Neben den Wettbewerben gibt es zudem einige Nebenreihen, in diesem Jahr zum Beispiel ein Tribut an Christian Petzold, dessen Abschlussfilm „Pilotinnen“ vor genau 30 Jahren Premiere auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis feierte. Auch seine beiden Nachfolgewerke „Cuba Libre“ und „Die Beischlafdiebin“ liefen auf dem Festival und wurden jeweils mit einem Preis ausgezeichnet. In der kommenden Ausgabe werden deshalb drei Filme des Regisseurs gezeigt: „Die innere Sicherheit“, „Phoenix“ und „Transit“. In der Nebenreihe Watchlist werden zudem weitere Highlights des deutschsprachigen Filmnachwuchses aus dem vergangenen Produktionsjahr gezeigt. Aus österreichischer Sicht sind hier vor allem „Mond“ von Kurdwin Ayub, „Sparschwein“ von Christoph Schwarz und „The Village Next to Paradise“ von Mo Harawe zu nennen.
Bild aus dem Film „The Village Next to Paradise“ (Filmladen)Der Reiz der Wettbewerbe liegt beim Filmfestival Max Ophüls Preis vor allem darin, neue Stimmen zu entdecken und einen Eindruck von den Themen und Formen zu bekommen, die den deutschsprachigen Filmnachwuchs im Augenblick beschäftigen. Es ist daher im Vergleich zu den meisten anderen Filmfestivals auch gar nicht so leicht, bestimmte Filme bereits im Vorfeld als Highlights auszuwählen, auf die man sich dann besonders freut – ganz einfach deshalb, weil man im Programm nur selten auf bekannte Namen stößt, von denen man bereits Filme gesehen hat und die deshalb als besonders vielversprechend gelten. Eine Ausnahme stellt dabei Bernhard Wengers „Pfau - Bin ich echt?“ dar, der durch seine internationale Premiere bei den Filmfestspielen von Venedig und seiner Österreichpremiere bei der Viennale bereits einiges an Vorschusslorbeeren sammeln konnte.
Bild aus dem Film „Pfau - Bin ich echt?“ (Polyfilm, Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion)Auch der Dokumentarfilm „Noch lange keine Lipizzaner“ der in Österreich geborenen Regisseurin Olga Kosanović birgt einiges an Potential, schließlich gewann sie 2023 mit ihrem Film „Land der Berge“ den Preis für den besten Nachwuchsfilm bei der Diagonale und 2024 sowohl den Preis für den besten mittellangen Film sowie den Publikumspreis beim Filmfestival Max Ophüls Preis.
Eröffnet wird das diesjährige Festival am 20. Jännern mit dem Film „Muxmäuschenstill X“, eine Fortsetzung von „Muxmäuschenstill“, der 2004 den Max-Ophüls-Preis gewinnen konnte. Uncut wird vom Festival berichten und dabei vor allem auf die österreichischen Beiträge im Programm eingehen.
Wettbewerb Spielfilm:
Bagger DramaSchweiz 2024, Regie: Piet BaumgartnerCallas, Darling
A/D/AL 2025, Regie: Julia WindischbauerChaos und Stille
Deutschland 2024, Regie: Anatol SchusterIch sterbe, kommst du?
Deutschland 2025, Regie: Benjamin KrammeThe Courageous
Schweiz 2024, Regie: Jasmin GordonLonig & Havendel
D/CZ 2025, Regie: Claudia ScheffelNinja Motherf*cking Destruction
Deutschland 2025, Regie: Lotta SchwerkNulpen
Deutschland 2025, Regie: Sorina GajewskiPfau - Bin ich echt?
A/D 2024, Regie: Bernhard WengerRote Sterne überm Feld
Deutschland 2025, Regie: Laura LaabsScham
Deutschland 2025, Regie: Lukas RöderSew Torn
USA/CH 2024, Regie: Freddy MacdonaldUngeduld des Herzens
Deutschland 2025, Regie: Lauro Cress
Wettbewerb Dokumentarfilm:
Bürglkopf A/D, Regie: Lisa Polster„Der Tod ist ein Arschloch“ von Michael Schwarz
„God's Other Plan“ von Moritz Müller-Preißer
„Home is the Ocean“ von Livia Vonaesch
„Mensch, Ärgere Dich!“ von Franziska Brozio
Night of the Coyotes Österreich, Regie: Clara Trischler
Noch lange keine Lipizzaner Österreich, Regie: Olga Kosanovic
The Life of Sean DeLear Österreich, Regie: Markus Zizenbacher
To Close Your Eyes and See Fire Österreich, Regie: Nicola von Leffern, Jakob Carl Sauer
„Wolken Über Lützerath“ von Lukas Reiter
„Yumi - the Whole World“ von Felix Golenko


