Neu im Kino
Neu im Kino (Woche 1/2023)

Neu im Kino (Woche 1/2023)

Wir starten gemächlich ins neue Jahr mit dem bitteren Ende einer irischen Freundschaft und einem österreichischen Festivalhit.

The Banshees of Inisherin

Nach eine, kurzen Abstecher in die US-Filmlandschaft (Three Billboards Outside Ebbing, Missouri) kehrt Filmemacher Martin McDonagh mit der Komödie „The Banshees of Inisherin“ wieder zu seinen irischen Wurzeln zurück und versammelt dabei erneut, wie bereits in seinem 2008er-Erfolg „Brügge sehen und sterben“ Colin Farrell und Brendan Gleeson als ungleiche Hauptdarsteller. Das Werk wurde im Rahmen der diesjährigen Filmfestspiele von Venedig uraufgeführt und für zahlreiche renommierte Preise nominiert.
Bild aus dem Film „The Banshees of Inisherin“ (The Walt Disney Company)

Das jähe Freundschaftsaus durch seinen langjährigen Kumpel Colm lässt den naiven, friedliebenden Pádraic aus allen Wolken fallen. Er begegnet der plötzlichen Anfeindung mit Unverständnis, doch Colm lässt sich von seiner Entscheidung nicht abbringen. Der Streit zwischen den beiden eskaliert zunehmend und droht das Leben beider maßgeblich zu verändern.

Vera

Ebenfalls erstmals in Venedig gezeigt wurde der österreichische semidokumentarische Film „Vera“ des Regieduos Tizza Covi und Rainer Frimmel, wo er gar mit Preisen für die beste Regie und die beste Hauptdarstellerin in der Orizzonti-Schiene ausgezeichnet wurde.
Bild aus dem Film „Vera“ (Stadtkino)

Das Drama fokussiert sich auf die erfolglose Schauspielerin Vera Gemma, deren Vater ein Star des italienischen Kinos war. Ziellos bewegt sich Vera durch die oberflächliche High Society Italiens, bis ihr ein Autounfall die Augen für Neues öffnet.

Weitere Neustarts

Knallhartes Actionkino á la Guy Ritchie: Mit „Operation Fortune“ steht das mittlerweile dreizehnte Machwerk des Regisseurs in den Startlöchern. Der Spionagethriller versammelt mit Jason Statham, Aubrey Plaza, Josh Hartnett, Carey Elwes und Hugh Grant einen Allstar-Cast und folgt dem internationalen Superagenten Orson Fortune bei einer gefährlichen Undercovermission.
Bild aus dem Film „Operation Fortune“ (Constantin Film, Leonine)


Im französischen Drama „Passagiere der Nacht“ von Mikhaël Hers setzt sich Ikone Charlotte Gainsbourg als alleinerziehende Mutter für die ziellose Jugendliche Talulah ein, die sie fortan bei sich aufnimmt und ihr neuen Lebensmut gibt.

Der Schweizer Spielfilm „Unrueh“ von Cyril Schäublin wurde in der Sektion Encounters der Berlinale 2022 mit dem Preis für die Beste Regie ausgezeichnet. Der Historienfilm skizziert die Anfänge der industriellen Uhrenherstellung, bei der die Fabrikarbeiterin Josephine unter anderem für die Überwachung der titelgebenden Unruh zuständig ist, ein Mechanismus, der im innersten der Uhr schwingt.

Spaß für die ganze Familie verspricht der Abenteuerfilm „Belle & Sebastian – Ein Sommer voller Abenteuer“. Der insgesamt vierte Teil der langlebigen Reihe begleitet den anfangs wenig begeisterten Sebastian beim Ferienurlaub in den Bergen.
Die Autorin
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juliap

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