Festivals, Cannes 2026
Cannes 2026 – Tag 5: Zombies und „Gentle Monster“

Cannes 2026 – Tag 5: Zombies und „Gentle Monster“

Star-Auflauf an der Côte d'Azur: Während John Travolta und eine Horde Zombies für Trubel sorgten, feierte der österreichische Film „Gentle Monster“ seine Weltpremiere.
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von (vodkamartini)
Heute sind wir es ein bisschen langsamer angegangen: Alfreds Parallelleben in Österreich rief – er machte aus unserer Ferienwohnung ein Homeoffice (oder Cannes-Office?) und ich hatte meine erste Vorstellung heute ausnahmsweise erst um 10:45 Uhr, nämlich „Colony“ von Yeon Sang-Ho, den sich auch Michael angeschaut hat. Seine Kritik ist schon online. Von diesem kreativen Zombiefilm war ich durchwegs angetan! Ein guter Start in den Tag. Im Palais traf ich dann kurz auf John Travolta (der in Cannes sein Regiedebüt „Propeller One-Way Night Coach“ vorstellte) und Wim Wenders, beide konnte ich auf die Schnelle leider nicht als Uncut-Leser dazugewinnen.



Heute war eindeutig am meisten los. Straßen sowie Gehsteige waren komplett überfüllt und egal wie man unterwegs war, man stand im Stau. In der Mittagspause wanderte ich ein bisschen den Pier entlang und fand einen ruhigen Ort, um ein paar Postkarten zu schreiben.

Nachmittags ging es weiter mit Javier Bardem als schlechter Vater in „El Ser Querido“ bzw. „The Beloved“. Alfred testete in der Zwischenzeit aus, ob er mit geschenkten Tickets aus seinem 3-Days-in-Cannes-Pass einen 4-Days-in-Cannes-Pass machen kann und siehe da – es hat geklappt! Er sah sich „Congo Boy“, der in der „Un Certain Regard“-Auswahl steht.

Seine große Premiere im Palais de Festivals hatte heute der österreichische Film „Gentle Monster“ von Marie Kreutzer. Der Film mit Léa Seydoux läuft im offiziellen Wettbewerb.

Gentle Monster Bild aus dem Film „Gentle Monster“ (Polyfilm)


Meine letzte Vorführung für den Tag fand im selben Saal statt, wie die davor. Es fühlt sich ein bisschen komisch an, aber in so einem Fall muss man mit dem ganzen Publikum den Saal verlassen, sich eine Viertelstunde anstellen, zu denselben Personen, die einen vorher rausgeleitet haben, kurz wieder „Bonsoir“ sagen, Rucksack kontrollieren lassen und dann darf man wieder Platz nehmen, vielleicht kann man sogar wieder auf demselben Sitz. Trotz Lars Eidinger konnte mich „Heimsuchung - Eine Jahrhundertgeschichte“ leider nicht ganz überzeugen – hat man alles schon zu oft gesehen.

Heimsuchung - Eine Jahrhundertgeschichte Bild aus dem Film „Heimsuchung - Eine Jahrhundertgeschichte“ (Filmladen)


Nach Ende des Films machten Alfred und ich uns auf den schnellsten Weg nach Hause – heute läuft ja der ESC, die zweitwichtigste Kulturveranstaltung im Mai im Fernsehen. Das durften wir uns auf keinen Fall entgehen lassen!
Der Autor
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vodkamartini

Forum

  • Danke

    ...für die spannenden Einblicke in den Festivalalltag!

    Und mit dem ESC habt ihr natürlich recht ;-)
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    17.05.2026, 21:19 Uhr