin, ist ganz auf sich allein gestellt und erhält die Weisung niemandem zu vertrauen.
Mit Hilfe des Kontaktmanns Percival (gespielt von James Mc Aroy) soll sie eine verschwundene Liste mit den Namen aller Agenten, die zur Zeit des Kalten Krieges in Ost- und Westberlin agierten, an sich bringen.
Das ist natürlich nicht so einfach und Lorraine, die mich in ihren kaltblütigen Aktionen an Uma Thurmann in "Kill Bill" erinnert, kämpft die fast 2 Stunden, die der spannungsgeladene Film dauert, gegen alle und jeden.
Etwas Erotik und Gefühl fehlen jedoch auch in diesem Actionthriller nicht:
Lorraine und die französische Agentin Delphine ( wunderhübsch anzusehen die Schauspielerin Sofia Boutella) fühlen sich zueinander hingezogen und es "knistert" zwischendurch ganz ordentlich.
Dass mir der Streifen so gut gefallen hat, hat auch mit der Filmmusik, für die Tyler Bates zuständig war, zu tun:
Man fühlt sich in die neunziger Jahre zurück versetzt und will am liebsten bei jedem Song lautstark mitsingen.
Einige Beispiele:
"Personal Jesus", "Behind the Wheel" (Depeche Mode)
"Under Pressure" (David Bowie)
"London Calling" (The Clash)
"Father Figure" (George Michael)...
und auch Nena mit "99 Luftballons" und unser einzigartiger Falco mit der englischen Version von "Der Kommissar" fehlen nicht.
Was ich ganz witzig fand:
Till Schweiger spielte eine winzige Rolle und erheiterte mich nicht nur mit seiner "Schauspielkunst", sondern auch mit seinem Englisch mit deutschem Akzent. So verabschiedete er sich von der britischen Spitzenagentin mit den Worten: "Travel safe!" in gewohnt nuschelnder Manier.
Der Film hat mich in keiner Weise enttäuscht und ich kann ihn Freunden des Actiongenres nur empfehlen (am besten natürlich in englischer Originalversion).
 
 

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