
Den krönenden Abschluss bildet schließlich „Josephine“ von Beth de Araújo. Jüngst beim „Sundance Film Festival“ mit dem „Grand Jury Prize Award: Dramatic“ und dem Publikumspreis ausgezeichnet, wird das titelgebende achtjährige Mädchen Zeugin eines Gewaltverbrechens und ist danach traumatisiert. Ihre Eltern, gespielt von den Hollywood-Stars Channing Tatum und Gemma Chan, versuchen, ihrer Tochter zu helfen und für Gerechtigkeit zu sorgen. Das wird für die Familie zu einer emotionalen Belastung, besonders für Josephine. Herausragend inszeniert und gespielt, rundet „Josephine“ einen insgesamt starken Wettbewerbsjahrgang 2026 perfekt ab.

Special
„Drah' di ned um, schau, schau, der TASCHENDIEB geht um!“ So oder so ähnlich das hauptabendliche Motto im Berlinale Palast. Als finale „Berlinale Special Gala“ ging die Europapremiere von „The Only Living Pickpocket in New York“ über die Bühne. Die wehmütige Charakterstudie ist die zweite Regiearbeit von Schauspieler Noah Segan, den man für seine häufigen Zusammenarbeiten mit Filmemacher Rian Johnson kennt - unter anderem in „Brick“, „Looper“ oder „Knives Out“. Diese wunderbare Liebeserklärung an den Big Apple folgt dem alternden Taschendieb Harry, dem der Übergang vom analogen ins digitale Zeitalter schwer gefallen ist. Unfreiwillig verwickelt er sich in ein Mafiakomplott, während er noch andere Rechnungen zu begleichen hat. Gespielt wird der charmante Kleinganove vom großartigen John Turturro, der für seine zahlreichen Zusammenarbeiten mit Joel und Ethan Coen als Legende des wilden Kinos der Neunziger (u.a: „The Big Lebowski“, „Barton Fink“) gilt. An seiner Seite: Steve Buscemi, Giancarlo Esposito und Tatiana Maslany. In der Pressekonferenz am Nachmittag standen Turturro und sein Regisseur Journalistinnen und Journalisten Rede und Antwort.


