kann man bei Benigni behaupten ohne hier nur einen Hauch zu übertreiben. Was mir schon bei „Das Leben ist schön“ zumindest übertrieben vorkam, das wird hier noch zum Quadrat dargeboten: Benigni kann hier als Attilio de Giovanni kaum eine Sekunde ernst sein und zerblödelt als stetiger Unruhegeist und notorischer Clown jede Situation. Ähnlich wie bei seinem größten Kinoerfolg setzt er hier auf die Mischung „Klaumauk vor tragischem Hintergrund“ nur dass hier noch viel mehr alles aufgesetzt wirkt. Seine Frau im richtigen Leben (Nicoletta Braschi als Vittoria) spielt hier wieder mal mit und hat einen ähnlich ermüdenden Effekt wie die ständige Einbindung von Roman Polanskis Ehefrau in seinen Filmen.
Die Story für sich ist schon sehr einfach gestrickt, ein Alltags-Clown (im Film ein Professor, aber das beleidigt wohl diese Berufsgruppe) verliebt sich in eine Frau und fährt ihr überall hinterher, auch in ein Kriegsgebiet. Warum diese Frau dort trotz Kriegszustände hinreist bleibt im Film offen und erhöht nicht gerade die Glaubwürdigkeit der ganzen Geschichte (klar, für eine Biografie über einen Iraker, aber ist es eine Biografie wert sein Leben zu riskieren?) Schließlich wird die Frau auch durch einen Bombentreffer verletzt und liegt permanent komatös in einem Krankenhaus. Benigni zappelt daneben nervös wie ein Kleinkind auf ADHS und die Gags sind schon wirklich, naja, ich sags mal so, die kommen sicher in einem Kindergarten als Vorzeigefilm sehr gut an, aber schon für Volksschüler dürfte das im Schnitt nicht mehr altersgerecht sein.
Das ist irgendwie ein Film mit dem ich nichts anzufangen weiß. Klar, er tut Niemandem weh, aber ich finde dieses Kleinkindgeblödel in keinster Weise lustig, die Geschichte ist vorhersehbar (na wie wird es der Frau wohl am Ende ergehen?), wirkt konstruiert und überhaupt nicht plausibel. Das fühlt sich alles fast so an wie den Kasperl oder Pezi-Bären auf Spielfilmlänge anzuschauen. Man kann es mit jeder Sache übertreiben und Filme mit Benigni (auch wenn er privat sicher ein sympathischer Typ sein mag) werde ich wohl zukünftig meiden, denn gegen diesen Film wirkt sogar noch ein Slapstick-Klamauk wie „Hangover“ wie ein intellektuelles Kunstwerk, da hilft auch nicht der an den Haaren herbeigezogene Irak-Krieg als bemüht herangezogener Kontrast. Benigni dachte wohl: Klamauk, Ehefrau und Krieg das hat schon mal super funktioniert, das nehme ich wieder. Wenigstens ist hier die Filmmusik von Nicola Piovani diesmal nicht voller Gefühlsduselei wie bei „Das Leben ist schön.“