9 Einträge
7 Bewertungen
50.7% Bewertung
  • Bewertung

    Nicht beeindruckend

    Am Besten beschreibt man den Film damit.

    "Ich geh mal aufs WC, brauchst nicht auf Stopp drücken."
    07.10.2019
    14:16 Uhr
  • Bewertung

    Das Morgen dauert mit tollen Bildern bis übermorgen

    Ganz toll sind sie, die visuellen Ideen des Filmes. Auch der Schnitt und die Architektur der Stadt der Zukunft sind sehr gelungen. Leider braucht der Film sehr, sehr lange, bis er sein eigentliches Thema findet und abarbeitet. "Sie haben doch nicht den ganzen Tag Zeit" heisst es ja schon zu Beginn des Filmes. Hätte er sich das doch zu Herzen genommen, denn an dem langatmigen Erzählstil können weder die vielen Tage und Spezialeffekte noch George Clooney etwas ändern.
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    21.03.2017
    19:37 Uhr
  • Bewertung

    träumer an die macht

    bei diesen zukunftsaussichten kann einem schon angst und bange werden: auseinandergerissene familien, krieg, hunger, wasserknappheit, klimaerwärmung und überall zerschlagene hoffnungen – wie die von frank, 1964 bei der weltausstellung in new york noch mit einem selbstgebastelten jetpack à la james bond zukunftsgläubig mit dabei, heute jedoch ein zurückgezogener, desillusionierter erfinder. doch zwischen all denen, die sich mit dem bevorstehenden weltuntergang bereits achselzuckend abgefunden haben, hält die wissbegierige casey – nomen est omen – newton (britt robertson) stur und unerschütterlich das fähnchen der weltverbesserer aufrecht: can we fix it – können wir das in ordnung bringen? und so wird sie mit dem letzten verbliebenen pin der halbwüchsigen athena, einem roboter aus dem tomorrowland, mit der zukunft vertraut gemacht: dem schönen schein, dem drohenden untergang und der möglichen rettung der erde...

    da hat wohl jemand genug bekommen von all den düsteren prophezeiungen und negativen geisteshaltungen – regisseur brad bird und der co-autor damon lindelof haben die welt selbst schon mehrmals an den rand des abgrunds gebracht (ob mit nuclear missiles aus mission impossible: ghost protocol oder durch zombies in world war z), ein running gag im hintergrund ist ein movie poster zum (erfundenen) toxicosmos 3: "dream big!" lautet die eindrückliche, leidenschaftliche aufforderung an alle "apathischen, zynischen, entmutigten" erdenbürger, "fix it – bring's wieder in ordnung, sei optimistisch!"

    eine botschaft, die von walt disney himself hätte stammen können, gutgemeint, ambitioniert und technikgläubig. in gewissem sinn die kehrseite von interstellar, der sich achselzuckend mit dem hungertod der menschheit abgefunden, dafür seine helden in die weiten des weltalls geschickt hat, um ihr heil irgendwo dort draußen zu suchen – tomorrowland sucht die rettung in einer veränderten geisteshaltung, in einer öffnung der gesellschaft von technokraten und wissenschaftern für kreative leute aus allen gesellschaftsschichten (der idealismus und enthusiasmus der obama-grassroots-bewegung kommt, nicht zuletzt durch die beteiligung des obama-wahlhelfers clooney, in den sinn): ein schönes gschichterl für kleine leute. aber ein gschichterl halt...

    fazit: ausstattungsmäßig erinnert das "morgenland" an metropolis, futureworld und so manche zukunftsvisionen der (ca) 1960er, musik und handlung treiben den zuschauer von einem abenteuerlichen setting zum nächsten, verschnauf- oder nachdenkpausen sind (allzu) rar, für charakterentwicklung oder eine vertiefung der story bleibt da kein platz mehr. und wie wenig durchdacht – oder wie fürchterlich naiv – die geschichte zu dieser CGI-achterbahnfahrt im dazugehörigen disney-themenpark ist, merkt man nicht zuletzt an der "paradiesisch" anmutenden zukunftsvision: die skyline einer hell schimmernden stadt am horizont, davor die goldenen ähren eines unendlichen weizenfeldes – monokultur und technikgläubigkeit sind noch immer das amerikanische patentrezept für eine prosperierende zukunft.
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    26.05.2015
    23:59 Uhr
  • Bewertung

    Die Welt von Morgen

    Was wäre, wenn es eine Welt gebe, in der weder Neid noch Hass existieren würde? Casey bekommt Einblick in diese Welt durch einen Button, der plötzlich in ihren Sachen auftaucht. Auch Frank Miller wurde mit solch einem Pin nach Tomorrowland gebracht - der Ort, an dem Künstler und Wissenschaftler Träumer sein dürfen. Aber Utopia ist heute nicht mehr das, was es früher war und auch die Erde hat ein Ablaufdatum...

    Nachdem man den Trailer gesehen hat, kann man sich eigentlich nicht wirklich vorstellen, um was es in diesem Film geht. Auch nach dem Anschauen kann man nicht sagen, was jetzt eigentlich die Botschaft war. Eine Mixtur aus futuristischer Traumwelt, in der man zumindest hochintelligent oder künstlerisch begabt sein muss um eintreten zu dürfen, und die Aufforderung ein Träumer zu sein.
    (Achtung Spoiler)
    Unsere Welt wird heimgesucht von Naturkatastrophen, inherent und induziert, die Wirtschaft geht den Bach runter und eigentlich kann man es eh gleich vergessen - nicht der Plan, den die Leute in Tomorrowland hatten, eigentlich sollte man mit diesem Horrorszenario vor Augen versuchen alles besser zu machen, aber wir suhlen uns nun einmal gerne im Elend... (Spoiler aus)

    George Clooney, Hugh Laurie und Britt Robertson machen einen guten Job, ihre besten Arbeit wird es sicher nicht sein.
    Die Special Effects sind großartig, Budgettechnisch kann sich Disney ja einiges erlauben. Trotz guter CGI und dem nötigen Marketing dahinter wird A World Beyond (warum auch immer man den englischen Titel Tomorrowland in einen weiteren, noch weniger verständlichen englischen Titel umbenennen muss bleibt mir ein Rätsel) nicht an den Erfolg von Fluch der Karibik, der ebenso auf einer Attraktion im Disney Land beruht, herankommen.

    Trotzdem ist der Film unterhaltsam und spannend, die über 2 Stunden Laufzeit vergehen wie im Flug. Für Kinder ab 12 ist der Film geeignet, aber eine richtige Zielgruppe hat er meiner Meinung nach nicht: Zu brutal für Kinder (die Menschen werden nur vaporisiert, die Roboter mit Martial Arts zusammengeschlagen, gesprengt, usw - aber es sind ja "nur" Roboter), zu viele Logikfehler für Erwachsene und zu wenig Kontext für Jugendliche.
    Wer gern ins Kino geht und einfache Unterhaltung sucht wird hier fündig!
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    26.05.2015
    15:30 Uhr
    • Bewertung

      titel

      der originaltitel "tomorrowland" (arbeitstitel: "1952") durfte in europa wegen der namensgleichheit mit einem festival nicht verwendet werden, umgekehrt musste die US-show dieses festivals in "tomorrowworld" umbenannt werden.
      deshalb sollte "tomorrowland" im deutschen sprachraum ursprünglich als "projekt: neuland" in die kinos kommen, zwei monate vor dem kinostart entschied sich der verleih jedoch für "a world beyond" – immerhin der untertitel der dänischen und der UK-fassung ("tomorrowland: a world beyond").
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      27.05.2015
      01:16 Uhr
    • Bewertung

      Danke

      Vielen Dank für die Info!
      Ich bin einfach davon ausgegangen, dass, wie üblich, einfach ein neuer Titel für den deutschen Markt genommen wurde - weil man versteht da sonst nicht um was es geht (Sarkasmus Ende).
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      27.05.2015
      19:52 Uhr
    • Bewertung

      das bissel sarkasmus...

      ist durchaus verständlich, nach den titel-neudichtungen von thor 2 oder captain america 2 der disneytochter marvel ist man ja schon auf alles gefasst – aber bei disney und anderen registered trademarks muss man zusätzlich noch aufpassen, juristisch niemandem ins gehege zu kommen. kommt davon, wenn man sich keine originelle geschichte mit unverbrauchten namen ausdenkt, sondern einen plot auf eine "marke" drüberstülpt.

      trotzdem scheint mir das "tomorrowland"-titelchaos ungewöhnlich zu sein: neben dem arbeitstitel ("1952"), den diversen übersetzungen (in etwa: "die welt von morgen") und dem untertitel ("a world beyond") gab es noch eine weitere variante – "disney project T", in belgien tatsächlich der verleihtitel, in den niederlanden verkürzt als "project T" in den kinos. bei den möglichen konnotationen eines eingedeutschten "morgenlandes" (islamismus oder neuer kreuzzug) oder "projekt: neuland" (erinnerungen an die nazi-eroberungen von "neuem lebensraum") scheint mir "a world beyond" tatsächlich die beste variante zu sein – selbst wenn ich mich in ein paar monaten nur mehr an "tomorrowland" erinnern werde...
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      29.05.2015
      00:00 Uhr
  • Bewertung

    Tomorrowland

    A World Beyond versucht in einer Zeit, in der man nur noch schlechte Nachrichten zu lesen oder sehen bekommt, dass es noch Hoffnung gibt und man es nur versuchen muss. Man kommt aber nur nach Tomorrowland, wenn man Wissenschaftler oder Künstler ist, denn nur die sind nicht neidisch oder argwöhnisch und wollen immer nur das Beste für ihren Nebenmann. Gewalt an sich tut im Film auch nichts zur Sache. Menschen werden einfach sofort vaporisiert und auf einem Roboter kann man anscheinend ewig herum prügeln. So kommt es vor, dass eine 14 jährige wie eine wilde sich herum schlägt. Den ganzen Film durch zieht ein ewiges schwarz/weiß malen.

    Der Film ist die ganze Zeit über nie konsequent. Sei es bei der Handlung oder bei den Motivationen. Konsequent ist man nur beim Productplacement von anderen Unternehmen, sei es ein Apfel oder eine braune Limonade. Auch die Titel gebende Stadt/Land/Welt sieht man leider bis auf den Schluss kaum.

    Was hingegen sehr angenehm war, war die Tatsache, dass der Film sehr kurzweilig war und die 130 Minuten wie im Flug vergangen.

    Was bleibt, ist eine Disney Geschichte die nur schwarz und weiß malen kann und nicht wirklich etwas neues wagt. Dafür wird das, was gezeigt wird, einigermaßen gut gemacht.
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    25.05.2015
    23:32 Uhr
    • Bewertung

      schwarz/weiß (spoiler)

      eine nachfrage: warum empfindest du den film als ewige schwarz/weiß-malerei? ich hatte eigentlich den gegenteiligen eindruck – die "wundervolle", paradiesisch anmutende welt von tomorrowland entpuppt sich bald als bereits überholte propagandavision der marketingabteilung – roboter-todesschwadronen und eine hermetisch abgeschlossene, kalte, technokratische elitengesellschaft (mit besonderem, jedoch durch nichts begründbarem moralanspruch) sind die dystopische realität dieser parallel-dimension.

      eine realität, die allerdings auf irdischen, heutigen gegebenheiten gründet: auch hier elitenbildung, exklusion ganzer bevölkerungsgruppen vom meinungsbildungs- und politischen entscheidungsprozess, ein veritabler krieg der machthaber – nicht gegen die armut, sondern gegen die armen selbst. wenn man sich die hoch fliegenden visionen und utopien der 1950/60er vergegenwärtigt (auch von walt disney himself) – ebendiese futuristischen tomorrowland-städte, mit wissenschaftern, künstlern, robotern allüberall, dienend dem wohl einer humanen, altruistischen menschheit, angesiedelt um das jahr 2000 (!) – wenn man sich an diese zukunftshoffnungen erinnert, muss einen große trauer überfallen angesichts der richtung, die die menschheit eingeschlagen hat.

      ich vermeine diese trauer auch in diesem film zu spüren (insb in der figur des verbitterten frank walker/george clooney), und den aufruf "fix it!" als emotionalen verzweiflungsschrei der drehbuchautoren. dass die halbwüchsige casey auf einen exterminierten roboter wie wild dreinschlägt, passt in dieses bild – das ist ohnmacht und verzweiflung pur.

      BTW product-placement: hast du auch die micky mäuse entdeckt...?
      r2pi_f4e09adb6c.jpg
      29.05.2015
      00:06 Uhr