Berlinale 2018
Berlinale 2018 - Die Serien

Berlinale 2018 - Die Serien

Von „Bad Banks“ bis „Picnic at Hanging Rock“ - beim heurigen Festival flimmerten wieder einige Premieren unterschiedlichster Serien aus aller Welt über die Leinwände Berlins
Während die Serien-Zusatzschiene des „Berlinale Special“ in den letzten Jahren noch im Haus der Berliner Festspiele über die Bühne ging, wurde das Ganze für dieses Jahr in den Zoo Palast verfrachtet und wurde zudem mit dem Titel „Berlinale Series“ (zuvor Berlinale Special Series) umbenannt.

Das heurige „Berlinale Series“-Programm wurde von der Weltpremiere der australischen Miniserie „Picnic at Hanging Rock“ eingeleitet. Diese basiert auf dem gleichnamigen Bestseller-Roman von Joan Lindsay und handelt von einem Mädchenpensionat, das von der emotional kalten Witwe Mrs Hester Appleyard geleitet wird. Als am Valentinstag im Jahre 1900 drei Schulmädchen auf mysteriöse Art und Weise verschwinden, wird Mrs. Appleyard mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. In die Hauptrolle der Mrs. Appleyard schlüpfte „Game of Thrones“-Star Natalie Dormer, die auch bei der Premiere im Zoo Palast höchstpersönlich anwesend war. Die beiden ersten Folgen der Serie wirkten noch ein wenig unfertig und narrativ sehr unausgeglichen. Immerhin konnte die Serie jedoch durch ein prächtiges Kostümdesign und einer überzeugenden Performance von Natalie Dormer punkten.

Aus norwegischer Produktionsschmiede durfte die Serie „Heimebane“ (int. Titel: „Home Ground“) ihre Weltpremiere feiern. Das Drama handelt von der Fußballtrainerin Helena Mikkelsen , die ihrem Frauenteam den Rücken kehrt, um die erste weibliche Trainerin einer norwegischen Männerfußballmannschaft zu werden. Dabei wird sie mit zahlreichen sexistischen Vorurteilen konfrontiert.

Ebenfalls aus skandinavischem Hause wurde die dänische Serie „Liberty“ uraufgeführt. Diese handelt von skandinavischen Geschäftsleuten und Entwicklungshelfern, die sich in tansanischen Farmen eingenistet haben. Während die Businessleute die dortigen Ressourcen zu Eigenzwecken verwenden, versuchen die Entwicklungshelfer zumindest etwas Positives zu bewirken. Jedoch weder die einen noch die anderen schaffen es dabei die Bedürfnisse der Einheimischen wirklich zu berücksichtigen. Die Serie liegt dem gleichnamigen Buch von Jakob Ejersbo zugrunde.

Auch Israel war in diesem Jahr mit einer eigenen Produktion vertreten. Das Verschwörungs-Drama „Sleeping Bears“ erzählt von der Lehrerin Hadas, die nach dem Tod ihres Therapeuten, dessen Sitzungsprotokolle via Drohbriefen zugesandt bekommt.

Aus dem deutschsprachigen Raum ging die Weltpremiere der deutsch-luxemburgischen Serie „Bad Banks“ über die Bühne. Im Fernsehen läuft die Serie auf Arte ab heute (1. März). Das Drama erzählt von der noch recht jungen Investmentbankerin Jana Liekam, die jedoch durch den Fehler eines Kollegen von ihrem Job an einer Bank in Luxemburg entlassen wird. Ihre ehemalige Chefin kann ihr nichtsdestotrotz eine Stelle bei einer großen Frankfurter Bank besorgen. Ob eines Tipps, den sie bekommt, erlebt sie dort in kürzester Zeit einen Karriereschub, wird aber gleichzeitig in fragwürdige Machenschaften mit hineingezogen. In Hauptrollen sind unter anderem Paula Beer, Desiree Nosbusch oder auch der Österreicher Tobias Moretti zu sehen.

Einer der zwei großen Headliner des diesjährigen Serien-Programms war aber zum einen die Weltpremiere der neuen AMC-Anthologieserie „The Terror“. Die als historisches Epos angelegte Serie erzählt von der Crew der Royal Navy 1847 und deren Suche nach der Westpassage. Auf deren Reisen bekommt es die Crew aber mit einem Monster zu tun, das schon bald deren Verfolgung aufnimmt. In der Hauptrolle des Capatain Francis Crozier ist „The Crown“-Star Jared Harris zu sehen. In Nebenrollen wurden zudem unter anderem Tobias Menzies („Outlander“) oder Ciarán Hinds („There Will Be Blood“) gecastet.

Das andere große Highlight im Serienprogramm war die Premiere der heiß-erwarteten neuen Hulu-Produktion „The Looming Tower“. Die Miniserie obliegt dem gleichnamigen Sachbuch von Lawrence Wright und beschäftigt sich in fiktionalisierter Form mit Geschehnissen, die bereits Ende der 90er-Jahre auf die Anschläge des 11. Septembers 2001 hingewiesen haben sollen. Die Hauptrolle des CIA-Agenten John O‘ Neill wurde hierfür von Jeff Daniels (u.A.: „Dümm und Dümmer“, „The Newsroom“) übernommen. Die ersten beiden Episoden wurden von Kritikern bereits sehr wohlwollend aufgenommen.
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