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29 Bewertungen
77.6% Bewertung
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  • Bewertung

    Absurd genial!

    Selten ist ein Film so faszinierend wie Interstellar. Klar haben die Kritiken im vor hinein sich schon überschlagen, und man geht mit einer gewissen Erwartungshaltung in das Kino, allen voran natürlich nach dem man Nolans Filme lieben muss zwischen all den furchtbaren Blödsinn der sonst so gezeigt wird.

    Aber, man weiß fast nichts von dem Film, klar, die Welt geht unter, wir müssen uns eine neue suchen, aber was einen hier erwartet erschlägt einen förmlich. Teilweise nicht unbedingt vorteilhaft, gebe ich zu, man wird mit Physik förmlich bombardiert, und ja, man sollte gar nicht erst versuchen dahinter zu kommen was das tatsächlich alles bedeutet, aber denn noch schafft es der Film, vor allem die Charaktere, das ganze auf eine unglaublich persönliche ebene zu bringen, sodass der Film einfach keine Längen hat und einen richtig gut fesselt.

    Fazit, wieder schafft es Nolan mich dazu zu bewegen den Film ein weiteres Mal im Kino anzuschauen, danke, hierfür extrem gerne!
    11.11.2014
    08:49 Uhr
  • Bewertung

    Spec-tac-u-lar.

    Die physikalischen Gegebenheiten da draußen im All sollte man wohl eher hinnehmen als hinterfragen, auch wenn allzu große Logiklöcher meiner Meinung eh vermieden werden. Es geht in "Interstellar" aber ohnehin um viel mehr als nur Science Fiction und eine spannende Story, nämlich um die menschliche Existenz und das Wesen der Menschen. Die Effekte sind stark, der Score leider teils zu pathetisch, die Perfomances stark, besonders McConaughey ist wieder echt Wahnsinn. Es gibt viele bewegende Momente und der Film überrollt einen insgesamt mit einer Wucht, die seinesgleichen sucht.
    lex217_0d8e49e998.jpg
    10.11.2014
    20:19 Uhr
  • Bewertung

    Das Wurmloch ist eine Kugel???

    Ich möchte zum Film weniger eine Bewertung, als eher einen kleinen Tip abgeben. Ich interessiere mich grundsätzlich für Science Fiction und für Wissenschaft, bin aber nach ca 2/3 des Filmes ausgestiegen und verstand dann nicht mehr warum dies oder das vorgefallen ist. Das kann mitunter frustrierend wirken, wenn man weiß, dass dieser Film versucht auf wissenschaftlichen Theorien zu fundieren. Am Anfang des Filmes wird ja auch erklärt was zb ein Wurmloch ist oder warum die Zeit auf einem Planeten langsamer vergeht als auf der Erde aber danach wurde es für mich mitunter verwirrend. Vielleicht macht es daher Sinn die Theorien und Phänomene, um die es bei diesem Film geht vorher auf Wikipedia nachzulesen. Ich habe mich erst im Nachhinein informiert, hatte einige Aha-Erlebnisse und verstand den Film erst dann viel besser als während des Zuschauens...ich werd mir den Film sicher noch ein zweites Mal anschauen und glaube ihn dann mehr "genießen" zu können :-)
    sam_9dbc4050cb.jpg
    sam
    09.11.2014
    14:49 Uhr
  • Bewertung

    Lost im Wurmloch

    Exklusiv für Uncut
    In einer nicht allzu fernen Zukunft hat der Klimawandel gravierende Formen angenommen: Das Ökosystem ist völlig aus dem Gleichgewicht geraten und durch maßlosen Umgang mit den natürlichen Ressourcen herrscht weltweite Nahrungsmittelknappheit. Für den Fortbestand der Menschheit auf Mutter Erde sieht es dementsprechend wenig rosig aus, denn sie wird für künftige Generationen zum feindlichen Lebensraum. Die Lösung des Dilemmas scheint jedoch gefunden: längst plant die NASA nämlich eine Reise ins Weltall, und zwar durch ein zufällig entdecktes Wurmloch, um in weit entfernten Sonnensystemen einen bewohnbaren Planet aufzuspüren, auf dem sich die Menschheit neu ansiedeln soll. Soweit die Ausgangslage der Geschichte.

    Für den ehemaligen Weltraumpilot Cooper (Matthew McConaughey) entwickelt sich die interstellare Mission bald zu einem Point of no Return: er und ein furchtloses Team aus Wissenschaftlern, darunter die Tochter des NASA-Leiters Dr. Brand (Anne Hathaway) brechen auf - wie man sie im Glauben lässt - um das Überleben der Menschheit sicherzustellen. Coopers primärer Beweggrund sind natürlich seine beiden Kinder, die auf die Wiederkehr des Vaters hoffen. Nur ist eine solche überhaupt realistisch?

    Cineastische Weltuntergangs-Szenarien haben fast immer Blockbusterpotenzial und garantieren so in Zeiten von IMAX-Sälen mitunter reichlich Umsatz an den Kinokassen, das ist kaum ein Geheimnis. Wenn die Welt dann für die Leinwand zu marginal erscheint, weicht man eben auf die unendlichen Weiten des Weltalls aus. Denn in der Schwerelosigkeit führen uns digitale Effekte ihren Daseinsgrund eindringlich vor Augen, wie der heurige Oscarabräumer „Gravity“ eindrucksvoll beweisen konnte. Auf diesen Trend ist nun auch ein ganz Großer aufgesprungen.

    Dass Regie-Genie Christopher Nolan nur zu gut weiß, wie man Filme opernhaft-episch inszeniert, dürfte hinlänglich bekannt sein, wenn man sich etwa „The Dark Knight“ in Erinnerung ruft. Und wie einst wurde das Drehbuch zu „Interstellar“ auch in Kooperation mit seinem Bruder Jonathan verfasst, welcher seit Nolans internationalem Durchbruch „Memento“ an etlichen Filmen mitschrieb. In seiner überwältigenden, knapp 3-stündigen Science-Fiction-Odyssee quer durch den Weltraum und durch komplexe, teils wissenschaftliche, teils philosophische Handlungsstrukturen kann man sich als Zuschauer, speziell im letzten Drittel des Films, kurzzeitig verloren fühlen - fast so wie Astronauten im Wurmloch.

    Nolans intelligentes Erzähluniversum, das charakteristischerweise multiple Ebenen einer Geschichte miteinander verbindet und dadurch den Spannungsbogen steigert, wird in „Interstellar“ extrem auf die Spitze getrieben: es existieren mehrere Dimensionen, fünf um genau zu sein, wo Raum und Zeit relativ sind. Dies macht sich beispielsweise bemerkbar, als Cooper und die Besatzung in entfernten Galaxien nur wenige Stunden verweilen, während auf der Erde Dekaden vergehen. Der Unendlichkeit des Universums wird hier die Endlichkeit der menschlichen Existenz eindrucksvoll gegenübergestellt.

    Die Figuren und deren Gefühle, Sehnsüchte und Hoffnungen sind fassbar und glaubwürdig, zumal sie von einer ganzen Riege an starken Charakterdarstellern verkörpert werden. Allen voran Oscar-Preisträger Matthew McConaughey sowie Anne Hathaway, Jessica Chastain, John Lithgow und Michael Caine plus einem weiteren Star mit Cameo-Auftritt, dessen Name an dieser Stelle aber nicht verraten wird. Weniger plausibel erscheinen nur ein paar Ideen und Bilder, die gegen Ende hin die Story zum Ganzen komplementieren sollen. Mindfuck oder Murphy’s law? Da Coopers Tochter Myrph im Film nach diesem berühmt-berüchtigten Gesetz benannt wurde, welches besagt, dass alles was passieren kann, auch passieren wird - darf diese Frage der eigenen Imagination überlassen werden.
    t.w._7d88b397be.jpg
    06.11.2014
    08:58 Uhr
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