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    Schlappschwänze gegen Hosenscheißer

    Das Original von Yves Robert hat mit seiner s/w Fassung einen eigenen Charme und ist inzwischen zum Klassiker des Jugendfilms geworden. Hier herrscht Kleinkrieg zwischen den Jungs von Longeverne und Velrans. Anfangs testen sie die Wirkung von Schimpfwörtern, indem sie sie den Kleinsten, der sie nicht versteht, zu Erwachsenen sagen lassen, z.B. ‘Hosenscheißer‘ Das geniale ist die Kriegsführung. Und die eskaliert von Beschimpfungen über Fechtduelle bis hin zu Demütigungen. Man droht den ‘Feinden‘ die Zipfel abzuschneiden, um einen Fuchs zu fangen seine Höhle ‘vollzufurzen‘ oder als Entehrung schneidet man den Jungs von Velrans alle Knöpfe ab. Als Husarenstreich kämpfen die Longeverner auch schon mal nackt. Um an Geld zu kommen fangen sie Frösche und Schlangen oder sammeln Pilze, bauen sich sogar eine Hütte. Als aufgeklärte Franzosen reden sie sogar über Demokratie und Republik. Sie wären die großen Sieger gewesen, gäbe es nicht einen Verräter in ihren Reihen, der sich daraufhin als Monarchist outet. Er wird rigoros bestraft. Der Anführer der Longeverner Lebrac (André Treton) ist eine etwas tragische Gestalt. Er wird von seinem Vater regelmäßig verprügelt und landet am Ende sogar in einem Heim. Ironischerweise trifft er hier den Anführer der Jungs aus Velrans, dem es ähnlich ergangen ist.
    Der heimliche Star aber ist der kleine ‘Hut‘ (le Petit Gibus). Martin Lartigue verzaubert mit seinen großen Augen und seiner lebhaften Mimik die Zuschauer. Ein Satz von ihm, den er immer wieder sagt ‘Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich gar nicht mitgegangen‘, wird fast zu einem geflügelten Wort.
    Eine typische Jungengeschichte mit viel Empathie erzählt, die die Jahrzehnte überdauert.
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    30.08.2016
    14:34 Uhr
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    Krieg der Knöpfe - Das "Original"

    Die genau ein halbes Jahrhundert nach der Veröffentlichung von Louis Pergauds Buch "Der Krieg der Knöpfe" erschienene schwarz-weiß Verfilmung von 1962 zeichnet sich - im Gegensatz etwa zur aktuellen, zum 100. Jahrestag des Buches erschienenen Neuverfilmung durch Christophe Barratier, bei der die Geschichte in die Zeit des zweiten Weltkrieges verlegt wurde - noch durch größere Originalwerktreue aus.
    Wer diese Verfilmung aus den sechziger Jahren nicht kennt, dem sei sie als Ergänzung zum laufenden "Krieg der Knöpfe"-Film jedenfalls nahegelegt.
    21.07.2012
    10:54 Uhr