Neu im Kino
Neu im Kino (Woche 32/2022)

Neu im Kino (Woche 32/2022)

Horror-Ass Jordan Peele lässt dunkle Wolken aufziehen und eine Kultfigur der Filmgeschichte erhält ein indisches Makeover.
Foto: Universal Pictures International

Nope

Mit „Get Out“ und „Us“ hat sich Jordan Peele binnen weniger Jahre zu einem der spannendsten Horrorregisseure der Gegenwart gemausert. In seiner dritten Regiearbeit „Nope“ bleibt der frühere Komiker seiner etablierten Linie treu und erweitert diese um Sci-Fi- und Western-Elemente. Zwei Geschwister (Keke Palmer und Daniel Kaluuya), die gemeinsam eine Pferdefarm betreiben, werden von einer mysteriösen Erscheinung am Nachthimmel überrascht. Sie wollen filmisch festhalten, dass es sich bei den seltsamen Vorkommnissen um Besucher aus dem All handelt. Der Terror hat aber gerade erst begonnen. Den überschwänglich positiven Kritiken zufolge scheint Peele ein weiterer wilder Genre-Mix mit treffender Sozialsatire und Potential zum Kultklassiker gelungen zu sein. Yes!

Laal Singh Chaddah
Hollywood bedient sich bekanntlich gerne an Stoffen aus dem Ausland, um diese für ein englischsprachiges Publikum neuzuverfilmen – so manchmal sogar Szene für Szene. Dass diese bewährte Praktik auch andersrum funktionieren kann, beweist Regisseur Advait Chandan mit seinem indischen Remake des Oscar-prämierten Melodramas „Forrest Gump“. Aus Gump wird „Laal Singh Chaddha“, anstelle von US-amerikanischer Historie durchläuft der kleinkarierte Wunderknabe diesmal wichtige Stationen indischer Zeitgeschichte. Das Leben ist eben doch wie eine Schachtel Pralinen - man weiß nie, was man bekommt. Manchmal halt sogar einen amerikanischen Kultklassiker auf Indisch.

Weitere Neustarts

In der britischen Tragikomödie „Der Engländer, der in den Bus stieg und bis ans Ende der Welt fuhr“ nimmt ein frisch verwitweter Timothy Spall eine Busreise quer durch Großbritannien auf sich.

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