Wuthering Heights - Sturmhöhe
Die britische Regisseurin und Drehbuchautorin Emerald Fennell legte mit „Promising Young Woman“ 2020 ein bemerkenswertes Spielfilmdebüt hin und wurde prompt mit dem Oscar für das beste Originaldrehbuch ausgezeichnet. Ihr von Amazon produzierter Folgefilm „Saltburn“ konnte zwar Kritiker*innen kaum überzeugen, was dem Erfolg des Films aber keinen Abbruch tat. Es war einer der meistdiskutiertesten Filme 2023 und holte Sophie Ellis-Bextors 00er-Jahre Hit-Song „Murder on the Dancefloor“ aus der Vergessenheit und in aller Ohren zurück. Spätestens da war klar, Emerald Fennell macht nicht nur Filme, ihre Filme sind auch ein Ereignis, dem man besser beiwohnen sollte, wenn man nichts verpassen will. Den „guilty pleasure“-Stempel, dem man Fennell seit „Saltburn“ aufgedrückt hat, hat sie nun zu ihrer Eigenmarke gemacht. „Mit Wuthering Heights“ treibt sie das nun in neue (Sturm)höhen: Während die Kritiker*innen-Stimmen geteilt sind, steht zumindest fest – jeder will den Film gesehen haben und eine Meinung dazu haben.
Bild aus dem Film „Wuthering Heights - Sturmhöhe“ (Warner Bros, Constantin Film)Wer die Literaturvorlage von Emily Brontë als treue Adaption erwartet, der wird nicht nur enttäuscht, sondern auch empört sein. Dennoch macht sich der Film alle Mühe andere Bedürfnisse des Publikums zu befriedigen und veranstaltet einen exzessiven Rausch der Gefühle (und Hormone), wenn Catherine (Margot Robbie) und Heathcliff (Jacob Elordi) ihre leidenschaftliche, aber zerstörerische Liebe in pompösen Bildern auf der Leinwand zelebrieren. Für alle, die noch keine Valentinstags-Pläne haben.
Weitere Neustarts
The Souffleur
Des Weiteren startet noch die österreichisch-argentinische Koproduktion „The Souffleur“ des Regisseurs Gastón Solnicki, die nicht nur auf der Viennale zu sehen war, sondern auch gleich den Hauptdarsteller Willem Dafoe als Stargast nach Wien holte. Die Stadt dient auch als Schauplatz für dieses essayfilm-artige Drama, genauer gesagt, das ehrwürdige Hotel Intercontinental, das aber seine besten Jahre schon hinter sich hat. Als ein argentinischer Investor – gespielt von Solnicki selbst – das Hotel abreißen will, versucht Manager Willem Dafoe das Hotel vor seinem drohenden Untergang zu bewahren.
Bild aus dem Film „The Souffleur“ (Filmladen)Crime 101
Im amerikanischen Thriller „Crime 101“ planen ein Juwelendieb (Chris Hemsworth) und eine desillusionierte Versicherungsvertreterin (Halle Berry) einen Coup der Sonderklasse – aber nicht ohne sich ein Katz-und-Maus-Spiel mit einem Detektiv (Mark Ruffalo) zu liefern.
Bild aus dem Film „Crime 101“ (Sony Pictures)Die Ältern
Die deutsche Komödie „Die Ältern“ handelt von einem Bestseller-Autor, der noch immer von den Einnahmen seiner Romanreihe leben kann. Mittlerweile geht er nur noch in seiner Rolle als Ehemann und Vater auf und ist damit zufrieden. Doch seine Familie sieht das etwas anders.
Bild aus dem Film „Die Ältern“ (Constantin Film)Das Flüstern der Wälder
Die französische Dokumentation „Das Flüstern der Wälder“ begleitet den Naturfotografen Michel Munier auf seinem Streifzug durch die Vogesen, die er beobachtend und lauschend erkundet und dabei auch den tierischen Bewohnern des Naturparks begegnet.
Bild aus dem Film „Das Flüstern der Wälder“ (Filmladen)Der letzte Walsänger
Der familienfreundliche Animationsfilm „Das letzte Walsänger“ schickt ein junges Buckelwal-Kalb und seine Freunde auf ein großes Abenteuer in den Tiefen des Ozeans, der von einem Tintenfisch mit giftiger Tinte bedroht wird. Sein Walgesang kann sein Zuhause retten, aber er muss noch lernen, an sich zu glauben.
Bild aus dem Film „Der letzte Walsänger“ (Einhorn, Central Film)Renate
Die österreichische Dokumentation „Renate“ von Martin Nguyen spricht mit der bedeutenden Kinder- und Jugendbuchautorin Renate Welsh – mittlerweile 87 Jahre alt – über ihr Leben, ihr Werk und warum es wichtig ist, Außenseiter*innen eine Stimme zu geben. Dieser Film läuft vorerst nur in Wien und in Innsbruck.
Bild aus dem Film „Renate“ (filmdelights)

