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    Das innere Elend des Krieges

    Nur wer einen spannenden Kriegsfilm erwartet hat, wird enttäuscht. Es ist eher eine dokumentarische Darstellung der Befindlichkeiten der US Soldaten im Golfkrieg, wobei die Anleihen bei Kubrick, Cinimo und Coppola nicht zu übersehen sind. Am Ende kommen beeindruckende Bilder von brennenden Ölquellen. Einen Großteil der Story kennt man aus den Medien, die damals ausführlich darüber berichteten. Mit viel Wohlwollen kann man den Streifen vielleicht als Anti-Kriegsfilm bezeichnen, denn es wird eigentlich nicht gekämpft, nur die stumpfsinnige Eintönigkeit des Alltags in der Wüste gezeigt. Und dabei mutieren die GIs zu infantilen Bubies, die, wenn sie denn gesund heimkommen, Nobodys sind und bleiben. Wie gut, dass uns am Ende wenigstens Tom Waits musikalisch verwöhnt.
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    24.07.2009
    10:12 Uhr
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    Einmal ein anderer Anti-Kriegsfilm: Anstatt das Publikum mit

    Gewalt zu schockieren, zeigt Jarhead den Wahnsinn des Krieges von einer ganz anderen Seite. Das Warten auf den Einsatz, Langeweile, Einsamkeit, Angst und das Gefühl, keinen sinnvollen Beitrag leisten zu können.
    Die Soldaten um Swoff sind allesamt jung und voller Tatendrang. Vom politischen Hintergrund ihres Auftrages scheinen sie nicht nur wenig zu wissen, auch ihr diesbezügliches Interesse hält sich in Grenzen. Sie träumen vom Krieg, haben jedoch eigentlich nicht die geringste Ahnung, was das überhaupt bedeutet und in in ein paar Szenen des Films zeigt sich, dass sie diesem eigentlich auch noch überhaupt nicht gewachsen sind. Zu ihrem Glück bekommen sie vom tatsächlichen Kriegsgeschehen weniger mit als manche ihrer Kollegen.
    Grundsätzlich finde ich die Idee gut, das Soldatenleben einmal von einer anderen Seite zu beleuchten. Allerdings finde ich, dass die Botschaft des Filmes nicht so gut rüber kommt, wie sie eigentlich sollte (Und insbesondere am Ende wird die Rückkehr der „Helden“ etwas zu sehr in den Mittelpunkt gestellt.) Es stellt sich daher die Frage, ob explizit dargestellte Gewalt, Leid und Verzweiflung notwendig wären, um die Anti-Kriegsbotschaft besser übermitteln zu können? Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass das der Fall ist. Auch ein paar andere Anti-Kriegsfilme, die nicht mit Brutalität geizen, hinterlassen einen bitteren (und oft noch viel stärkeren) Heldentum-Nachgeschmack.
    Jarhead hat jedenfalls Potential. Schade, dass es nicht voll ausgeschöpft wurde
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    22.02.2009
    20:31 Uhr
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    Meine Herren...Willkommen im Dreck

    Wow...Jarhead ist richtig klasse.... Eine subtile Anti-Kriegsgeschichte mit eindrucksvollen Darstellern!

    Dieser Film zeigt, warum die Armee gebraucht wird und zugleich, wie gern man diesen Scheiss-Verein in die Wüste schicken würde!
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    27.01.2009
    14:59 Uhr
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    Hmmmm....

    Ich verstehe es nicht: Sollte dieser Film nicht einer GEGEN den Krieg sein?? Wenn ja, dann kapier ich ihn denke ich nich ganz. Immer fort geht es nur darum, dass sich die Soldaten wünschen dass der Krieg kommt, und dass sie endlich jemanden erschießen können!!!! HALLO???!! Ich kann schon verstehen dass diese Soldaten nach Hause wollen und dass ihnen dort in der Wüste extrem langweilig ist, aber ich meine muss man auf die Leinwand bringen, dass Menschen den Krieg herneisehnen??
    12.04.2007
    16:04 Uhr
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      ich denke schon

      gerade in zeiten indenen skandale aufkommen, die stimmung wiedermal am boden ist und die usa eigentlich kaum eine wirkliche ahnung von dort haben ist zumindest gesprächsstoff anregend für die leute.

      aber im ernst: wer schon einmal dokus über die soldaten dort sah, den überascht eigentlich garnichts mehr, wer der etwas zu verlieren -und eine brauchbare ausbildung- geht schon in einen deratigen krieg?, keiner? naja viel anders kanns nicht sein, und ebensowenig erwarte ich mir geistige/moralische höchstleistungen der soldaten. denn wenn die nicht auf umbringen/morden aus sind, was machen sie dann dort in dem desaster? sie gefärden doch höchstens ihre kammeraden und das wollen doch wohl die wenigsten.

      eigentlich fand ich den film ganz ok, aber es hat nicht sein sollen :)
      01.09.2007
      23:30 Uhr
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    Willkommen im Dreck

    Wenn man sich den Trailer anschaut glaubt man, der Film ist mehr Komödie als Kriegsfilm. Doch Jarhead entfernt sich vom Trailer und zeigt den Weg von jungen Männern die in die Wüste ziehen. Weit weg vom zuhause und von ihren Freundinnen. Der fade Alltag wird mit Gedanken an die Freundinnen unterhalten, doch nach und nach suchen sich die Frauen neue Freunde. Nach einem halben Jahr beginnt selbst der letzte zu verzweifeln. Bis dann schließlich der richtige Krieg beginnt. Die Marines nehmen kein Blatt vor den Mund, doch wer glaubt das dass schon zu viel ist, sollte sich erstmal die unveröffentlichen Szenen auf der DVD anschauen.
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    18.03.2007
    18:35 Uhr
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    nichts besonderes ...

    ... aber auch net schlecht. Schauspieler sind okay, was mich jedoch stört, ist, dass die beklemmende, packende athomsphäre die da wohl aufkommen sollte ... irgendwie nicht vorhanden ist. Eher zweitklassig, wenn ich an FMJ oder SPR denke ... -.- zum anschaun optimal, zum wiederholen eher nicht so ^^
    28.02.2007
    15:32 Uhr
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    Der perfekte Schuss

    Toller Kriegsfilm mit gut durchdachter Story. Der Film baut sehr viel spannung auf. Aber der perfekte Schuss bleibt wo er ist.
    13.08.2006
    16:55 Uhr
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    “We’re just jarheads, …

    … and nobody gives a damn about us“ – ein Schicksal, das Sam Mendes’ Film ebenfalls widerfährt.
    Basierend auf Anthony Swoffords Golfkrieg Memoiren von 2003 wirkt „Jarhead“ wie eine zusammengestutzte Version von Kubricks „Full Metal Jacket“, an dessen Intelligenz jedoch keine Szene wirklich heranreicht. Zuviel hat Mendes zu erreichen versucht, doch zu wenig verrät er seinem Publikum – so findet man letztendlich auch nie heraus, wer Tony ist. Denn selbst wenn Jake Gyllenhaal nach außen hin schnelle Emotionen zeigt, fehlen Temperament sowie Vergangenheit, und so sieht man niemals in ihn hinein. An manchen Stellen scheint „Jarhead“ nichts viel anderes zu sein als ein Film, der eine Gruppe von testosterongetriebenen Kriegern feiert, die man nur als Barbaren bezeichnen kann. Was somit zurück bleibt, ist das seltsam unspektakuläre Portrait von einem militärischen Leben, das zwar zeitweise auf Abu Ghraib und den Golfkrieg hinweist, doch letzten Endes genauso ruhmlos wie diese beiden liegen bleibt.
    10.07.2006
    18:26 Uhr
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    geil auf den einzigen perfekten schuß!!

    das ist eigentlich alles, worums in diesem film geht. er macht dadurch auch sichtbar, die leute, die im irak waren, in keinster weise während des einsatzes begriffen haben, worum es eigentlich geht. der krieg wurde in irgendwelchen einsatzbasen per knopfdruck geführt. kein wunder, dass die jungs geil auf action waren. wenn ihnen mal die fleischfetzen ihrer kollegen um die ohren geflogen wären, hätten sie ihre meinung bestimmt schnell geändert und die geilheit wäre verflogen.
    ganz okay anzuschauen, aber auch mit etwas vorsicht zu genießen und kritisch zu betrachten.
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    29.05.2006
    21:08 Uhr
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