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20 Bewertungen
86.8% Bewertung
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  • Bewertung

    Erste Wahl

    In dem wohl persönlichsten Film von Tarantino, der ja in der Zeit aufgewachsen ist, in der der Streifen spielt, treten erstmals zwei Schauspieler gemeinsam vor die Linse:
    Brad Pitt, bereits in "Inglorous Basterds" zu sehen und Leonardo di Caprio, der in Tarantinos "Django Unchained" mitspielte.
    Dazu noch Margot Robbie, die ihr Können bereits in "Suicide Squad" oder "I, Tonja" gezeigt hat, in der Rolle der im realen Leben grausam ermordeten Sharon Tade, Dakota Fanning als Anhängerin des Sektenführers Charles Manson und viele andere großartige Darsteller, die allesamt den Film zu einem absoluten Highlight machen.
    Der Soundtrack mit Songs aus den Sechzigern und einfach alles im Film ist erste Wahl.
    Unbedingt in Originalversion anschauen.
    03.09.2019
    17:49 Uhr
  • Bewertung

    Aus Losern werden Siegertypen

    Quentin Tarantino hat ein ironisches Gesellschaftsbild der Schickimicki Welt in Hollywood gemacht und kleidete es wohl bewusst in die Form eines Märchens (siehe Titel), in dessen Mittelpunkt Rick Dalton! (Leonardo Di Caprio) und Cliff (Brad Pitt) stehen. Beide machen einen herausragend überzeugenden Job.
    Szenen aus gerade gedrehten Filmen wechseln mit Ausschnitten aus dem Privatleben der Stars. Rick vertritt die Schauspielkollegen und ist auf dem absteigenden Ast. Er bringt mit seinem Auftritt in einem Western sogar echte Emotionen ins Spiel. Sein Kumpel Cliff ist als Stuntman und Faktotum von Rick eher von der Hau-Drauf-Fraktion. Tarantino benutzt sowohl Dialogwitz (‘Das kann dauern… bis der Papst evangelisch wird‘) als auch Situationskomik, wenn Cliff (Brad Pitt) z.B. die junge, frühreife Anhalterin Pussycat (Margaret Qualley) mitnimmt, die ihm anbietet im Auto einen zu blasen oder wenn Rick die Margeritas direkt aus dem Mixer säuft.
    Lange Zeit hat Cliff ein verschmitztes, jungenhaftes Grinsen im Gesicht, das wohl Tarantinos Einstellung zum Film wiederspiegeln könnte. Und er hat sich damit im Milieu nicht nur Freunde gemacht. Manche Stars gibt er sogar der Lächerlichkeit preis, wie z.B. Bruce Lee (Mike Moh) mit seinen Quiek Lauten vor einem Angriff oder Sharon Tate (Margot Robbie), die in ihrer ganzen unbedarften Selbstverliebtheit nur in Filme geht, in denen sie selber mitgespielt hat. Gelungene Szenen wechseln sich mit misslungenen ab. Bevor alles auf den Gipfel des Films zusteuert. Man kennt alle Beteiligten, die Manson Bande bricht zum Killen der Piggies auf. Ob aus Versehen oder Absicht bleibt offen. Statt an Sharon Tate geraten sie an Cliff und seinen Pitbull, der mit der Bande Schlitten fährt. Rick erledigt den Rest mit dem Flammenwerfer. Dieses Finale ist ein für Tarantino typisches Massaker – eine Anhäufung von Brutalitäten, was vor allem das jüngere Publikum mit johlendem Applaus quittiert. Unterm Strich gibt es hier Licht und Schatten.
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    26.08.2019
    13:48 Uhr
  • Bewertung

    Once upon a time in the West

    Wenn man Filme liebt, dann spürt und fühlt man das! Tarantino gelingt es immer von seinen Schauspielern das Beste herauszuholen, dieses Mal von Pitt und DiCaprio. Und ja, Tarantino ist genau wie sein großes Vorbild Leone detailverliebt und lässt den Zuschauer daran teilhaben. Neben der immer genialen Musik, grandioser Dialoge, den Darstellern in Höchstform, überrascht er den Zuschauer erneut mit seiner eigenen kreativen Geschichtszeichnung, die zum Träumen einlädt. Die Traumfabrik war 1969 sowie die ganze Welt im Umbruch. 2019 scheint es ebenfalls wieder soweit zu sein. Ob alles besser wird, ist unwahrscheinlich, aber man kann davon träumen.
    leandercaine_0fc45209c9.jpg
    25.08.2019
    02:21 Uhr
  • Bewertung

    Wenn Loser zu Siegertypen werden

    Quentin Tarantino hat ein ironisches Gesellschaftsbild der Schickimicki Welt in Hollywood gemacht und kleidete es wohl bewusst in die Form eines Märchens (siehe Titel), in dessen Mittelpunkt Rick Dalton! (Leonardo Di Caprio) und Cliff (Brad Pitt) stehen. Beide machen einen herausragend überzeugenden Job.
    Szenen aus gerade gedrehten Filmen wechseln mit Ausschnitten aus dem Privatleben der Stars. Rick vertritt die Schauspielkollegen und ist auf dem absteigenden Ast. Er bringt mit seinem Auftritt in einem Western sogar echte Emotionen ins Spiel. Sein Kumpel Cliff ist als Stuntman und Faktotum von Rick eher von der Hau-Drauf-Fraktion. Tarantino benutzt sowohl Dialogwitz (‘Das kann dauern… bis der Papst evangelisch wird‘) als auch Situationskomik, wenn Cliff (Brad Pitt) z.B. die junge, frühreife Anhalterin Pussycat (Margaret Qualley) mitnimmt, die ihm anbietet im Auto einen zu blasen oder wenn Rick die Margeritas direkt aus dem Mixer säuft.
    Lange Zeit hat Cliff ein verschmitztes, jungenhaftes Grinsen im Gesicht, das wohl Tarantinos Einstellung zum Film wiederspiegeln könnte. Und er hat sich damit im Milieu nicht nur Freunde gemacht. Manche Stars gibt er sogar der Lächerlichkeit preis, wie z.B. Bruce Lee (Mike Moh) mit seinen Quiek Lauten vor einem Angriff oder Sharon Tate (Margot Robbie), die in ihrer ganzen unbedarften Selbstverliebtheit nur in Filme geht, in denen sie selber mitgespielt hat. Gelungene Szenen wechseln sich mit misslungenen ab. Bevor alles auf den Gipfel des Films zusteuert. Man kennt alle Beteiligten, die Manson Bande bricht zum Killen der Piggies auf. Ob aus Versehen oder Absicht bleibt offen. Statt an Sharon Tate geraten sie an Cliff und seinen Pitbull, der mit der Bande Schlitten fährt. Rick erledigt den Rest mit dem Flammenwerfer. Dieses Finale ist ein für Tarantino typisches Massaker – eine Anhäufung von Brutalitäten, was vor allem das jüngere Publikum mit johlendem Applaus quittiert. Unterm Strich gibt es hier Licht und Schatten.
    8martin_ea7f49f0f3.jpg
    20.08.2019
    12:40 Uhr
  • Bewertung

    Aufwühlendes Meisterwerk

    Nachdem ich schon viel über das Massaker von Charles Manson und seinen Sektenmitgliedern gelesen habe und die Fotos der ermordeten hochschwangeren Sharon Tate und ihrer Freunde nie aus meinem Gedächtnis verschwinden werden, hat mich der Film schon sehr mitgenommen - ich konnte danach lange nicht einschlafen.
    Obwohl Tarantino mehr als zwei Stunden damit spielt, dass den Zusehern gegen Filmende die Morde an den fünf unschuldigen Menschen gezeigt werden, ist das Ende dieses großartigen Streifens so unerwartet wie skurill.
    Es ist ein Genuss, den Hauptdarstellern wie auch allen, die noch so eine kleine Nebenrolle spielen, zuzusehen.
    Die Filmmusik und überhaupt alles, was so aus dem Jahr 1969 gezeigt wird, zeigen uns, dass Tarantino ein wahrer Meister seines Fachs ist.
    16.08.2019
    19:06 Uhr
  • Bewertung

    Spektakuläre **szene

    Ich lache selten laut im Kino. Eine Szene hat mich und scheinbar mehrere minutlang laut auflachen lassen.

    2-3 Szenen waren mir bereits den Kinobesuch wert. Die Dialoge hätten ausführlicher und ausgedehnter sein können. Film hatte immer wieder einen *^#WTF. -Moment.
    Musste durchgehend schmunzeln
    8,5/10
    16.08.2019
    16:44 Uhr
  • Bewertung

    Irgendwie ...

    … ein untypischer Tarantino-Film (fehlende Übertriebenheit in seiner Darstellung der Gewaltverherrlichung) – und dennoch ist die Handschrift des "Meisters" zu erkennen. (finaler Gewaltexzess)
    Detailverliebt in Ausstattung, Setting, Musik, Sound, Mode (zB Close Ups auf die Mokassins von "Cliff Booth") … es ist eine Zeitreise in die ausgehenden 60iger Jahre.

    Er inszeniert seine Stars – und seien die Rollen noch so klein und mit noch so wenig Text ausgestattet, und die Darsteller nahezu bis zur Unkenntlichkeit gestaltet – wie sie vorher noch nie zu sehen waren.
    Ein Genuss ist vor allem das Zusammenspiel von Leonardo DiCaprio & Brad Pitt und die Hingabe der beiden in der Auslegung der jeweiligen Rolle.

    Wer mit der Geschichte der Manson-Family vertraut ist, wird am Ende des Films irgendwie ratlos dasitzen und denken: "kommt jetzt noch was?"
    Der Schluss dieses Werkes lässt jedenfalls noch etwas offen …

    PS: Danke UNCUT für die Karten - *KIZ ROYAL*
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    16.08.2019
    13:18 Uhr
  • Bewertung

    Backstage-Drama aus Hollywoods goldenen Zeiten

    Quentin Tarantino zeichnet in seinem neusten Film ein für ihn typisches Stimmungsbild aus den goldenen Zeiten Hollywoods. Rund um die Lebensgeschichte eines abgehalfterten B-Westerndarstellers (L. DiCaprio) und seine Stuntmans (B. Pitt) zeichnet er eine Milieustudie aus der damaligen Zeit. Wie schwer es sein konnte, überhaupt wahrgenommen zu werden und wie ungleich schwerer es für jemanden sein konnte, aus dem TV und aus einem bestimmten Rollensteriotyp auszubrechen und als Darsteller ernst genommen zu werden. Rund um diesen Handlungskern baut Tarantino dann aber auch noch die tragische Geschichte rund um Sharon Tate und Roman Polanski ebenso wie die Hippie-Kommunen und ihre Eigenheiten, die mit dem Mord an Sharon Tate damals in Verbindung gebracht wurden. Das Ganze bietet wie auch zuletzt zahlreiche herrlich komische und andere hemmungslos überzeichnete Momente der Gewalt - insgesamt fehlt dem Film aber der letzte Schliff der Homogenität und einiges an Ausgewogenheit beim Tempo. Fehlt Christoph Waltz bzw. eine Figur, wie er sie zuletzt darstellte, die das Publikum bei der Stange hält und sich als Konstante durch die Handlung bewegt oder hätte man beim Schnitt einfach ein wenig großzügiger sein sollen? Vielleicht. Für mich machte der Film jedenfalls durchaus Spaß und die Ausstattung beeindruckt auf allen Ebenen. Kein Vergleich aber mit Inglorious Basterds, Django Unchained oder Pulp Fiction.
    harry.potter_aadba0451b.jpg
    16.08.2019
    12:18 Uhr
  • Bewertung

    Tarantinos nächster Streich

    Was soll man bitte sagen - dass was Tarantino hier abgeliefert hat, bricht in vielerlei Hinsicht viele allgemeinen Filmkonventionen. Ein Film ohne wirklichen roten Faden, der aber dennoch bis zu letzten Minuten unglaublich gut unterhält... Tarantino halt... Und dabei keinerlei die Liebe zum Detail und zum "Realismus" verliert. Eine Hommage eine längst vergessene Zeit der (ende) 60er mit ihren dunklen sowie schönen Hollywood-traunfabrik-Seiten. Prädikat: Sehenswert!
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    16.08.2019
    00:15 Uhr
  • Bewertung

    1969

    Ein tiefenentspannter Brad Pitt gibt den Grundton vor - poor but sexy, ein kettenrauchender Leonardo Di Caprio "overacted" versiert - Drama but Queen, die ätherische Margot Robbie schwebt ohne üppige Dialoge durch die Kulisse - gutes Bild, wenig Ton. Ein paar altbekannte Haudegen sind ein paar Jährchen älter geworden, Scarface trägt Brille, die Klapperschlange steht unter dem Pantoffel…

    Wenn wie oben so unten und wie außen so innen, dann ist Quentin Tarantino ruhiger geworden, das Testosteron muss keine Höhenflüge in Form von Gewaltorgien sonderzahl hinlegen. Das (Film-)Leben darf an Achtsamkeit und Detailverliebtheit gewinnen, ist es doch (auch) cineastisch begrenzt.

    Im Schicksalsjahr 1969 wurde nicht nur der Schreiber dieser Zeilen gezeugt und geboren (ja, „waschecht“), sondern durfte auch die Hippie-Bewegung Ihren Höhepunkt feiern (Woodstock, Easy Rider, Monty Python, Mondlandung usw. usf.) und auch enden (Manson family, Altamont concert…) Tarantino war schon knapp im Schulalter und feiert mit diesem Werk ordentlich den damaligen Zeitgeist und damit die Jahre seiner früheren Kindheit. Und, ja, im fortschreitenden Alter werden wir wie die Kinder, das Kurzzeitgedächtnis verabschiedet sich zugunsten des Langzeitgedächtnisses und es darf wieder Märchen geben, Märchen die ein unerwartetes Ende nehmen.

    Ein Film der Zeit hat, es nicht eilig hat, dabei nie langweilig wird, nostalgische Details laden zum Verweilen ein, Westernfans werden nicht zu kurz kommen.

    Wunderbar stimmige Musiktitel runden das Geschehen ab, die eine oder andere Autofahrt kann aus der Hinterbank-Mitfahrer-Perspektive begleitet werden, Augenweiden aus Blech und Kunststoff kreuzen auf den Straßen. Der eine oder andere Dialog hat es wieder verdient, in Stein gemeißelt zu werden.

    Trotz brutalem Leitthema hat das Werk Frieden mit sich und dem Leben geschlossen hat, auch wenn der eine oder andere Protagonist (bzw. Zuschauer) bis zum Ende davon noch nichts weiß.

    Und, ja: bei Unkenntnis ein wenig einlesen in die Manson-Family (z.B. Wikipedia) schadet keineswegs für den vollen Filmgenuss.

    Wer beim Abspann sitzen bleibt bekommt noch eine kleine Belohnung.
    zwischenablage01_c42349e324.jpg
    15.08.2019
    22:31 Uhr
1   2 alle Einträge