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33 Bewertungen
87.3% Bewertung
  • Bewertung

    Wes Anderson lädt ein

    In The Grand Budapest Hotel lädt Wes Anderson einen in ein skurriles Hotel ein mit einem noch viel schrägeren Concierge. Freunde von Wes Anderons Filme werden auch hier wieder einige Ähnlichkeiten zu seinen vorangegangenen Filmen erkennen. So ist das Szenenbild wieder sehr bühnenbildartig und einige bekannte Gesichter haben auch kurze Auftritte. Selbst Karl Markovic hat eine kleine Nebenrolle.
    Den ganzen Film durchzieht eine eigene Art der Skurrilität. Eine ernste Szne wird meist mit einem slapstickartigen Gag aufgelöst, und man ist sich nicht sicher, ob man gerade wirklich lachen darf.
    Im Vergleich zu anderen Wes Anderson Filmen, ist The Grand Budapest Hotel sicher einer der lustigsten und von der Geschichte her nicht sehr schwer.
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    22.03.2015
    22:52 Uhr
  • Bewertung

    Grand Budapest Hotel

    Na, wer hat Lust auf eine Reise ins Grand Budapest Hotel der 1930iger Jahre? Ich zumindest! Die ganze Zeit über fragt man sich, was es mit diesem Film auf sich hat und wo das alles noch hin führen wird. Man fühlt sich in die damalige Zeit zurück versetzt und möchte gleich selbst sein Zimmer buchen. Leider ist der Film sehr langatmig und erzählt eine Geschichte, die vermutlich auch in 10 Minuten erzählt werden könnte... allerdings passiert das mit so einer Leichtigkeit, dass es sich anfühlt, wie ein Low Carb Salat anstelle eines Fast Food Menüs... Schlussendlich bleibt eine passable Story über, die durch ihre Eigenheiten überzeugt. "Grand Budapest Hotel" ist etwas ganz Eigenes, Spezielles und Besonderes mit einem Hauch Magie!
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    22.03.2015
    18:50 Uhr
  • Bewertung

    Geteilte Meinungen

    Nachdem ich den Film bereits im Kino gesehen hatte konnte ich meine Familie auch zu diesem Kinogenuss überreden. Da gingen die Meinungen aber gehörig auseinander.
    Meine Mutter fand den Film unverständlich und verworren, meine Schwester schloss sich diesem Urteil an und fügte dem noch Witzlosigkeit und Langatmigkeit bei.

    Persönlich aber war ich mehr als begeistert. Das gigantische Staraufgebot wird nur noch durch die Situationskomik übertroffen. Die zierlosen aber raffinierten Dialoge wechseln sich wie im Kreuzfeuer ab, einfach herrlich. Gerade die geringe Mimik und die schnellen Dialoge machen den Film so einzigartig. Mit den retro-originellen Titelsequenzen, den postkartenähnlichen Panoramablicken und den fantastisch-dramatischen Orchestereinlagen kann sich dieser Film mit seinen Zeitgenossen allemal messen.

    Vor allem die Sequenz in der das geerbte Bild "Junge mit Apfel" gegen einen (geschickt gefälschten) Schiele ausgetauscht wird verdient einen Oscar. Ich hab mich halb tot gelacht.
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    30.09.2014
    21:32 Uhr
  • Bewertung

    Liebenswert und hübsche Deko

    Eines der besten Dinge an dem Film ist fraglos Ralph Fiennes in einer ganz ungewöhnlichen und sehr charmanten Rolle. Die Ausstattung ist wie üblich bei Anderson fantastisch, die Story nicht übermäßig originell, die Figuren dafür umso mehr.
    Ein absoluter Wohlfühl-Film (wenn auch nicht mehr als das)!
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    25.03.2014
    15:06 Uhr
  • Bewertung

    mehr geht nicht... echt nicht!

    großartige Schauspieler, herrliche Dialoge, bis ins Kleinste durchdachte und liebevoll ausgestattete Szenen. Man kann im Leben nicht einfach die Stopptaste drücken, wie es einem gefällt - und bei diesem Film muss man(n)/Frau es auch nicht. Von der ersten bis zur letzten Minute ein Vergnügen - im Gegensatz zum "100jährigen..." - der war "over the line" - anstatt der Welt des Scherzes befand ich mich da in der Welt des Schmerzes...
    22.03.2014
    19:13 Uhr
  • Bewertung

    Vorwärts in die Vergangenheit

    Wer die eigenartige Erzählweise nicht mag und wer von der Atmosphäre unbeeindruckt bleibt, wem ein Wiedersehen mit lauter Leinwand Promis egal ist, der wird diese Komödie von Wes Anderson nicht mögen. Die Komik kommt von der gespreizten oft etwas abgehobenen Redeweise der Darsteller und von ihren sonderbaren oft etwas steifen Bewegungen. Die teils surrealistischen Situationen bringen Skurrilität mit ein. Mit viel Tempo gleiten die Akteure durch Flure oder über Schneepisten. Dazu ein quietsche buntes Ambiente wie vom Zuckerbäcker. Der schnelle Wechsel von Slapstick zu blutigen Nasen verblüfft. Die große Zahl prominenter Darsteller (u.a. Ralph Fiennes) garantiert Qualität. Da finden wir viele ‘alte Hasen‘ aber auch Newcomer wie Saoirse-Hanna-Ronan, die hier keine ‘Abbitte‘ tut. Auch viele deutsche Kollegen zum Teil in ungewöhnlichen Rollen und verfremdet geschminkt sind darunter. Das alles zusammen schafft eine Atmosphäre, in der sich ein eigener märchenhafter Zauber entfaltet.
    Dass es um ein teures, unbekanntes Gemälde geht, ist relativ unwichtig. (ein Joke dass es dann gegen einen echten Schiele ausgetauscht wird!) Jeder Darsteller schafft mit seinem Part ein eigenes kleines Universum, das mosaikartig im Ganzen aufgeht. Ralph Fiennes ordnet es ein.
    Als Eröffnung für ein Festival schafft der Film einfach gute Laune.
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    11.03.2014
    10:51 Uhr
  • Bewertung

    Get your hands off my lobby boy!

    Ein Wes Anderson Film hält wohl immer das, was er verspricht. Pastelliges Setting, liebenswürdige Charaktere, die viel reden, gespielt von wundervollen Schauspielern, spannende Story, lustig-bizarre Szenen, Liebe zum Detail und eine vergossene Träne. War ein tolles Kinoerlebnis!
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    07.03.2014
    23:02 Uhr
  • Bewertung

    Schauderhaft schönes und knallbuntes Fotoalbum der Exzentrik

    Exklusiv für Uncut von der Berlinale 2014
    Die Filme von Wes Anderson zeichnet ein unverwechselbar exzentrischer Stil aus, sowohl was die Geschichten an sich, als auch was die Zeichnung der Figuren betrifft. Darüber hinaus erzählt er seine Geschichten stets ein wenig anders als man es gewohnt ist: mehrfach gerahmt, teilweise verschachtelt, aus ungewohnten Perspektiven und mit dem ständig gegenwärtigen Potential, sein Publikum mit bizarren Handlungsverläufen zu überraschen bzw. augenzwinkernd im Kern eigentlich sehr ernste Themen durch unterschiedlich starke Überzeichnung ins Lächerliche zu ziehen. In dieser Karikatur verbirgt sich jedoch (wie in jeder Karikatur) natürlich auch viel Wahrheit und in den Abgründen der Ironie des Erzählten haben die Abgründe der Persönlichkeiten seiner Filme oft gerade noch Platz. In seinem jüngsten Film wird er seiner Tradition wieder meisterhaft gerecht und erhebt das Genre der politischen Satire auf ein höchst amüsantes und kurzweiliges Niveau. Dies ist nicht nur den tollen schauspielerischen Leistungen seines höchst prominent besetzten Ensembles zu verdanken, sondern auch dem spritzigen Drehbuch aus seiner Feder geschuldet. Zu diesem ließ er sich durch Erzählungen von Meisterautor Stefan Zweig inspirieren, der als Jude vor den Nazis aus Wien fliehen musste und schließlich die Ausweglosigkeit des politischen und menschlichen Dramas begreifend, das sich zum Ende des ersten Drittels des 20. Jahrhunderts in Europa abzeichnete, auf der Flucht Selbstmord beging. An Andersons Film gibt es eine ganze Menge an Elementen, die ihn ausgesprochen sehenswert machen: angefangen von der opulenten Ausstattung, die die Szenerie über die Jahrzehnte der Handlung bestimmte, über die erfrischende Dramaturgie mit einer quasi doppelt eingerahmten Erzählung über den ambitionierten Schnitt bis hin zu den bizarren Szenenbildern an größtenteils utopischen Orten. Die derlei dargebotene Fülle an Sinneseindrücken will erst einmal verdaut und dann entsprechend gewürdigt werden. So kann es durchaus sein, dass die Geschichte für den einen oder anderen Kinobesucher unterwegs an Übersichtlichkeit und Stringenz einbüßt. Vielleicht ist diese schon beinahe schwindlig machende Üppigkeit aber auch Teil eines schlauen Konzeptes, um die sich überstürzenden Ereignisse entsprechend in Szene zu setzen.
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    07.02.2014
    08:15 Uhr