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68.9% Bewertung
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    Herz am rechten Fleck

    Der erste ANT-MAN gehört zu den ganz großen Überraschungen aus dem Marvel-Universum! Auch die Fortsetzung glänzt mit gut aufgelegten Darstellern, guten Tricks und wunderbaren humoristischen Einlagen!
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    22.07.2018
    12:08 Uhr
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    Do you put the word Quantum in front of everything?

    Exklusiv für Uncut
    Die Anfangssequenz zeigt sehr gut worum es in der darauffolgenden Geschichte gehen wird. In dieser spielt Scott Lang, der unter Hausarrest steht, mit seiner Tochter Cassie. Sie krabbeln dabei durch ein selbstgebautes Tunnelsystem und suchen nach einem Schatz, den sie dann auch bergen wollen. Die Schatzsuche endet mit einer turbulenten Rutschpartie vom Dach des Hauses in den Garten, dabei bricht Scotts Fuß mit der Fußfessel durch den Gartenzaun und löst das Alarmsystem aus. Die Polizeieinheiten sind sofort zur Stelle, um zu kontrollieren ob Scott versucht hat vom Gelände zu fliehen.

    Die Sequenz passt deshalb gut zur restlichen Geschichte, weil hier schon die Größen- und Machtverhältnisse, die bei der Ant-Man-Serie den Hauptanteil der Handlung tragen, angesprochen werden. Außerdem kommt der spielerische Moment des Films und der Figur Scott Lang nochmal zum Tragen, als er versucht den FBI-Agenten Jimmy Woo mit einem Kartentrick zu unterhalten und dadurch milde zu stimmen. Als dieser Agent, auf Nachfrage von Cassie, dieser in juristischen Jargon erklärt warum ihr Vater überhaupt unter Hausarrest steht und man dann den verwirrten Gesichtsausdruck der Tochter sieht weiß man, dass dieser Film anders als so manch anderer Marvel-Film sich nicht allzu ernst nehmen will. Diese Leichtigkeit und ordentliche Portion Humor, die gerade auch von den Nebencharakteren geliefert wird, machen Ant-Man zu einem äußerst unterhaltsamen und kurzweiligen Kinoerlebnis.

    Das Thema des Schrumpfens und Vergrößerns bzw. Klein und Groß zieht sich durch den gesamten Film und dies nicht nur in den Action-Sequenzen, in denen tatsächlich die Größe der Charaktere verändert wird. Wie gesagt bilden die Anfangseinstellungen die restliche Handlung sehr gut ab, denn auch die Kampfszenen wirken durch die veränderten Größenverhältnisse spielerisch. Die Effekte des Verkleinerns, die auch als Verschwinden betrachtet werden können, sehen dann aus wie die Kartentricks, die Scott während des Hausarrests erlernt.

    Das Vorhandensein bzw. Verschwinden in der Welt ist es auch, das den Bösewicht des Films vorantreibt. Der Ghost, wie er von Ant-Man und seinen Mitstreitern genannt wird, ist nämlich im wahrsten Sinne des Wortes schwer zu fassen und so steht dem Hobby-Zauberer Scott ein ebenbürtiger Gegner mit scheinbar magischen Fähigkeiten gegenüber, der sich von den Spielereien des Vergrößerns bzw. Verkleinerns nicht beeindrucken lässt. Doch der Film selbst scheint die Größen- und Machtverhältnisse die behandelt werden zu hinterfragen. Körperliche Größe ist im Film immer mit Hindernissen, Komplikationen und Schwächen verbunden. Vielleicht stellt hier der Film die generelle These auf, dass wir heutzutage Größe nicht mit Stärke und Macht gleichsetzten sollten. In einer Einstellung ist es so auch die Tochter von Scott, die ohne Zweifel in ihrer Stimme äußert, dass sie eine wichtige Partnerin für Ant-Man sein könnte.

    „Ant-Man and the Wasp“ ist somit ein Film der uns u.a. zeigt, dass wir auch den Kleinsten mehr zutrauen und uns vor den Großen nicht verstecken sollten. Eine Parabel die, auf Hinsicht der Politik und Gesellschaft mancher Nationen, vielleicht nicht durch Zufall gewählt wurde. Im Großen und Ganzen ein Film der durch seinen Witz unterhaltsam und massentauglich ist, der aber rein auf der Handlungsebene nicht viel zu bieten hat und sich auch zu oft auf den Verkleinerungs- und Vergrößerungsspecialeffekt aufhängt. Es sind dies Wiederholungen, die mit der Zeit mitunter ermüdend wirken können.
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    22.07.2018
    11:16 Uhr