Das Gasthaus an der Themse

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Forumseintrag zu „Das Gasthaus an der Themse“ von 8martin

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8martin (13.07.2019 09:47) Bewertung
Die Harpune, die Spannung und die Komik
Die Edgar Wallace Filme haben mehrere Faktoren gemeinsam: die deutschen Nachkriegsstars der 60er Jahre spielten fast alle mal mit, Inspektor Joachim Fuchsberger bzw. Heinz Drache ermittelten, Klaus Kinski sorgte für zusätzlichen Grusel, auch wenn er schon mal auf der Strecke blieb und Eddi Arent wurde als ein gewisser Barnaby zur Kultfigur, der neben der Spannung jede Menge Heiterkeit verbreitete. Dabei war es eigentlich unwichtig, ob der Bösewicht der Grüne Bogenschütze, der Frosch mit der Maske, der Schwarze Abt oder der Hexer bzw. der Zinker war. Es gab immer genügend Tote und die Hinführung zur Auflösung hielt den Zuschauer immer ganz nah am Geschehen, sodass er unentwegt mitfiebern und mitzittern konnte. Da störte lediglich der Vorgesetzte des Inspektors, Sir John (Siegfried Schürenberg), der permanent durch Ignoranz und Arroganz auffiel und am Ende die Lorbeeren einheimste, Während die Inspektoren das hübscheste Mädel kriegten.
Bei manchen Fans haben sich die Wallace Filme noch aus einem anderen Grund zum Publikumsrenner entwickelt, wenn man das berühmte Ratespiel macht ‘Wer erkennt den Star zuerst?‘
Heute immer noch gediegene Unterhaltung, die weit über den gängigen Serienformaten liegt. Und wenn es mit der Spannung mal nicht so klappt, ist ja immer noch Eddi Arent da, der eine Bank ist für seinen eigenen Humor. So skurril und abgehoben, dass man ihn in seiner überdrehten Lächerlichkeit einfach mögen muss. Hier beschließt er das Oxbridge Bootrennen z.B. allein in einem Tretbötchen.
 
 

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