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39 Bewertungen
83.1% Bewertung
  • Bewertung

    Skurrilitäten ohne tieferen Sinn und Logik

    Ich mag ja generell John Malkovich und ich finde dass auch John Cusack als Puppenspieler Craig Schwartz, Cameron Diaz als Lotte Schwartz und Orson Bean als Dr. Lester ihre Rollen sehr gut rüberbringen. Die Geschichte hat auch sicher ihre witzigen Momente wenn man sich darauf einlassen kann jeglichen Realismus und angelernte Erwartbarkeit von sozial üblichen Handlungsweisen mal komplett abzuschalten. Eine Geschichte die darüber handelt wie es aussieht wenn Menschen mit psychisch pathologischen Auffälligkeiten aufeinandertreffen und die gezeichneten Charaktere grenzen schließlich sehr stark an dem was man sich so unter Patienten in Psychiathrien vorstellt.

    Das soll dann wohl auch der witzige Effekt des Films sein, dass eine Welt präsentiert wird in dem das Absurde zum Standard erkoren wird. Dabei wird der bewusst als einzig rational handelnde Protagonist John Malkovich als Opfer von Schwachsinnigen inszeniert. Wie ist es als verhaltensauffälliger Mensch einen verhaltensunauffälligen Menschen zum Affen zu machen, indem man ihn wie eine Marionette steuert? Ist zwar sicher eine nette Randgeschichte indem Puppenspieler Craig Schwartz mit seiner echten Marionettenkunst keinerlei Erfolg hat und dafür mit der Marionette John Malkovich umso mehr, aber der Film reizt das Skurrile so sehr aus, dass manche Gags wohl nur in der Pubertät oder mit einem gewissen Akoholpegel Effekt zeigen.

    Dabei gehört das halbe Stockwerk, die Szene in der Malkovich sich in multipler Form begegnet oder die Beichten des Dr. Lesters noch zu den besseren Momenten. Leider werden aber die Charaktere so stark überzeichnet, dass es teils zu einem infantilen Humor kommt. Vor allem dieses Sadomaso-Verhältnis zwischen Lotte, Craig und Maxine finde ich weder lustig noch originell, es langweilt mich nur weil es so aufgesetzt und gekünstelt wirkt.

    Schade um das prägnante melancholische Hauptthema des Filmkomponisten Carter Burwell. Er gibt damit dem Film eine tiefgründigere Note als dieser verdient hat. Man fragt sich was in dieser Musik betrauert wird: das alle bis auf John Malkovich nicht wissen dass sie vom Wahnsinn befallen sind?

    Nachdem mir zwei andere Filme des Drehbuchautors Charlie Kaufmann noch weniger zugesagt haben, werde ich wohl künftig einen großen Bogen um dessen Filme machen. Die exzellenten Schauspieler und gute Filmmusik haben hier noch viel gerettet.
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    14.05.2025
    01:14 Uhr
  • Bewertung

    Rein ins Hirn

    Die Grundidee zu dieser Groteske ist gar nicht mal so schlecht und hält auch das Interesse für lange Zeit wach. Zumal die Anfangssequenz eindrucksvolle Bilder eines Marionettentheaters bietet. Und es gibt viele Möglichkeiten einer Interpretation von Details, die von der Oberfläche wegführen. ’Der Puppenspieler hält die Welt an einem Faden.’
    Doch nach etwas mehr als einer halben Stunde verflacht das Ganze durch die sich wiederholende Gleichförmigkeit der Ereignisse. Tamtam und Klamauk beherrschen die Szene. Das gelegentliche optische Aufblitzen von Promisupport (z.B. Sean Penn) wirkt etwas gewollt. Durch die zum Teil schlecht ausgeleuchteten Szenen geht der Überblick mitunter verloren, wer denn gerade zurzeit im Hirn von John Malkovich steckt oder es mit wem durch ihn treibt. Auch die Lösung aller Probleme durch das Auffinden einer Möglichkeit zum ewigen Leben ist hübsches gedankliches Beiwerk, ebenso wie die angedeutete Geschlechtsumwandlung. Und der Titelheld spielt sich selber und sorgt bisweilen recht ausgelassen für Abwechslung.
    Eine interessante Idee ist bei aller Konsequenz einige Umdrehungen zu weit geschraubt worden. Das muss einfach auf dem Konto für Langatmigkeit abgebucht werden. Schöner Anfang und schönes Ende bieten Halt wie zwei Buchdeckel. Der Zwischenraum ist nicht uninteressant, aber Seite für Seite oft das Gleiche.
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    10.01.2012
    19:12 Uhr
  • Bewertung

    Strange

    Ein abgefahrenes Erlebnis. Krasse Idee, toll, konsequent und vielschichtig umgesetzt. Ein Film, der einfach anders ist, und wirklich jeder mal gesehen haben sollte
    29.10.2008
    00:34 Uhr
  • Bewertung

    Meisterwerk

    Psycho-Drama mit einem wundervollem kompliezierten Drehbuch und einer Oscar-reifen Cameron Diaz. Sehr komliziert mit vielen Gastauftritten (David Fincher, Dustin Hoffman, Spike Jonze[auch Regie], Sean Penn, Brad Pitt, Winona Ryder, Gary Sinise). Super Story nicht ganz über Malkovich der auch nicht die Hauptrolle spielt. Bei dem Film hätten sie eigentlich ja jeden beliebigen Schauspieler nehmen können, aber Malkovich ist für die Rolle wohl am besten geeignet.
    21.09.2006
    22:02 Uhr
  • Bewertung

    Alice im Wunderland von Malkovich

    Ein Film, dessen Handlung so einzigartig und unglaublich ist, dass er allein dafür bereits einen Anerkennungspunkt verdient. Dem folgen übrigens weitere für eine grandiose Besetzung (John Cusack im Besonderen) und einen alle überragenden John Malkovich, der sich mit Humor selbst darstellt und seiner eigenen Person dennoch nie ferner war. „Being John Malkovich“ ist ein intelligenter Film, der in Bereiche vordringt, die uns zwar interessieren, aber sowohl moralisch als auch ethisch höchst bedenklich sind. Die Reise in Malkovichs Körper wirkt wie ein schräges „Alice im Wunderland“ für Erwachsene und reicht so vom Traum jemand anderes sein zu können oder wollen bis zur Realität der Wahrheit des vermeintlichen Glücks dahinter. Vielleicht ein augenzwinkernde Hinweis, dass wir niemand außer wir selbst sein können? Auf jeden Fall aber ein ebenso bizarres wie geniales Filmwerk.
    07.03.2006
    16:49 Uhr
  • Bewertung

    bizarr, aber lustig

    cameron diaz mal ganz anders ^^
    die geschichte ist originell und gut gespielt, ein kleines, gelungenes meisterwerk
    02.03.2006
    15:07 Uhr
  • Bewertung

    charlie kaufmann

    sei dank.
    er hat gezeigt, dass es doch hoffnung für hollywood gibt und genug verrückte leute da sind, die aussergewöhnliche geschichten schreiben können, die einen wirklich erstaunen lassen.
    fantastico
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    22.02.2006
    16:58 Uhr