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    Erde und Mond auf Kollisionskurs. Kann man noch einmal die Welt retten?

    Exklusiv für Uncut
    Roland Emmerich ist wieder zurück. Obwohl erst kürzlich mit „Midway“ die Kinoleinwände dieser Welt beehrte, verbindet man mit seinem Film hauptsächlich das wohl eigens kreierte Genre des „Katastrophen-Blockbusters“. Here it is again! Es ist schon eine besondere Kunst bei sich selbst zu klauen, konkret bei „The Day After Tomorrow“, „Independence Day“ und „2012“, aber dieses Mal schaut der Filmemacher Emmerich auch den ganz großen Filmmagiern Lars Von Trier (Melancholia), Christopher Nolan (Interstellar) und Stanley Kubrick (2001: A Space Odyssey) über die Schulter und holt sich einige kreative Ideen für seinen Beitrag zum Sci-Fi-Entertainment-Film des Jahres.

    Falls sich aber doch jemand für die Story interessiert, hier der Versuch einer kurzen Beschreibung: Eine mysteriöse Kraft hat den Mond aus seiner natürlichen Umlaufbahn gestoßen und schickt ihn auf einen unausweichlichen Kollisionskurs mit dem blauen Planeten. Städte, die überschwemmt werden, Häuser, die spektakulär umfallen, Straßen, die in der Mitte aufgerissen werden, das hat man schon alles gesehen. Mit „Moonfall“ gibt es die ultimative Steigerung: zwei Planeten auf Crash-Kurs! Mögen die Gesetze der Logik aufgehoben sein und der Kinozuschauer vor lauter Bewunderung den Mund nicht mehr zu machen.

    Visuell und actiontechnisch ist „Moonfall“ mehr als gelungen. Und da man einen Emmerich-Film betrachtet, sind die Charaktere einfach gezeichnet und unterhalten den Zuschauer auf einem weniger anspruchsvollen Niveau. Popcorn halt. Zu erwähnen ist, dass es sich bei den Leading Actors um Halle Berry und Patrick Wilson handelt, die als Astronauten mit dem Mond noch eine Rechnung offen haben. Aber angenehm und überraschend vervollständigt das Weltretter-Trio der aus „Game of Thrones“ bekannte John Bradley (Samwell Tarly), der in „Moonfall“ als Astro-Nerd Dr. K. C. Houseman die Lacher auf seiner Seite hat.

    Beachtlich ist, dass kein Major-Studio Vertrauen in den Erfolg des Streifens zu haben scheint. Aus diesem Grund hat Roland Emmerich das 150 Mio. Dollar-Budget für „Moonfall“ über seine eigene Firma Centropolis Entertainment gestemmt. Ich hoffe, dass dieser Mut am Box Office belohnt wird.
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    04.02.2022
    07:33 Uhr