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| 8martin (02.01.2012 17:12) |
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Ben Knopf
Ein wunderschönes Märchen über Liebe und Alter.
Das schildert uns David Fincher in stimmungsvollen Bildern, die meist in Gelb- und Brauntönen gehalten sind und beweist damit einmal mehr, was er kann. Fast drei Stunden (schon etwas lang) sehen wir eine Story, die auf der Klaviatur der Emotionen wahre Symphonien abspielt und mit einem ungewöhnlichen Charme daherkommt. Durch die Rahmenhandlung bekommt das Ganze zwei Ebenen und eine zusätzliche Unterhaltungsgrundlage. Die Maskenbildner hatten hier Konjunktur und leisteten nicht nur bei Brad Pitt ganze Arbeit, sondern auch bei Cate Blanchett. Aber auch ohne die Mithilfe der Visagisten überzeugen Tilda Swinton, die durch ihren Auftritt den märchenhaften Charakter unterstreicht, sowie Julia Ormond, die die erlösende Aufklärung bringt.
Die Komik der Situation unterstreichen Sätze wie ’Wir enden alle schließlich in Windeln’. Der Wandel der Zeiten wird durch markante Musikbeispiele von den Platters oder den Beatles betont. Und das Ende der Liebesgeschichte ist so schön, dass es den Romantikern fast das Herz zerreißt. Durch die Gegenbewegung der Alterungsprozesse wird allerdings eine gewisse Zeitlosigkeit herausgearbeitet. Und durch den eingearbeiteten Exkurs über den Zufall kommt noch eine philosophische Komponente hinzu.
Ein Beispiel dafür, dass Gefühle nicht im Herz-Schmerz-Niveau ertrinken müssen, sondern wenn gut gemacht eine Bereicherung darstellen.
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| PeterBrand (24.04.2009 18:16) |
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Seh´ ich so ähnlich
Mir ging´s beim Ansehen genauso und kann den meisten Punken voll zustimmen. Nur die Ausflüge in die Gegenwart fand ich nicht so störend, das fand ich schön erzählt.
Beginn und Ende sind stark, aber dazwischen plätschert es tw. wirklich einfach nur so dahin, und für das, was letztendlich erzählt wird, ist´s einfach viel zu lang. Vor allem, weil die (pathetische) Grundstimmung immer gleich bleibt - wenn man ihn mit einem Forrest Gump vergleicht, dort gab es gefühls- und stimmungsmäßig viel mehr auf und abs, was das ganze mitreißender machte.
Schön war die optische Umsetzung, und dass sich auch die Filmoptik an die jweilige Zeit anpasst. Aber dass es Brad Pitt schafft, über 2 1/2 Stunden lang den selben Gesichtsausdruck beizubehalten, ist fast schon als Kunststück zu bezeichnen. Schade drum, da hätte man wirklich mehr draus machen können. Vor allem von David Fincher hätte ich mehr erwartet...
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