Elfriede Jelinek - die Sprache von der Leine lassen (2022)

Bilder: Polyfilm
Fotos: Polyfilm
Originaltitel:
Elfriede Jelinek - die Sprache von der Leine lassen
A/D 2022 | Dokumentation | 97 min.
Elfriede Jelinek wurde als Kind von Eltern im fortgeschrittenen Alter in der Steiermark geboren. Die Mutter ist gläubige Christin, der Vater Jude. In ihrer Kindheit hat sie praktisch keine Freizeit, weil die Mutter sie zu einem musikalischen Genie erziehen will und dieses Ziel mit einer Besessenheit anstrebt, die sogar die Lehrpersonen Alarm schlagen lässt. Jelinek beginnt mit dem Schreiben, weil das die einzige Kunstform ist, die ihre Mutter nicht unterstützt. Das zunächst angestrebte Medizinstudium bricht sie ab, ein ganzes Jahr verlässt sie aufgrund einer Angststörung das Haus nicht. Das ist auch die Überleitung zum Nobelpreis: als Jelinek über die Auszeichnung in Kenntnis gesetzt wird, sagt sie, sie müsse den Preis ablehnen, wenn es Bedingung wäre, ihn persönlich entgegen zu nehmen. Sie kann nicht reisen und reagiert, wie sie selbst trocken erzählt, auf den Anruf auf Stockholm so wie sie auf vieles reagiert: mit einem Nervenzusammenbruch.
Genre Dokumentation
Land A/D
Länge 97 min.
AT-Start

Forum

82.5% Filmbewertung
1 Eintrag    2 Bewertungen
  • Annäherung an eine Unnahbare

    Exklusiv für Uncut von der ViENNALE
    Elfriede Jelinek ist die wahrscheinlich bedeutendste Schriftstellerin Österreichs der Gegenwart und das nicht erst seit 2004, als sie den Nobelpreis ... [ weiter ]
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