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| Gwilwileth (22.02.2009 20:06) |
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Die Finanzierung des Terrorismus ist ein aktuelles
Thema und verleiht dem Film daher einen realistischeren Touch.
Bond ist (noch) nicht der kühle Profi, den man aus den bisherigen Filmen kennt. Er ist ein Draufgänger, der sich erst im Laufe des Filmes zum Profi entwickelt. Ein weiterer neuer Aspekt ist die Menschlichkeit. Kaum zu glauben (und traurig, dass die Filmindustrie das erst jetzt entdeckt hat): James Bond ist ein Mensch. Einer der verletzlich ist, der leidet und liebt (wirklich liebt). Gefühle spielen in Casino Royale eine weit größere Rolle als in den Vorgängern, was dem Film auch sehr gut tut.
Daneben verdient auch die Wahl des Bond Girls Lob. Vesper ist eine starke Frau, die nicht nur mit Attraktivität, sondern auch mit Intelligenz und Schlagfertigkeit auf sich aufmerksam macht und kein leichtes Spiel für Bond ist, der sich ganz schön ins Zeug legen muss, um sie zu erobern (Ist das zu fassen? Bond bekommt eine Frau nicht nur deshalb in das Bett, weil er eben Bond ist – was den Machern so mancher Vorgänger-Filme ja leider Gottes ausreichend war)
Ein weiterer Pluspunk ist, dass Casino Royal anstatt angestaubte Bond-Klischees sklavisch zu zitieren, frech mit diesen spielt und in der Folge viel spritziger rüberkommt, als viele Vorgänger-Filme.
Und der neue Bond Darsteller? Daniel Craig überzeugt auf allen Linien. Er gibt einen härteren, kantigeren Bond ab, der jedoch über spitzbübischem Charme verfügt und mit dem Mut zur Menschlichkeit überzeugt.
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| Gwilwileth (22.02.2009 20:08) |
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Das einzige Negative, das ich dem Film anrechnen kann,
sind ein paar kleine „Ausrutscher“ wie einerseits eine ziemliche kitschige Szene eher zu Beginn des Filmes (Das erste Bond Girl auf einem weißen Ross über den Strand reitend, das war schon etwas zu viel des Guten) und andererseits ein Durchhänger gegen Ende des Filmes, nach der Entführung, als etwas zu lange auf die Beziehung zwischen Bond und Vesper eingegangen wurde. Da der Rest des Filmes jedoch überzeugt, fällt es nicht sonderlich schwer, über ein paar negative Szenen hinwegzusehen.
Insgesamt ist Casino Royale ein Film, der nicht nur eingefleischte Bond-Fans begeistern wird, sondern auch diejenigen, die mit den klassischen Bond Filmen oder aber den Brosnan-Teilen wenig anfangen konnten.
Casino Royale bietet harte Action, eine spannenden Geschichte, überzeugende Schauspieler sowohl auf der Seite der Guten als auch auf der Seite der Bösen und eine der romantischsten Szenen der Bond-Geschichte (Stichwort: Dusche).
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| Eine_Katze (08.03.2008 00:41) |
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Der kalte Krieg ist vorbei...
... und darum war es bitter nötig, die Figur "James Bond" neu zu erfinden, um eben dieser Figur eine echte Chance zu geben. Und genau das hat Campbell mit seiner Verfilmung getan. Die Zeit des alten Bonds ist abgelaufen.
Im kalten Krieg und in den Filmen, die eben diesen thematisierten, hatte Bond seinen klar definierten Platz. Doch im Laufe der Jahre wurde er mehr und mehr überflüssig. Das haben die Produzenten endlich erkannt. Denn... der kalte Krieg ist vorbei, ein neuer Bond musste her! Was liegt da näher, als wieder bei Null anzufangen und den Charakter wieder neu zu definieren? Der elegante Geheimagent war gestern. Das beweist bereits die Anfangssequenz. Wir bestauen die Eleganz und den Einfallsreichtum des Auftragskillers und Freerunners zu Beginn. Bond dagegen kann die Schwerkraft nicht außer Kraft setzen und lediglich Türen einrennen. Von Anfang an ist klar: Dieser 007 hat nur eines im Kopf: Töten - egal wie. Ihn interessiert nicht, ob seine Krawatte sitzt und schon gar nicht, ob er seinen Martiny shaken or stired runterkippen soll. Dann erfindet er lieber einen neuen Drink.
Der alte Bond funktioniert heutzutage schlichtweg nicht mehr. Und das haben die Produzenten erkannt.
Es bleibt dennoch offen, ob aus diesem Bond derjenige entstand, den wir kennen, oder ob wir es mit einem komplett neuen zu tun haben. Ich entscheide mich für den Neuen.
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| LadyVader (03.03.2008 18:26) |
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Wie James Bond zu James Bond wurde...
Wieviel wurde im Vorhinein gemeckert, kritisiert und gelacht? Ich kann nur sagen: Ich bin voll des Lobes! Ein genialer Bond (-Film), vielleicht sogar der beste den es je gab. Schnell, spritzig, rasant, man hat ja kaum Zeit zum Luft holen. James Bond ist nicht mehr (oder besser gesagt noch nicht) der charmante, aalglatte Frauenschwarm, der sich nach einer Schlägerei die Krawatte richtet, sondern hart, kalt und skrupellos. Da passt auch das kühle Äußere von Daniel Craig perfekt dazu. Bond muss leiden, bluten und wird gefoltert wie nie zuvor, stirbt sogar beinahe, was aber nichts an seiner harten Schale ändert. Erst als Bond auf Vesper Lynd trifft und diese näher kennen lernt, taut er etwas auf. Vesper ist meiner Meinung nach das erste Bondgirl ohne Dummchen-Image, das Bond auch intellektuell das Wasser reichen kann. Die Wortgefechte der beiden im Zug sind genial. Endlich hat ein Bond-Girl mal richtig Charakter!
Dass es (noch) keinen Q, keine Miss Moneypenny und technische Spielereien gibt und dass Bond auf die Frage geschüttelt oder gerührt?" patzig mit "Sehe ich aus, als ob mich das interessiert?" antwortet, stört nicht wirklich, auch wenn ich das im Vorhinein gedacht hätte. Meiner Meinung nach kann man im Laufe des Films sehr gut Bonds Entwicklung verfolgen und am Ende gut verstehen, wie und warum er zu dem Mann wurde, den man aus den anderen Filmen kennt. Auch wenn Daniel Craig sich schon rein optisch von seinen Vorgängern unterscheidet, er steht ihnen in Nichts nach.
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