Foxcatcher

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Forumseintrag zu „Foxcatcher“ von Lex217


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Lex217 (10.02.2015 11:25) Bewertung
Runde Sache!
Nominiert für 5 Oscars, vom Regisseur von "Capote" und dem im Kino eher untergegangenen "Money Ball", erzählt "Foxcatcher" die wahre Geschichte der Ringer Mark und Dave Schultz und ihres Sponsors John Du Pont.

"Foxcatcher" ist ein düsteres, trostloses, dennoch intensives Stück Film, das vor allem von den tollen Darstellern lebt. Gleichzeitig ist das Drehbuch präzise, kein Wort zuviel oder zuwenig, und der rar eingesetzte Score sehr atmosphärisch.
Es ist ein ausgesprochen ruhiger, und auch schweigsamer Film, die wenigen Sportszenen brechen das nur bedingt auf, sind aber ebenso intensiv. Großer Respekt vor Ruffalo und Tatum, die als Wrestler eine sehr gute Figur machen und sich sehr intensiv vorbereitet haben müssen!

Steve Carell ist zu Recht als bester Hauptdarsteller nominiert, er ist fast nicht erkennbar und mit minimalem Einsatz von Sprache, Gestik und Mimik äußerst gruselig und schwer zu erfassen. Mark Ruffalos Nominierung kann ich nicht so 100% unterstützen, aber auch er spielt gut und glaubwürdig. Allerdings finde ich es hoch ungerecht, dass leading man Channing Tatum nicht nominiert wurde, der in so gut wie jeder Szene ist und eine hervorragende Leistung bringt, extrem glaubwürdig und sehr berührend gerade in den limitierten Ausdrucksmöglichkeiten seines Mark Schultz.

Worum es in "Foxcatcher" geht, muss wohl jeder für sich selbst herausfinden. Es ist in jedem Fall eine starke Charakterstudie, in der sich die Machtverhältnisse immer wieder verändern und in der sich das meiste zwischen den Zeilen abspielt.

Für mich ist der Film eine absolut runde Angelegenheit. Ich kann einfach nichts daran bemängeln. Ganz ganz toll.
 
 

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