Neu im Kino
Neu im Kino: Woche 12/2014

Neu im Kino: Woche 12/2014

Von Hundertjährigen, einzelnen Überlebenden, Straßenrasern, Bergsteigern, Rebellen, Auswanderern und tanzenden Bauern.
Der Hundertjährige, der aus einem Fenster stieg und verschwand
Das Buch war monatelang auf Platz 1 der internationalen Bestsellerlisten. Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis der schwedische Roman sein filmisches Äquivalent bekam. Unter der Regie von Felix Herngren kraxelt der betagte Rentner Allan Karlsson (Robert Gustafsson) genau an seinem 100. Geburtstag aus dem Zimmer seines Altersheims und verschwindet. Auf der Flucht durchlebt er in Rückblenden seine skurrile Lebensgeschichte, die ein ganzes Jahrhundert umfasst, erneut.

Lone Survivor
Der patriotische Kriegsfilm von Regisseur Peter Berg („Battleship“) zeigt einen starken Mark Wahlberg in der Hauptrolle, und ist mit Eric Bana, Emile Hirsch und Taylor Kitsch auch in den Nebenrollen prominent besetzt. Der Film erzählt die Geschichte von drei gefallenen US-Soldaten im Afghanistan-Einsatz, die als verdeckte Militärsondereinheit ihr Leben im Krieg opferten und wird aus der Sicht von Marcus Luttrell (Wahlberg), des einzigen Überlebenden, geschildert.

Need for Speed
In dem actiongeladenen Rennfilm sinnt der Rennfahrer Tobey Marshall („Breaking Bad“ Co-Star Aaron Paul) nach Rache, als ihn sein Rivale für einen Mord verantwortlich macht und er daraufhin ins Gefängnis wandert. Die von Scott Waugh verfilmte Adaption des gleichnamigen Videospiels dürfte vor allem Fans der Fast&Furious-Reihe, die adrenalinsüchtig auf Teil 7 warten, eine willkommene Abwechslung von Altbekanntem bieten: rasante Autostunts und halsbrecherische Verfolgungsfahrten in schnellen Schlitten.

Rise Up! And Dance
„Rise Up and Dance“ lautet das Motto bei Barbara Gräftners („Echte Wiener 2“) romantischem Heustadl-Tanzfilm, in dem sich zwei junge Menschen durch ihre Leidenschaft zum Tanz näher kommen - quasi ein österreichischer Antwortversuch auf diverse US-Tanzfilmerfolge. In kleinen Nebenrollen zu sehen sind Lukas Plöchl und Larissa Marolt.

Sonstiges

Die Diagonale, das Festival des österreichischen Films, hat am Dienstagabend in Graz ihre Pforten geöffnet und bietet sowohl Cineasten als auch Filmfans wie jedes Jahr eine feine Auswahl des heimischen Filmschaffens in all seinen unterschiedlichen Gattungen. Zwei Diagonale-Filme absolvieren diese Woche zeitgleich ihren Kinostart: Zum einen die Doku „Everyday Rebellion“ der Riahi Brüder Arash und Arman, welche vorerst nur in ausgewählten Kinos in Wien, Graz und Linz zu sehen sein wird. Der Film beschäftigt sich mit diversen Formen von gewaltfreien, weltweiten Protestbewegungen, darunter auch die für ihre Nacktauftritte medial bekannt gewordene Femen-Gruppe. Zum anderen begibt sich die Dokumentarfilmerin Ruth Beckermann in ihrem neuesten Werk „Those Who Go - Those Who Stay“ auf zufällig anmutende Reisebeobachtungen quer durch die Welt und hinterlässt dabei viel Raum für Assoziationen des Gesehenen.

In der Doku „Cerro Torre - Nicht den Hauch einer Chance“ erzählt Thomas Dirnhofer vom hochgradig gefährlichen Vorhaben des Extremsportlers David Lamas, der den südamerikanischen Berggipfel Cerro Torre frei besteigen will. Ob er auch nur den Hauch einer Chance hat erfährt man ab Freitag im Kino.

Vorerst nur in Wien zu sehen ist die deutsche Culture-Clash Komödie „Hannas Reise“ der jungen Regisseurin Julia von Heinz. Darin reist Protagonistin Hanna im Zuge eines Praktikums nach Isreal – und das mit jeder Menge Vorurteile im Gepäck.
Die Autorin
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T.W.

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