Cannes 2013
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Cannes 2013 - Tag 4

Jimmy P., Juwelendiebe, Schüsse, Streiks und andere Überraschungen in Cannes.
Wo tausende Menschen sind, gibt es leider auch tausende Möglichkeiten aufzufallen. Offensichtlich ist ein höchst bekannter Juwelenausstatter der Stars ausgeraubt worden. Der finanzielle Schaden geht angeblich in die Millionen. Ich denke mir, dass es bei der Bewahrung von wertvollem Schmuck Sicherheitsmaßnahmen geben muss und wenn so etwas passiert, irgendwas nicht passt und Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen werden müssen. Der Werbeeffekt ist aber enorm, da dieser Anbieter weltweit in den Medien präsent ist – und der Millionenschaden, wenn nicht versichert, verkraftbar ist. Das ist ein Gedanke, der erlaubt sein sollte.

Was weniger amüsant ist, wenn ein Idiot in einer Live-Sendung eine Waffe zieht und damit Panik auslöst. So geschehen bei der gestrigen TV-Übertragung eines Studios direkt am Meer neben der Croisette. Christoph Waltz, Daniel Auteuil und das gesamte Publikum gerieten verständlicherweise in Panik. Und dabei ist es egal, dass es sich hierbei „nur“ um eine Schreckschusspistole handelt. Dass der Wahnsinnige auch ein Granaten-Attrappe und ein Klappmesser bei sich hatte, beweist für mich nur das, was ich mir immer denke: Wenn jemand einen Schaden anrichten möchte, dann helfen auch die besten Sicherheitsmaßnahmen nichts!

Beim Schreiben dieser Zeilen im Journalistenroom im Festivalzentrum, kommt eine junge Dame auf mich zu und fragt mich auf Französisch, ob sie mir eine weiße Rose schenken darf? Auch das ist Cannes – für positive Überraschungen immer gut!

Der Autor
leander-caine

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