Forum zu Shame

3 Einträge
6 Bewertungen
72.5% Bewertung
  • Bewertung

    Dauersex

    Brandon (Michael Fassbender) will immer, Frauen offensichtlich auch. Hoher Nuttenverschleiß bei permanenter Anmache auch in öffentlichen Verkehrsmitteln und wenn’s gar nicht anders geht, wird onaniert. Dabei stört nur der bombastische Soundtrack oder soll der etwa verfremden?
    Mit dem Auftauchen von Schwester Sissy (Carey Mulligan) werden seine Vögelkreise gestört. Er muss mitanhören, wie Sissy mit seinem Chef auf seiner Matratze tobt. Brandon hat Potenzschwierigkeiten und Streit mit seiner Schwester, schmeißt sie raus. Der Suizidversuch der autoaggressiven Sissy kuriert Brandon von seiner Sexsucht. Ein kurzer Weinkrampf und ein symbolträchtiges physischer Zusammenbruch reichen als Katharsis aus.
    Ein wildes Konstrukt mit zwei gleichwertig überzeugenden Darstellern. Der permanente Sex wird zu einem Stressfaktor, der Lust durch Qual und Frust ersetzt. Es ist nur eine von vielen möglichen Optionen. Die Heilung ähnelt in ihrer unerwarteten Geschwindigkeit dem Lourdes-Phänomen. Steve McQueen erklärt den Titel so: er meint, die Story sei etwas, für das man sich schämen würde.
    Dabei kommt das Verhältnis der Geschwister etwas zu kurz. Nur ein Gespräch, in dem familiäre Bindungen und Verantwortung angetippt werden, reicht da nicht. Das hat er in ‘Twelve Years a Slave‘ besser gemacht. Nicht schlecht, muss man nicht gesehen haben.
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    19.05.2015
    13:06 Uhr
  • Bewertung

    ...

    Der Film war furchtbar langweilig. Er erzählt nicht er plakatiert. In Nahaufnahmen vornehmlich Sexszenen. Er ist nie wirklich abstossend und nie wirklich tiefgründig. Vom subtilen Inszenieren träumt der Regisseur vielleicht ab und an. Drängt somit die Problematik die der Film versucht aufzugreifen weit ins Abseits. Weils mich weder schockiert noch fasziniert fremde kopulierende Körper zu betrachten, dümpelt der Film immer so in der mitte dahin. Hat mich in keinster weise berührt oder der Problematik einer Sexsucht näher gebracht.
    Eine grandiose schauspielerische Leistung kann ich auch nicht erkennen. Würde mich interessieren wenn man anstelle des, (im Kontext des Films) prätentiös wirkenden Klavier gedüdels (Bach) eine dem Genre entsprechendere (David Guetta etc.) untermalung eingepflanzt hätte, wie dann die Kritiken ausgefallen wären.
    17.03.2012
    23:54 Uhr
  • Bewertung

    Hypnotisch

    Mir hat dieser Film wahnsinnig gut gefallen!

    Michael Fassbender und Carey Mulligan spielen wirklich großartig und auch ihre Co-Stars wirken unheimlich authentisch.
    Kamera und Musik geben dem Film eine einzigartige Atmosphäre, man wird richtig hineingezogen in Brandons Welt und gezwungen sich mit den dunklen Seiten der Menschen auseinanderzusetzen.

    Ganz stark, sehr bewegend, wenn man sich darauf einlassen kann.
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    13.03.2012
    11:55 Uhr