Festivals, Berlinale 2026
Berlinale 2026 - Tag 3 - Charli xcx und Dua Lipa

Berlinale 2026 - Tag 3 - Charli xcx und Dua Lipa

Zwei musikalische Superstars waren heute in Berlin auf dem Roten Teppich, aber auch Rupert Grint und Pamela Anderson stellten ihre neuesten Filme vor.
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von (Uncut Berlinale Team 2026)
Der zweite Wettbewerbstag beginnt mit dem längsten Film des Jahres: über drei Stunden läuft „Dao“ des französischen-senegalesischen Filmemachers Alain Gomis, in dem er zwischen zwei Familienfeiern hin- und herwechselt. Einerseits eine Trauerfeier in Guinea-Bissau, andererseits eine ausgelassene Hochzeitsfeier ein Jahr später in Frankreich. Ein langatmiges und leider auch sehr langweiliges Werk, bei dem kaum etwas nennenswertes geschieht.

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Premiere und Photocall zu „Dao“ (Fotos: Uncut/Harald Zettler)


Eine Weltpremiere mit Starbesetzung erlebte die schwarze Komödie „Rosebush Pruning“ des brasilianischen Regisseurs Karim Aïnouz. Das Drehbuch des griechischen Drehbuchautors Efthymis Fillipou adaptiert den italienischen Film „Mit der Faust in der Tasche“ (1965) von Marco Bellocchio. Hier geht es um das Treiben einer wohlhabenden, aber dysfunktionalen amerikanischen Familie in Spanien, in der Eifersüchteleien, Neid, inzestuöse Beziehungen und der geheimnisvolle Tod der Mutter verhandelt werden. Unterhaltsam, mit einigen irren Wendungen.

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Photocall zu „Rosebush Pruning“ (Fotos: Uncut/Harald Zettler)


Jamie Bell, Pamela Anderson, Callum Turner, Tracy Letts und Lukas Gage stellten den Film persönlich im Berlinale-Palast vor, Riley Keough und die soeben Oscar-nominierte Elle Fanning waren nicht anwesend. Dafür war Callum Turners Freundin Dua Lipa als Überraschungsgast bei der Premiere des Films.

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Premiere von „Rosebush Pruning“ (Fotos: Uncut/Harald Zettler)


Hier noch ein kleines Video von der Aufregung der Fans und der Fotografen auf dem Roten Teppich:



Der dritte Film im Wettbewerb, der am Valentinstag im Einsatz war, ist der Thriller „Nightborn“ (Yön Lapsi) von Hanna Bergholm. Rupert Grint gibt sein Comeback an der Seite der finnischen Schauspielerin Seidi Haarla. Sie spielen ein junges Ehepaar, das in einem Haus in den Wäldern eine Großfamilie gründen will, deren erstgeborener Sohn sich aber nach und nach als Albtraum entpuppt. Ein weiterer Genrefilm zum Thema Elternschaft, überraschungsarm, aber dafür mit überzeugenden Gruseleffekten und einer starken Performance von Haarla.

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Photocall zu „Nightborn“ (Fotos: Uncut/Harald Zettler)


Charli xcx als Special

Der Berliner Nachthimmel erstrahlte an diesem kühlen Samstag übrigens im giftgrünen Licht. Für ein paar Stunden brachte Popstar Charli xcx ihren „Brat“-Sommer zurück – ehe sie diesen mit „The Moment“ selbst bestattete. Die Mockumentary, die Charli gemeinsam mit Regisseur Aidan Zamiri vorstellte, skizziert eine düstere Alternativversion der Ereignisse, wie sie sich im Zuge ihres unerwarteten Album-Hypes hätten abspielen können. Und zeichnet dabei kein schmeichelhaftes Bild der Musikindustrie, in der es andauernd zum unstimmigen Clash kommerzieller und kreativer Anliegen kommt. In der Pressekonferenz am Nachmittag versicherte die sympathische Britin, dass die „Brat“-Ära tatsächlich am Ende angelangt sei. Man wolle sich auf neue Projekte fokussieren – außerhalb des Musikbusiness. Ob Charli auch die Filmwelt im Flug erobern wird?

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Photocall zu „The Moment“ (Fotos: Uncut/Harald Zettler)


Panorama

Allegro Pastell“ feiert im rappelvollen Zoopalast seine Premiere. Die Buchverfilmung über zwei Mitte-dreißig-jährige, die Klarheit über ihre Beziehung zueinander und ihren Lebenssinn suchen, endet mit ausgefallenem Applaus. Auch die sichtliche Aufregung der Regisseurin Anna Roller, mit dem Mikrofon in der Hand auf der Bühne zu stehen, tut der einladenden Atmosphäre des anschließenden Q&A mit den Schauspieler*innen und der Crew keinen Abbruch.