Forum zu Caché

8 Einträge
26 Bewertungen
74.8% Bewertung
  • Bewertung

    Die grosse Verunsicherung

    Wie so oft zeigt uns Haneke ein intellektuelles Konstrukt, das Schockeffekte enthält. Es geht ihm dabei gar nicht so sehr um die Aufklärung der Hintergründe und Motive des oder der Täter, denn die letzte Szene sieht man nur aus der Ferne und kann die handelnden Figuren nur schlecht erkennen. Haneke führt uns lediglich eine etablierte Familie vor, bei der alles im grünen Bereich liegt und die plötzlich durch beobachtende Videoaufzeichnungen auf eine harte Probe gestellt wird. Misstrauen und Verdächtigungen kommen auf. Selbst die Kommunikation der Eltern (Juliette Binoche und Daniel Auteuil) gerät ins Stocken. Viele dunkle, kaum ausgeleuchtete Szenen verdeutlichen den Gemütszustand der beiden und schaffen eine bedrückende Atmosphäre, die eigentlich nur im dunklen Kinosaal richtig entstehen kann. Daher wird dem Publikum vom Regisseur nahegelegt, während der Vorführung den Saal nicht zu verlassen. Ist also eigentlich nichts fürs Fernsehen.
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    09.12.2009
    17:51 Uhr
  • Bewertung

    Überbewertet

    Obwohl der Film aktuelle, brisante Themen beinhaltet erweist er sich zusehends als "zähes Objekt".

    Weder das Thema Psychoterror (Zusenden von geheim gefilmten Privatszenen auf Videkassetten), noch die angesprochene Rassenproblematik (Franzosen und Algerier) oder die Frage von persönlich vorwerfbarer Schuld und Schicksal, schaffen es, den Zuseher gebannt zu halten. Die Themen werden nur angedeutet und im Raum stehen gelassen.

    Zeitenweise ist der Film langatmig (um nicht zu sagen fad). Wäre nicht die tolle schauspielerische Leistung der Hauptprotagonisten, so wäre der Film völlig ohne Glanzmomente.
    06.04.2008
    10:52 Uhr
  • Bewertung

    Realismus

    der Film zieht sich ordentlich in die Länge, es kommen auch oft Standbilder zum Einsatz, die SEHR viel Zeit in Anspruch nehmen.
    Aber Haneke setzt eben auf Realismus, und das ist ihm hier sehr gut gelungen.

    Viele Szenen kommen unerwartet, und man ist einfach nur schockiert.
    Die Darsteller sind super.

    welche Szenen sind nochmal in wien gedreht worden?

    Nur das unerwartete Ende nervt. Das hätten Sie besser machen können, Herr Haneke.
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    28.05.2007
    16:46 Uhr
  • Bewertung

    Caché

    Langwiriger Film, der trotz der teilweisen Langeweile, Spannung auf seine eigene Art und Weise enthält!

    Die Synchronisation ist mir negativ aufgefallen!
    Zu lange Standbilder (auf eins fixiert).

    Die hübsche, wunderbare Welt zerfällt in eine verwirrte, zerstrittene Parodie!

    Ganz ok
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    13.04.2007
    08:02 Uhr
  • Bewertung

    Haneke wie er leibt und lebt

    Georges bekommt heimlich aufgenommene Videos von seiner Familie zugesandt. Im Laufe des Films werden die Videos immer persönlicher. Georges und seine Familie fühlen sich bedroht. Georges wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Haneke arbeitete ein hochaktuelles politisches Thema in den Film ein.
    Sehr gelungen!
    28.01.2006
    11:30 Uhr
  • Bewertung

    Die Bewegung im Stillstand

    Diese für seine Zuseherinnen und Zuseher sichtbar zu machen, ist Michael Hanekes große Stärke, der er sich noch in allen Filmen, die ich von ihm kenne, reichlich bedient, und das meisterhaft. Es ist nicht das, was man sieht, sondern was man nicht sieht, das einen ausweglos dazu zwingt, hinzuschauen. In jedem Hollywood-Film wären Szenen, in denen sich 30,40 Sekunden lang die Einstellung nicht verändert, undenkbar bzw. würden sie den Film sofort lächerlich machen.

    Nicht so bei Haneke. Mit beinahe gnadenloser Geduld entfaltet er seine Story, um sie schließlich in einer nüchternen, aber detailliert dargestellten Selbstmordszene wie eine übervolle Wasserbombe platzen zu lassen. Wir, das Publikum, erleben alles mit: die Verwirrung, die Unsicherheit, die Angst um den verloren geglaubten Sohn bis hin zur Verblüffung im Augenblick, als das Unerwartete passiert.

    Bis hin zum Ende, das fast ein wenig unerwartet kommt, läßt einen die Geschichte nicht los. Weil sie jedem und jeder von uns passieren könnte ... Ein typischer Haneke, handwerklich in seinem Genre beispielhaft, perfekt. Benny's Video war aber noch um eine Spur dichter.
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    15.12.2005
    22:17 Uhr
  • Bewertung

    -

    caché beschreibt die verschwimmenden grenzen zwischen gut und böse, jäger und gejagtem im alltäglichen leben und ist leider brandaktuell (nicht nur für frankreich).
    ein typischer haneke.
    nicht unbedingt der allerbeste, aber nah dran.
    23.11.2005
    22:45 Uhr
  • Bewertung

    Ein Film, der uns zeigt, was uns allen passieren kann

    CACHÉ ist wieder ein sehr überzeugender Hanecke geworden! Was passieren kann, wenn man anonym Videos erhält, belästigt wird und einen die Vergangenheit einholt, geht unter die Haut, weil sehr realistisch und tiefenpsychologisch inszeniert!

    CACHÉ ist ein Film zum Nachdenken, der eine Extremsituation beschreibt, die rein theoretisch uns allen passieren kann!
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    20.11.2005
    17:58 Uhr