Cannes 2013
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Cannes 2013 - Tag 7

Ein Ausflug hinter den Kandelaber mit Matt Damon und Michael Douglas als Liberace.
Höchst spontan sind Harry und ich gestern noch zur 22:00 Uhr-Vorstellung von „As I Lay Dying“, dem Regiedebüt von James Franco, gerannt. Wie es sich herausstellen sollte, war das für Harry ein Glück, da er nicht reinkam. Warum? Ich finde, dass der Film superanstrengend ist und knapp zwei Stunden Sitzen eine unmögliche Mission darstellt. Aus diesem Grund habe ich vor der Hälfte des Films den „Salle Debussy“ schon wieder verlassen. Das habe ich zuvor in Cannes nur einmal gemacht – das war 2007 und der Film hieß „Soi Cowboy“. Leider half der Bonus der persönlichen Begrüßung durch James Franco nichts! Im Film wird ein sehr schwer verständlicher US-Dialekt gesprochen. Zusätzlich experimentiert der Jungregisseur mit der Teilung der Handlung in zwei Bildern, die teilweise parallel gezeigt werden. Das war mir um die späte Zeit einfach zu viel. Unerwartet hatte ich aber doch noch so was wie Glück: Auf der Straße zum Bus lagen 60 Europäische Alpendollars. Wie immer bei solchen Situationen frage ich mich: Warum hebt die niemand auf?

Wenn ich ein Resümee ziehe, dann halte ich fest, dass auch die 66. Filmfestspiele von Cannes ein Hit sind! Die Organisation ist wie immer sehr bemüht und es läuft alles wie am Schnürchen. Sogar das Programm wurde dieses Jahr sehr wohlwollend aufgenommen und die Kritik hielt sich in Grenzen. Von überall aus der Welt sind die Filmbeiträge eingelangt. Bis Samstag 25. 5. 2013 gilt es noch die Werke zu besichtigen und einige Geheimtipps zu entdecken, bevor die Preise verliehen werden. Für mich endet aber mein 5. Aufenthalt in Cannes bereits morgen. Mein hoffentlich krönender Abschlussfilm sollte „Only God Forgives“ von Nicolas Winding Refn mit „Drive“-Entdeckung Ryan Gosling sein!

Mehr dazu auf Uncut:
As I Lay Dying - Liberace
Der Autor
leander-caine

Forum

  • Aufzugeben ist keine Schande

    Angesichts der so unterschiedlichen Filme auf den Festivals und der manchmal brutal ungewöhnlichen Spielzeit kann es schon mal vorkommen, dass man einen Film nicht mehr aushält. Der experimentelle Schnitt sieht aber toll aus - auch im UNCUT Podcast ;-)
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    23.05.2013, 08:48 Uhr