Cannes 2013
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Cannes 2013 - Tag 9

Alexander Payne, einen Million Dollar, Jerry Lewis und eine kanadische Läuferin.
Leander, der ja gestern wieder nach Österreich geflogen ist, hat vor ein paar Tagen die tolle Organisation in Cannes gelobt. Es ist zwar jetzt Jammern auf hohem Niveau, aber alles ist natürlich nicht gut hier. Immerhin kommt es bei sehr vielen Vorstellungen vor, dass man ewig wartet und nicht ins Kino kommt. Manchmal ist man aber auch selber Schuld wenn es mit der Vorstellung nicht klappt ... teilweise zumindest. Heute ist mir das passiert und ich habe mich im Theatre Croisette von den vier möglichen Schlangen in der falschen angestellt. Statt bei den schwarzen Badges stand ich bei den schwarzen mit violettem Streifen. Welch ein Fauxpas, der in Cannes natürlich nicht entschuldigt wird. Vorne angelangt musste ich mich in der richtigen Schlange ganz hinten anstellen und neun Personen vor mir hieß es dann wieder einmal „Complet“ - nichts geht mehr.

Bei der Vorstellung von „Max Rose“ mit Jerry Lewis war mir hingegen von vornherein klar, dass ich nicht mehr in den Kinosaal kommen würde. Wegen eines anderes Termins war ich erst eine halbe Stunde vor Filmbeginn dort und die Schlange war schon endlos. Versucht habe ich es dennoch und konnte so noch auf Jerry Lewis treffen, der mit seinem Elektrogefährt an mir vorbeifuhr.

Der Film des Tages war aber eindeutig der Streifen „Nebraska“ von Alexander Payne. Bruce Dern verkörpert darin einen alten Mann, der felsenfest davon überzeugt ist eine Million Dollar gewonnen zu haben, obwohl es sich dabei nur um eine Postwurf-Gewinnbenachrichtigung handelt. Nach dem Film gab es reichlich Applaus. Die ersten Kritiken sind zwar recht gemischt, aber mir hat der Film sehr gut gefallen. Am Abend gab es schließlich für mich noch den letzten Film des heurigen Festivals: Den kanadischen Streifen „Sarah préfère la course“ aus der Reihe „Un Certain Regard“.

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