Berlinale 2012
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Iron Sky Special

Der Film „Iron Sky“ feierte auf der Berlinale 2012 seine Premiere. Hier, wie schon vorher angekündigt unser Special mit einem Sonder-Podcast.
In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs fliehen die Nazis auf die „dunkle Seite des Mondes“. 70 Jahre lang schmieden sie Pläne um wieder auf die Erde zurückzukehren – und diese, wie sollte es anders sein, zu erobern. Und nun ist es soweit: Die Nazis kehren in UFOs zurück!

Diese Prämisse führte schnell zum Kultstatus, noch lange bevor von einer eigentlichen Produktion des Films die Rede sein konnte. Eine Fan-Community war schnell erreicht und über diese wurde sogar, über freiwillige Spenden, ein Teil des 7,5 Millionen Euro Budgets mittels Spenden eingesammelt. Man sprach über den Film bereits lange, bevor es etwas zu sehen gab (außer einen beeindruckenden Promotion-Trailer). Ob der Hype befriedigt wird, wird sich ab Anfang April weisen, denn da startet der Film in Finnland und bei uns.

Bei der Berlinale durfte „Iron Sky“ seine große und lang erwartete Premiere feiern. Ausverkaufte Kinosäle und ein Presseansturm bei den Sondervorführungen waren zu erwarten und traten auch ein. Im Kinosaal reflektierte sich die Vorfreude auf die Nazi-Comedy bereits zu Beginn: Die ersten Bilder zeigen eine Raumkapsel, die auf der Mondoberfläche landet, Wahlplakate zum jüngsten US-Wahlkampf inklusive. Gelächter im Saal, grundlos, einfach nur aus kollektiver Vorfreude. Mit der Zeit ernüchtert sich das Gelächter jedoch. Lustig ist es allemale – doch das Publikum merkt, dass sich der Film zu sehr auf seinem früh angeeigneten Kultstatus ausruht und man sieht, dass eine gute Prämisse keineswegs einen vorprogrammierten Erfolg bedeutet. Gut kam „Iron Sky“ letztenendes aber allemale an: Gelegentliche Schwachstellen konnten Fans und Kritik schnell verzeihen, schließlich war die Tatsache, dass man jetzt den Film sieht, schon ein Wunder für sich.

Der Autor
themovieslave
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